Burnout-Studie: Frauen durch Doppelbelastung deutlich häufiger betroffen
07.06.2026 - 06:05:53 | boerse-global.de
Mediziner sind sich einig: Burnout ist keine eigenständige psychische Erkrankung, sondern ein Syndrom – eine Erschöpfungsdepression, die sich über Jahre entwickelt. Und sie trifft längst nicht nur Menschen im Job.
Die wahren Ursachen: Systemfehler, nicht Schwäche
Entgegen verbreiteter Annahmen sind es oft strukturelle Probleme, die in die Erschöpfung treiben. Der Weltapothekerverband (FIP) machte Anfang Juni darauf aufmerksam: Eine toxische Arbeitsplatzkultur mit übermäßiger Kontrolle und Schuldzuweisungen sowie ein dauerhaft zu hohes Arbeitspensum sind die Haupttreiber. Individuelle Resilienz allein reicht nicht, betonten Wissenschaftler der Universität Toronto. Nötig seien strukturelle Veränderungen – etwa die Förderung von Unitasking und die strikte Einhaltung von Acht-Stunden-Schichten.
Anzeige: Die Doppelbelastung aus Beruf und Familie fordert ihren Tribut – doch Sie müssen nicht warten, bis die Erschöpfung Sie einholt. Dieser Guide zeigt Ihnen, wie Sie Frühwarnsignale erkennen und mit einfachen Methoden wie Vogelbeobachtung Ihr Wohlbefinden stärken. Jetzt kostenlosen Guide anfordern
Auch das Privatleben kann krank machen
Burnout ist kein reines Berufsphänomen. Private Lebensumstände, etwa die Situation alleinerziehender Eltern, gelten als ebenso signifikante Risikofaktoren. Die Erschöpfung entwickelt sich schleichend – und oft unbemerkt.
Frauen besonders betroffen
Die Zahlen sind alarmierend. Eine im Juni veröffentlichte Studie der Freien Krankenkassen zeigt: Frauen sind deutlich häufiger von psychisch bedingter Arbeitsunfähigkeit betroffen als Männer. Hauptgrund ist die Doppelbelastung aus Beruf und Familie.
Schon 2021 fühlte sich jeder vierte Befragte einer TK-Studie häufig gestresst. Dauerhafter Stress – die sogenannte allostatische Last – kann langfristig zu Burnout, Herzinfarkten und einem geschwächten Immunsystem führen.
Mobbing: Jeder Dritte betroffen
Die portugiesische LABPATS-Studie liefert im Juni erschreckende Details. Von über 5.500 Befragten berichteten 38,3 Prozent von Mobbing-Erfahrungen wie Drohungen oder Ausgrenzung. 44,5 Prozent fühlten sich körperlich erschöpft. Die Studienleitung sieht darin ein primär organisatorisches Problem: fehlende Anerkennung und übermäßige Kontrolle.
Warnsignale erkennen
Die ersten Anzeichen sind oft unspezifisch: anhaltende Einschränkung der Lebensqualität, gesteigerte Reizbarkeit, Energieverlust und Schlafstörungen. Auch körperliche Symptome treten auf. Die Grenze zwischen körperlicher Überlastung und psychischer Erschöpfung ist fließend.
Überraschende Hilfe: Vogelbeobachtung
Eine im Juni berichtete Studie zeigt einen ungewöhnlichen, aber effektiven Präventionsansatz: Regelmäßige Vogelbeobachtung senkt das Burnout-Risiko. Das Beobachten oder bloße Hören von Vögeln wirke demnach effektiver und nachhaltiger als kurze Meditationen oder intensiver Sport. Die Methode ist alltagskompatibel und erfordert keine spezielle Ausrüstung.
Anzeige: Mobbing und toxische Arbeitskultur sind systemische Risikofaktoren für Burnout – aber Sie können aktiv gegensteuern. Erfahren Sie in diesem Report, wie Sie Grenzen setzen, Unterstützung finden und Ihre psychische Gesundheit schützen. Burnout-Prävention jetzt sichern
Wenn die Erschöpfung sich verfestigt
Reichen ambulante Maßnahmen nicht mehr aus, empfehlen Fachleute eine psychosomatische Rehabilitation – stationär oder ambulant. Die Kosten übernehmen in der Regel die Rentenversicherung oder Krankenkassen.
Wichtigster Schritt: Bei ersten Anzeichen das Gespräch mit einem Hausarzt oder Psychotherapeuten suchen. Die Diagnose wird oft dadurch erschwert, dass Betroffene Hilfeersuchen fälschlicherweise als persönliche Schwäche werten.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
