Burger-Test, Vegane

Burger-Test: Vegane Pattys schlagen Rindfleisch deutlich

11.06.2026 - 00:09:38 | boerse-global.de

Studien zeigen begrenzte Wirkung von Süßstoffen und Protein-Chips. Vegane Burger schneiden im Test besser ab als Rindfleisch.

Diätprodukte im Check: Süßstoffe, Protein-Chips & Abnehmspritzen
Burger-Test - Eine Nahaufnahme verschiedener kalorienarmer Snacks und proteinreicher Lebensmittel wie Protein-Chips, zuckerfreie Getränke und vegane Burger-Pattys. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Doch was taugen die neuen Lebensmittel wirklich? Aktuelle Studien und Tests zeichnen ein differenziertes Bild.

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Süßstoffe: Kurzfristige Hilfe, langfristig ohne Effekt

Eine im Juni veröffentlichte Übersichtsarbeit im British Medical Journal hat die Langzeitwirkung von Süßstoffen untersucht. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Zwar können die Zuckeraustauschstoffe kurzfristig zu einer moderaten Kalorienreduktion führen. Langfristig zeigten sie jedoch keinen konsistenten Effekt auf das Körpergewicht oder den Stoffwechsel.

Die Forscher sehen das Darmmikrobiom als zentralen Mechanismus. Bestimmte Süßstoffe könnten sogar mit erhöhten kardiovaskulären Risiken verbunden sein.

Protein-Chips: Kein Wundermittel

Parallel dazu drängen Protein-Chips auf den Markt – angetrieben durch Social-Media-Trends und Promi-Empfehlungen. Experten warnen jedoch: Die Snacks sind kein Wundermittel zum Abnehmen. Sie enthalten oft hohe Mengen an Fett und Natrium.

Die Fachleute empfehlen, Protein-Chips lediglich als Ersatz für herkömmliche Kartoffelchips zu essen – nicht als zusätzlichen Snack oder Post-Workout-Supplement. Die Nährwerte variieren innerhalb der Produktgruppe stark.

Burger-Test: Vegane Pattys schlagen Rindfleisch

Die Stiftung Warentest hat in ihrer Juni-Ausgabe 20 Burger-Pattys verglichen. Das Ergebnis überrascht: Vegane Alternativen schnitten deutlich besser ab als Rindfleisch-Produkte.

Drei vegane Pattys erreichten die Qualitätsnote 2,1:
- Beyond Burger Original (1,77 Euro pro 100 Gramm)
- My Vay Vegane Burger von Aldi (0,99 Euro pro 100 Gramm)
- Sensational Burger von Garden Gourmet (1,41 Euro pro 100 Gramm)

Kein einziges Rindfleisch-Produkt erhielt die Note „gut". In einem Bio-Rinder-Hamburger von Rewe wurden zudem STEC-Keime nachgewiesen. Das Schlusslicht bildete der American Burger von Block House mit Note 3,5.

Knabberzeug und Tiefkühlwaren: Mangelhaft

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Auch andere Produktgruppen wurden unter die Lupe genommen. Ein Test des VKI vom 9. Juni ergab: Neun von zehn getesteten Chips-Sorten erreichten nur den Nutri-Score D.

Bei Tiefkühl-Franzbrötchen der Marke Edeka kritisierten Prüfer am 10. Juni Mängel bei der Verteilung der Zimt-Zucker-Masse. Zudem wurde der Einsatz von Zusatzstoffen wie Diacetylweinsäureester bemängelt.

Abnehmspritzen: Potenzial mit Haken

Die Diskussion um GLP-1-Analoga – besser bekannt als Abnehmspritzen – bleibt aktuell. In Fachgesprächen am 9. Juni wurde das Potenzial für Patienten ab einem BMI von 30 hervorgehoben.

Die Medikamente können einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von drei bis sechs Kilogramm pro Monat bewirken. Zudem verbessern sie Herz-, Nieren- und Leberwerte. Experten betonen jedoch: Eine begleitende Lebensstiländerung ist notwendig, um den Jo-Jo-Effekt nach dem Absetzen zu vermeiden. Für Selbstzahler liegen die Kosten bei 100 bis 200 Euro monatlich.

Natürliche Alternativen: Kaum Wirkung

Ein Faktencheck zu natürlichen Alternativen wie Berberin, Safran oder Psyllium fiel ebenfalls ernüchternd aus. Diese Nahrungsergänzungsmittel erzielen keine klinisch relevanten Effekte auf den Gewichtsverlust.

Verlässlicher fördert eine proteinreiche Ernährung die körpereigene Sättigung – mit 1,2 bis 1,5 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht.

Neue Produkte trotz Kritik

Ungeachtet der kritischen Einordnungen bringen Hersteller weiter neue Health-Snacks auf den Markt. Das Leipziger Start-up Nucao launchte im Juni vegane Schokofrüchte in Bio-Qualität. Die Tiefkühl-Snacks sind in vier Sorten erhältlich und kosten 4,99 Euro pro 120 Gramm.

Internationale Trends zeigen: Hochkalorische Convenience-Produkte bleiben beliebt. Neue Currybrot-Varianten aus Japan etwa enthalten über 600 kcal pro Portion – und besetzen weiterhin eine Marktnische.

de | wissenschaft | 69517427 |