Browser-Allianz, Microsoft

Browser-Allianz vs. Microsoft: Ein-Klick-Wechsel und Edge-Deinstallation gefordert

07.06.2026 - 16:44:52 | boerse-global.de

Google, Opera und Vivaldi fordern von Microsoft gleiche Vorinstallationsrechte und einen echten Browserwechsel per Klick.

Browser-Allianz wirft Microsoft unfairen Wettbewerb mit Edge vor
Browser-Allianz - A hand points at a glowing blue 'E' icon on a digital surface, symbolizing browser competition and Microsoft Edge. 07.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Konflikt um den Edge-Browser eskaliert.

Anzeige

Viele Windows-Nutzer zögern beim Wechsel auf Windows 11 – aus diesem einen Grund. Ein kostenloser Expertenreport zeigt, wie der Umstieg ohne Risiko und Datenverlust gelingt. Windows 11 Starterpaket jetzt kostenlos anfordern

„Dark Patterns“ und tiefe Integration als Knackpunkt

Die Browser Choice Alliance – ein Zusammenschluss von Google, Opera und Vivaldi – hat Microsoft öffentlich zur Rede gestellt. In einem Brief an CEO Satya Nadella vom 6. Juni 2026 fordern die Unternehmen ein Ende der Praktiken, die den Edge-Browser im Windows-System bevorzugen. Die Allianz spricht von sogenannten „Dark Patterns“ und einer tiefen Software-Integration, die fairen Wettbewerb verhindere.

Konkret verlangt das Bündnis drei grundlegende Änderungen: gleiche Vorinstallationsrechte für Drittanbieter-Browser, einen echten Ein-Klick-Wechsel des Standardbrowsers und die Möglichkeit, Edge vollständig von Windows zu deinstallieren. Derzeit ignoriere Windows oft die Nutzerwünsche – etwa bei Microsoft-Teams-Anrufen oder Windows-Suchanfragen öffne sich Edge, selbst wenn ein anderer Browser als Standard eingestellt ist.

Historische Belastung und neue Verfahren

Der Zeitpunkt der Kritik ist kein Zufall. Bereits 2013 verhängte die EU eine 561-Millionen-Euro-Strafe gegen Microsoft, weil das Unternehmen Browser-Wahlauflagen nicht umgesetzt hatte. Nun kommt neuer Druck hinzu: Am selben Tag, an dem die Browser-Allianz ihren Brief verschickte, reichte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Klage gegen Microsoft ein. Das BSI will die Herausgabe von Sicherheitsinformationen erzwingen – Hintergrund sind schwerwiegende Sicherheitsvorfälle und der Verlust von Master-Keys für Microsoft-Cloud-Dienste.

Anzeige

IT-Experten mit 30 Jahren Erfahrung verraten im kostenlosen Starterpaket, was wirklich hinter Windows 11 steckt und welche Neuerungen die wenigsten kennen. Erfahren Sie jetzt, wie Sie das neue Betriebssystem gefahrlos testen können. Zum kostenlosen Windows 11 Guide

Microsoft rüstet bei KI um – und baut Funktionen ab

Während der öffentliche Druck wächst, verändert Microsoft auch Edge selbst. Das Unternehmen kündigte an, die Edge-Collections-Funktion im Juni 2026 auslaufen zu lassen. Das Tool half Nutzern, Webseiten, Notizen und Bilder visuell zu organisieren. Der Grund: Microsoft setzt verstärkt auf KI-Tools wie Copilot.

Auf der Entwicklerkonferenz Microsoft Build Anfang Juni 2026 in San Francisco präsentierte der Konzern zudem ein neues Windows-11-Interface für ausgewählte Geräte. Es entfernt standardmäßig Widgets und News-Feeds – und bietet erstmals die Option, die Bing-Suche im Startmenü zu deaktivieren. Ein Zugeständnis an die Transparenz-Forderungen der Konkurrenz.

Sicherheitslücken und Marktspannungen

Doch Microsofts Probleme reichen weiter. Am 5. Juni 2026 kompromittierte ein bösartiger npm-Wurm namens Miasma mehrere Microsoft-Repositories auf GitHub. Der Angriff zielte auf Cloud-Zugangstokens ab, nutzte KI-Coding-Agenten als Einfallstor und wurde nach nur 105 Sekunden neutralisiert. Der Vorfall zeigt die wachsenden Sicherheitsrisiken im Microsoft-Ökosystem.

Hinzu kommen Spannungen mit dem eigenen Partner OpenAI. Microsoft investierte über 13 Milliarden Euro in das Unternehmen – doch OpenAIs GPT-5 Enterprise ist inzwischen ein ernstzunehmender Konkurrent. Mehr als 12.000 Kundenorganisationen und ein annualisierter Umsatz von rund neun Milliarden Euro machen OpenAI zum direkten Rivalen um Unternehmensaufträge. Der einstige Verbündete wird zum Wettbewerber – und Microsoft steht an mehreren Fronten unter Druck.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69496570 |