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Broadcom veröffentlicht VMware Workstation Pro 26H1 und Fusion Pro 26H1

18.05.2026 - 20:20:50 | boerse-global.de

Broadcom veröffentlicht VMware Workstation Pro 26H1 mit 64-Bit-Update für Windows und erweiterten ARM-Fähigkeiten. Die Desktop-Hypervisoren bleiben für alle Nutzer kostenlos.

Broadcom veröffentlicht VMware Workstation Pro 26H1 und Fusion Pro 26H1 - Foto: über boerse-global.de
Broadcom veröffentlicht VMware Workstation Pro 26H1 und Fusion Pro 26H1 - Foto: über boerse-global.de

Die Desktop-Hypervisoren erscheinen mit 64-Bit-Architektur und erweiterter ARM-Unterstützung – weiterhin kostenlos.

Broadcom hat die allgemeine Verfügbarkeit von VMware Workstation Pro 26H1 und VMware Fusion Pro 26H1 bekannt gegeben. Die Mitte Mai 2026 veröffentlichten Versionen setzen die Strategie des Unternehmens fort, die Tools für kommerzielle, private und Bildungskunden kostenlos anzubieten. Im Zentrum des Updates steht eine modernisierte 64-Bit-Architektur für Windows-Hosts sowie eine erweiterte Unterstützung für ARM-basierte Infrastruktur.

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Modernisierung der Hypervisor-Architektur

Der wichtigste technische Schritt der 26H1-Version ist die Umstellung von VMware Workstation Pro für Windows auf eine vollständige 64-Bit-Anwendung. Broadcoms Entwickler haben die Software grundlegend überarbeitet: Sämtliche Binärdateien, Bibliotheken und Installationskomponenten laufen nun als 64-Bit-Prozesse. Diese architektonische Änderung soll den Hypervisor an moderne Hardwarestandards anpassen und potenziell mehr Stabilität sowie Leistung für anspruchsvolle virtualisierte Arbeitslasten bieten.

Darüber hinaus führt das Update neue Organisationsfunktionen für erfahrene Nutzer ein. Virtuelle Maschinen lassen sich jetzt anhand ihres Erstellungs- und letzten Einschaltzeitpunkts identifizieren – eine Hilfe für Administratoren bei der Verwaltung älterer Umgebungen. VM-Notizen werden zudem direkt in den Registerkarten des Ordners angezeigt. Das Format für gespeicherte Anmeldedaten wurde aktualisiert, um verschlüsselte virtuelle Maschinen und entfernte Server im Credential-Manager des Hosts leichter erkennbar zu machen.

Ausbau der Multi-Plattform- und ARM-Fähigkeiten

Broadcom erweitert die Reichweite seiner Desktop-Hypervisoren in das ARM-Ökosystem hinein. Das 26H1-Update unterstützt Remote-Verbindungen zu ARM-basierten ESX-Hosts und ermöglicht grundlegende VM-Operationen über verschiedene Hardware-Architekturen hinweg. Dieser Schritt trägt der wachsenden Verbreitung von ARM-Servern in Entwicklungs- und Testumgebungen Rechnung.

Die Betriebssystemkompatibilität wurde ebenfalls erweitert. Die 26H1-Version unterstützt nun Gäste- und Host-Betriebssysteme wie Ubuntu 26.04 LTS, Fedora 43 und 44, SUSE Linux Enterprise 16 sowie FreeBSD 15.0. Entwickler und IT-Profis können Anwendungen weiterhin auf den aktuellsten Plattformen testen und bereitstellen – ohne ihren primären Desktop verlassen zu müssen.

Konsolidierung der kostenlosen Lizenzstrategie

Die Veröffentlichung von Version 26H1 festigt einen Lizenzwechsel, der Anfang des Jahrzehnts begann. Ursprünglich ein kostenpflichtiges Produkt, stellte Broadcom VMware Workstation Pro im Mai 2024 für den privaten Gebrauch frei. Bis zum 11. November 2024 weitete das Unternehmen diese Regelung auf kommerzielle und Bildungskunden aus – das Ende des kostenpflichtigen Abomodells für diese Desktop-Hypervisoren.

Unter diesem Modell stehen die voll ausgestatteten Pro-Versionen von Workstation und Fusion ohne Lizenzschlüssel zur Verfügung. Broadcom ist zu einer kalenderbasierten Versionierungsstrategie übergegangen; 26H1 folgt auf frühere Updates wie 25H2 und 25H2u1. Das Unternehmen stellt klar: Die Software ist zwar kostenlos nutzbar, aber nicht Open Source – sie bleibt ein proprietäres Werkzeug von Broadcom.

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Auch die Supportstrukturen haben sich verändert. Während aktuelle kommerzielle Abonnenten mit gültigen Verträgen weiterhin persönlichen Ticket-Support erhalten, werden neue Nutzer und solche mit abgelaufenen Verträgen auf Online-Ressourcen verwiesen. Dazu gehören das Broadcom Technical Documentation Portal, Community-Foren und ein zentraler Customer FAQ-Bereich.

Branchenkontext und Auswirkungen

Die Entscheidung, den kostenlosen Zugang für alle Nutzer – einschließlich des kommerziellen Sektors – beizubehalten, scheint ein Versuch, die VMware-Nutzerbasis nach der Übernahme 2023 zu stabilisieren. Frühere Übergänge unter Broadcoms Eigentümerschaft hatten Branchensorgen ausgelöst, insbesondere der Wechsel zu reinen Abonnementmodellen für Unternehmensprodukte wie VMware Cloud Foundation. Indem Broadcom die Desktop-Hypervisoren kostenlos hält, bleibt die Software ein Standard-Einstiegspunkt für Entwickler und Systemadministratoren, die später zu komplexeren, kostenpflichtigen VMware-Infrastrukturen wechseln könnten.

Das 26H1-Update adressiert auch die Sicherheit. Es baut auf dem 25H2u1-Update vom März 2026 auf, das mehrere schwerwiegende Schwachstellen behob, darunter CVE-2026-22715 und CVE-2026-22722. Durch häufige Updates und die Wahrung der Funktionsparität zwischen der kostenlosen Version und der früheren kostenpflichtigen Pro-Version will Broadcom sicherstellen, dass das „kostenlos für alle"-Modell nicht zu Stagnation führt.

Ausblick auf die Desktop-Virtualisierung

Oliver Romero, Senior Product Marketing Manager für Desktop-Hypervisoren bei Broadcom, betont, dass das Unternehmen plant, diese Produkte mit jeder Version weiterzuentwickeln. Der Fokus bleibt auf architektonischer Modernisierung und der Anpassung an moderne Hardwarestandards.

Da Unternehmen zunehmend Hybrid-Cloud- und Multi-Architektur-Umgebungen einführen, bleibt die Rolle des Desktop-Hypervisors als lokale „Sandbox" entscheidend. Mit dem abgeschlossenen 64-Bit-Update für Windows und der erweiterten ARM-Unterstützung ist VMware Workstation Pro gut positioniert, um eine neue Generation von Entwicklungs-Workflows zu unterstützen. Branchenanalysten erwarten, dass Broadcom durch den Wegfall der Kostenbarriere für kommerzielle Nutzer die Abwanderung zu alternativen kostenlosen Plattformen wie Oracle VM VirtualBox oder Open-Source-Lösungen wie QEMU verhindern könnte. Zukünftige Updates werden sich voraussichtlich auf die weitere Integration der Desktop-Virtualisierung in Broadcoms breiteres Cloud- und Netzwerkmanagement-Portfolio konzentrieren.

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