BRK-Hausnotruf, Menschen

BRK-Hausnotruf: Über 77.000 Menschen setzen auf schnelle Hilfe zu Hause

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 13:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sechs BRK-Zentralen vermitteln Hilfe per Hausnotruf; Pflegekassen können die Kosten unter bestimmten Voraussetzungen bezuschussen.
Ein helles, gemütliches Wohnzimmer mit Blick in einen Garten, das ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Für viele ältere und pflegebedürftige Menschen bedeutet das Verbleiben in den eigenen vier Wänden ein großes Stück Lebensqualität. Um bei Stürzen oder plötzlichen gesundheitlichen Problemen schnell Hilfe rufen zu können, gewinnen Notrufsysteme eine zentrale Rolle.

Ein Druck auf einen Funksender, der wahlweise am Handgelenk oder als Halskette getragen wird, stellt den direkten Kontakt zu einer Notrufzentrale her. Je nach Lage benachrichtigt das Personal vor Ort hinterlegte Angehörige oder Nachbarn. Reicht dies nicht aus, rückt ein mobiler Einsatzdienst aus, während bei akuten medizinischen Notfällen sofort der reguläre Rettungsdienst alarmiert wird.

Funktionsweise und Finanzierung des BRK-Hausnotrufs

In Bayern organisiert das Bayerische Rote Kreuz (BRK) diesen Dienst über ein Netz von sechs Hausnotruf-Zentralen. Wie die Organisation in einem Bericht vom 19. Oktober 2026 mitteilte, nutzen inzwischen über 77.000 Menschen dieses Angebot.

BRK-Landesgeschäftsführer Robert Augustin betonte, dass der Hausnotruf den Teilnehmenden zusätzliche Sicherheit im Alltag gebe. Interessierte erhalten über die Plattform hausnotruf.bayern weitere Details zum Angebot.

Für Nutzerinnen und Nutzer mit einem anerkannten Pflegegrad besteht zudem unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, eine Bezuschussung durch die Pflegekasse zu erhalten. Auf diese Weise können die monatlichen Kosten für die Bereitstellung des Geräts und die Anbindung an die Notrufzentrale ganz oder teilweise aufgefangen werden.

Regionale Strukturen und Einsatz im Ernstfall

Ähnliche Konzepte existieren bundesweit auch bei anderen Verbänden. So stellte Patrick Dost vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) auf der Seniorenmesse in Mechernich die dortigen Leistungen vor.

Das DRK unterhält laut einem Bericht vom 19. Oktober 2026 eine rund um die Uhr besetzte Notrufstelle, die per Knopfdruck kontaktiert werden kann, um Kontaktpersonen oder den Rettungswagen einzuschalten.

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Vor Ort gelten mitunter feste regionale Grenzen: Die Schlüsselübernahme sowie die direkte Anfahrt durch den Hilfsdienst beschränken sich in diesem Modell auf das Stadtgebiet von Euskirchen samt den zugehörigen Ortsteilen.

Dass ausgelöste Notrufe im Ernstfall auch zu komplexeren Einsätzen führen können, zeigt ein Geschehen aus Nordrhein-Westfalen: Laut einem Bericht vom 19. Oktober 2026 wurde die Feuerwehreinheit Hünxe um 16:50 Uhr mit dem Stichwort „Person in verschlossener Wohnung“ zum Bensumskamp gerufen.

Das Auslösen eines Hausnotrufs hatte den Alarm veranlasst. Da die Einsatzkräfte vor Ort zunächst niemanden antrafen, suchten sie nach einer geeigneten Zugangsmöglichkeit zum Gebäude.

Ergänzung zur Betreuung und lokale Beratung

Trotz des technischen Sicherheitsnetzes stoßen Notruflösungen an Grenzen. Aus Österreich berichtete das Portal MeinBezirk am 18. Oktober 2026, dass dort schätzungsweise rund 170.000 Menschen mit einer Form der Demenz leben, wobei bis zum Jahr 2050 ein deutlicher Anstieg prognostiziert wird.

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Digitale Lösungen wie Notrufsysteme böten in solchen Situationen zwar zusätzliche Sicherheit, könnten jedoch weder den persönlichen Kontakt noch eine fachgerechte Pflege ersetzen.

Um Interessierte vor Ort über die technischen Details aufzuklären, finden regelmäßige Informationsangebote statt. Im Rahmen des Treffens „Aibling – Gemeinsam“ stellt Herr Leberfinger, Teamleiter Hausnotruf des BRK-Kreisverbands Rosenheim, das Prinzip und die Funktionen des Systems vor.

Die Veranstaltung ist für den 14. November 2026 um 15:00 Uhr in der Begegnungsstätte des AWO Ortsvereins Bad Aibling in der Irlachstraße 7 geplant. Weitere Termine der Reihe sind für den 12. Dezember 2026 sowie für das Jahr 2027 angesetzt. Interessierte Bürger können sich telefonisch oder per E-Mail anmelden.

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