Bridge-Spielen: Paquid-Studie belegt 15% weniger Demenzrisiko
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 02:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Immer mehr Studien belegen: Komplexe Koordinationsübungen und strategische Spiele verbessern nachweislich Konzentration und psychische Widerstandskraft. Experten sehen darin einen vielversprechenden Ansatz gegen kognitiven Abbau.
Neuro-Jonglage: Training für beide Gehirnhälften
Die sogenannte Neuro-Jonglage kombiniert klassische Wurfübungen mit Erkenntnissen aus der Hirnforschung. Ziel ist es, die Vernetzung beider Gehirnhälften zu fördern. In den kommenden Monaten sind bundesweit mehrere Workshops geplant – im August in München und Hamburg, im Oktober und November in Berlin und Hannover.
Die Trainings werden oft von erfahrenen Experten wie dem mehrfachen Weltrekordinhaber Stephan Ehlers geleitet. Die Teilnehmer lernen Übungen, die über die reine Geschicklichkeit hinausgehen. Begleitende eBooks mit speziellen Anleitungen sollen den langfristigen Lernerfolg sichern. Neben Abendkursen gibt es im September in München auch intensivere Wochenendformate mit begrenzter Teilnehmerzahl.
Warum Spielen für Erwachsene so wichtig ist
Über das Jonglieren hinaus betont die Spielwissenschaft den Wert des zweckfreien Erlebens. Laut Jens Junge vom Institut für Ludologie fungiert Spiel als konsequenzfreier Erfahrungsraum. Es fördere Optimismus, Teamgefühl und stärke die Resilienz. Wer spiele, lerne besser mit Verlusten umzugehen und bleibe auch im Erwachsenenalter kreativ.
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Diese Erkenntnisse decken sich mit Beobachtungen aus dem Bereich digitaler Spiele. Marktforscher stellen fest: Anwendungen mit klaren Aufgaben, visueller Orientierung und schnellen Entscheidungen verbessern Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächstnis. Besonders für ältere Menschen bietet der Elektronikhandel verstärkt barrierearme Konzepte für kognitives Training an.
Denksport gegen Demenz
Auch klassische Spiele wie Schach und Bridge leisten einen Beitrag zur Demenzprävention. Zum Welttag des Gehirns am 22. Juli verwies der Deutsche Bridge-Verband auf die Paquid-Studie: Demnach senkt Bridge-Spielen das Demenzrisiko um etwa 15 Prozent. Der Einstieg in entsprechende Vereine wird als kostengünstige geistige Ertüchtigung beworben.
Ähnliche Effekte werden dem Schachspiel zugeschrieben, das seit einiger Zeit einen Popularitätsschub erlebt. Popkultur und Online-Plattformen haben die Spielerzahlen deutlich steigen lassen. Allein im Juni 2026 wurden auf lichess.org rund 86,8 Millionen Partien registriert. Großmeister Niclas Huschenbeth weist auf die physische Belastung in Turniersituationen hin – der Puls könne auf Werte bis 150 steigen.
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Spielerisch lernen: Von der Schule bis zum Krisenmanagement
Die Prinzipien spielerischer Wissensvermittlung finden auch Eingang in spezialisierte Fortbildungsprogramme. Unternehmen wie qSkills erweitern ihr Portfolio um Simulationstrainings für sogenannte „Human Future Skills“. Diese basieren auf langjährigen Labormodellen und sollen Kommunikation sowie Entscheidungsfähigkeit in Krisen verbessern.
In der pädagogischen Arbeit mit Kindern werden koordinative und kreative Ansätze verfolgt. In den Sommerferien finden Zirkus-Workshops statt, die neben Geschicklichkeit auch das soziale Miteinander fördern. Ergänzt werden sie durch handwerkliche Kurse wie Web-Workshops im Juli und August – sie schulen Feinmotorik und visuelle Wahrnehmung jüngerer Altersgruppen.
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