Breeze Comet: Hackergruppe nutzt KI für brasilianische Zahlungsangriffe
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 23:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die unter dem Namen Breeze Comet bekannte Hackergruppe, die zuvor als UNC5669 identifiziert wurde, hat in den vergangenen Jahren hunderte betrügerische Transaktionen innerhalb brasilianischer Zahlungssysteme durchgeführt.
Branchenberichten zufolge konzentrieren sich die Angriffe seit dem Jahr 2024 vor allem auf Finanzdienstleister, den Einzelhandel sowie E-Commerce-Unternehmen. Dabei manipuliert die Gruppierung zentrale Systeme wie Pix, STR und Boleto, um unberechtigte Überweisungen einzuleiten und Gelder zu entwenden.
Technologische Aufrüstung durch KI-gestützte Skripte
Die Gruppe setzt bei ihren Operationen ein breites Spektrum an spezialisierter Schadsoftware ein. Dazu gehören unter anderem Programme wie COBALTSPIN, MILDFROST, KICKPLATE, BOATBEAM und XWORM. Auch maßgeschneiderte Tools wie REALBREEZE und LIGHTPAINT kommen zum Einsatz.
Ein markantes Merkmal der aktuellen Vorgehensweise ist der Einsatz von Large Language Models (LLMs) zur Erstellung von Skripten. Diese Nutzung Künstlicher Intelligenz ermöglicht es den Akteuren, ihre Angriffswerkzeuge effizienter zu gestalten und technologische Hürden schneller zu überwinden.
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Breeze Comet zielt insbesondere auf den Diebstahl von mTLS-Zugangsdaten (Mutual Transport Layer Security) ab, die für die Authentifizierung innerhalb der brasilianischen Finanzinfrastruktur, wie dem Sofortzahlungssystem Pix, entscheidend sind. Die Verteilung der Malware erfolgt häufig über zuvor kompromittierte Websites.
Sobald sich die Angreifer Zugang zu den Systemen eines Unternehmens verschafft haben, agieren sie mit hoher Geschwindigkeit: Betrügerische Transaktionen werden oft innerhalb eines Zeitfensters von nur 24 bis 48 Stunden nach dem ersten Eindringen abgeschlossen.
Erhebliche finanzielle Schäden und operative Ausweitung
Die Aktivitäten von Breeze Comet lassen sich bis in das Jahr 2024 zurückverfolgen. Im Laufe des Jahres 2025 weitete die Gruppe ihr Repertoire aus und führte erstmals auch physische Angriffe auf Hardware-Komponenten durch.
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Der durch die Gruppierung verursachte finanzielle Schaden ist beträchtlich. Berichten zufolge belaufen sich die Verluste insgesamt auf Millionenbeträge. In mindestens einem dokumentierten Einzelfall gelang es den Angreifern, einen Betrag von mehreren zehntausend US-Dollar zu entwenden.
Sicherheitsanalysten beobachten zudem signifikante Überschneidungen in der Methodik zwischen Breeze Comet und anderen Bedrohungsakteuren wie Plump Spider sowie der Gruppierung SHADOW-AETHER-064. Diese Verbindungen deuten auf eine zunehmende Professionalisierung und Vernetzung innerhalb der Cyberkriminalität hin, die speziell auf den südamerikanischen Finanzmarkt ausgerichtet ist.
Die kontinuierliche Manipulation von etablierten Zahlungswegen wie Boleto und den staatlich regulierten STR-Systemen unterstreicht die strategische Ausrichtung der Gruppe auf die Kerninfrastruktur des brasilianischen Finanzwesens.
