BPH, Millionen

BPH bei Millionen Männern: Berliner Klinik setzt auf Laser-Experten

16.06.2026 - 21:02:41 | boerse-global.de

Berliner Klinik setzt auf minimalinvasive Lasertherapien bei BPH. Neue KI-Systeme und Nanopartikel-Forschung versprechen Fortschritte in der Diagnostik.

Prostatavergrößerung: Laser und KI verbessern die Behandlung
BPH - Nahaufnahme eines fortschrittlichen medizinischen Geräts, möglicherweise ein Laser oder endoskopisches Instrument, in einem Operationssaal. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Symptome kommen schleichend – und können ernste Folgen haben. Doch spezialisierte Kliniken setzen zunehmend auf minimalinvasive Lasertherapien.

Wenn die Blase nicht mehr richtig leert

Eine vergrößerte Prostata zeigt sich vor allem beim Wasserlassen. Betroffene müssen nachts häufiger raus, der Harnstrahl wird schwächer, die Blase fühlt sich nie ganz leer an. Urologen raten zur frühzeitigen Abklärung.

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Bleibt die Erkrankung unbehandelt, drohen wiederkehrende Harnwegsentzündungen oder ein akuter Harnverhalt – ein medizinischer Notfall. Zur Diagnostik gehören heute Tastuntersuchungen, Ultraschall, PSA-Wert, Urinproben und Harnstrahlmessungen.

Berliner Klinik setzt auf Laser-Experten

Das Vivantes Klinikum Am Urban in Berlin versorgt jährlich über 4.000 urologische Patienten, mehr als 2.500 davon mit endourologischen Verfahren. Seit Mitte Juni 2026 leitet Dr. med. Martin C. Kanne die Endourologie.

Sein Spezialgebiet: fortschrittliche Laserverfahren wie die Holmium-Laser-Enukleation (HoLEP) und die minimalinvasive Laser-Enukleation (MiLEP). Beide Techniken entfernen überschüssiges Prostatagewebe präzise und blutungsarm. Das kommt besonders Patienten mit Vorerkrankungen zugute.

Wasserstrahl statt Hitze

Neben der Lasertherapie gewinnen roboterassistierte Methoden an Bedeutung. Die Aquablation arbeitet mit einem computergesteuerten Wasserstrahl – ganz ohne Hitzeeinwirkung. Das schont die umliegenden Nervenstrukturen.

Daten aus den USA belegen die Skalierbarkeit: Bei Kaiser Permanente wurden seit 2020 über 1.500 Patienten behandelt. Langzeitbeobachtungen zeigen, dass bei den meisten über fünf Jahre kein erneuter Eingriff nötig war.

KI beschleunigt die Krebsdiagnostik

Während die Behandlung der gutartigen Vergrößerung etabliert ist, forscht die Wissenschaft an bösartigen Veränderungen. Forscher der Weill Cornell Medicine und der Cornell University veröffentlichten im Juni 2026 in Cancer Research neue Ansätze: Spezielle Silica-Nanopartikel stimulierten in präklinischen Versuchen das Immunsystem und zerstörten gezielt Krebszellen.

Parallel revolutioniert künstliche Intelligenz die Pathologie. Das Deutsche Krebsforschungszentrum stellte im Juni 2026 das System „Hetairos“ vor. Es analysiert Gewebeschnitte in Minuten statt Tagen. Zwar zielt die Studie in Nature Cancer primär auf Hirntumore ab – doch die Technologie dürfte mittelfristig auch die urologische Diagnostik beschleunigen und präziser machen.

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