BPH-Behandlung, Elektroporation

BPH-Behandlung: Neue Elektroporation statt Skalpell im Test

19.06.2026 - 01:01:50 | boerse-global.de

Aktuelle Forschung zeigt hohe Erfolgsraten bei Prostata-OPs auch bei schwacher Blase. Neue Strom-Methode und Diskussion um IGeL-Leistungen prägen den Sektor.

Prostata-OP: Neue Studien und Technologien im Fokus
BPH-Behandlung - Robotergestützte Chirurgie in einem Operationssaal, die Präzision und technologischen Fortschritt in der Urologie symbolisiert. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Jährlich folgen über 300.000 Operationen. Doch nicht jeder Patient profitiert gleich von den Eingriffen.

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Viele der jährlich durchgeführten Eingriffe gelten als vermeidbar, wenn rechtzeitig gegengesteuert wird. In seinem kostenlosen Report zeigt Gesundheitscoach Günter Stein, wie Sie durch gezielte Ernährung Prostataerkrankungen natürlich vorbeugen können. Zahlreiche Männer haben dank dieses Wissens die Prostata-OP vermieden

Forscher suchen nach differenzierten Therapieansätzen. Denn die Behandlung muss sich stärker am Einzelfall orientieren.

Operation auch bei schwacher Blase wirksam

Eine US-Studie aus dem Jahr 2026 liefert überraschende Ergebnisse. 101 Patienten mit BPH wurden untersucht – darunter 47 mit einer zusätzlich geschwächten Blasenmuskulatur (hypokontraktile Blase).

Die Daten aus den Jahren 2017 bis 2024 zeigen: 97 Prozent der Betroffenen mit schwacher Blase kamen nach der Operation ohne Katheter aus. Bei Patienten mit normaler Blasenfunktion waren es 100 Prozent.

Die einfache Prostatektomie bleibt damit auch für komplexe Fälle eine effektive Option. Signifikante Unterschiede bei anderen postoperativen Ergebnissen gab es nicht.

Neue Technologie: Strom statt Skalpell

Das Unternehmen AngioDynamics treibt eine innovative Methode voran. Im Juni 2026 erteilte die FDA die Zulassung für die RELIEF-Studie.

Das NanoKnife-System nutzt irreversible Elektroporation (IRE) – elektrische Impulse zerstören gezielt Prostata-Gewebe. Die Pilotstudie startet an fünf US-Zentren mit 40 Teilnehmern.

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Der primäre Endpunkt: die Veränderung des International Prostate Symptom Score (IPSS) nach sechs Monaten. Die Langzeitbeobachtung erstreckt sich über fünf Jahre.

Krankenkassen fordern Bedenkzeit bei Zusatzleistungen

Ein weiteres Thema: Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) in der Urologie. Patienten zahlen jährlich mindestens 2,4 Milliarden Euro aus eigener Tasche.

Im Juni 2026 forderten gesetzliche Krankenkassen eine verpflichtende 24-stündige Bedenkzeit vor Vertragsabschluss. Der Grund: Eine Bewertung von 70 gängigen IGeL-Leistungen durch den Medizinischen Dienst ergab bei 64 Angeboten unklaren oder sogar negativen Nutzen.

Fachleute sehen in der Bedenkzeit ein Instrument für bessere Patientenentscheidungen.

Proteindiäten und Epigenetik: Neue Risiken und Chancen

Aktuelle Forschung zeigt: Proteinreiche Diäten erhöhen bei etwa zehn Prozent der Bevölkerung das Risiko für Nierenversagen. Besonders ältere Patienten mit urologischen Beschwerden sind betroffen.

Gleichzeitig eröffnen neue epigenetische Ansätze Perspektiven. Das Universitätsspital Zürich untersucht BET-Protein-Inhibitoren zum Schutz von Blutgefäßen bei Stoffwechselerkrankungen – ein häufiger Begleiter urologischer Funktionsstörungen.

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