Boxsport-Reform in Heidelberg: Neuer Bundestrainer Horta setzt auf Kuba-Expertise
29.05.2026 - 11:42:29 | boerse-global.de
Mit kubanischer Expertise und einem Fokus auf bewährte Trainingssysteme will der Verband den Anschluss an die Weltspitze schaffen. Das Herzstück der Reform: der Olympiastützpunkt in Heidelberg.
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Neuer Bundestrainer aus Kuba
Seit dem 1. Februar 2026 verantwortet Humberto Horta Domínguez als neuer Bundestrainer die Ausbildung der deutschen Spitzenboxer. DBV-Präsident Farid Vatanparast setzte eine internationale Ausschreibung für den Posten durch und holte den Kubaner nach Deutschland. Das Ziel: die Medaillenchancen für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles erhöhen.
Erste Erfolge zeichnen sich ab. Beim Weltcup in Foz do Iguaçu Ende April 2026 zeigten die deutschen Athleten laut Trainerstab bereits deutliche Stilmerkmale der kubanischen Schule. Die erste große Bewährungsprobe steht im September an: die Europameisterschaft in Sofia.
Warum ausgerechnet Kuba?
Die kubanische Boxschule hat eine besondere Historie. Sie entwickelte sich aus sportwissenschaftlichen Konzepten des Realsozialismus – mit starken Einflüssen aus der DDR und Russland. Diese methodische Grundlage kommt nun in Heidelberg zum Einsatz, um die technischen und taktischen Fähigkeiten der deutschen Kaderathleten zu verfeinern.
Die Reform im Amateurbereich läuft parallel zu einer Hochphase im deutschen Profiboxen. Während der DBV auf 2028 blickt, stehen für etablierte Kämpfer kurzfristige Titel an. So strebt Boxerin Tina Rupprecht eine Titelvereinigung in drei verschiedenen Verbänden des Atomgewichts an.
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Comeback und Titelkämpfe
Der Modernisierungskurs zeigt sich auch in der Kaderplanung. Denis Radovan kehrt Ende Mai 2026 nach 18-monatiger Pause in den Ring zurück. Der 33-jährige Supermittelgewichtler war zuletzt im November 2024 siegreich und strebt weiterhin einen WM-Kampf an.
Parallel dazu setzt der Boxstall SES auf hochkarätige Duelle. Am 30. Mai 2026 kämpfen Roman Fress und Armend Xhoxhaj in Magdeburg um drei Titelverbände (WBO-Intercontinental, WBO-EM und WBO-International). Trainer wie Robert Stieglitz sehen in solchen Vergleichen die nötige Härteprüfung für Kämpfe gegen internationale Top-Größen wie David Benavidez.
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