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Boston Dynamics IPO 2028: Hyundai-Chef investiert 80 Millionen Euro

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 06:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Chung Eui-sun stockt Boston-Dynamics-Anteil auf 25 Prozent auf. Analysten sehen klare Vorbereitung für einen Börsengang an der Nasdaq.

Hyundai-Chef erhöht Anteil an Boston Dynamics für Börsengang
Humanoid-Roboter an einer Automobil-Montagelinie, symbolisiert Hyundais Investition in Robotik und Boston Dynamics. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Hyundai-Chef Chung Eui-sun hat seine persönliche Beteiligung am Roboterhersteller Boston Dynamics aufgestockt und damit den Weg für einen Börsengang geebnet. Der Schritt markiert eine neue Phase in der Integration humanoider Roboter in die Fertigung des südkoreanischen Autoriesen.

Eigentümerstruktur neu geordnet

Am 19. Juli 2026 erwarb Chung für umgerechnet rund 80 Millionen Euro persönliche Anteile an Boston Dynamics und erhöhte seinen Anteil auf 25 Prozent. Möglich wurde dies, weil der japanische Investor SoftBank seine Put-Option auf 9,65 Prozent der Anteile zog – Hyundai Motor Group zahlte dafür rund 320 Millionen Euro. Die neue Eigentümerstruktur sieht nun so aus: HMG Global hält 62,5 Prozent, Chung persönlich 25 Prozent und Hyundai Glovis 12,5 Prozent.

Branchenbeobachter werten die Konsolidierung als klares Signal für einen bevorstehenden Börsengang. Ein IPO an der Nasdaq könnte bereits 2028 erfolgen. Die aktuelle Bewertung von Boston Dynamics liegt bei umgerechnet rund 20 Milliarden Euro – nach einem Börsengang könnten es sogar über 70 Milliarden Euro sein. Interessant: Auch Google wird als möglicher Pre-IPO-Investor gehandelt. Googles KI-Sparte DeepMind arbeitet bereits mit Boston Dynamics an neuen KI-Modellen zusammen.

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Atlas-Roboter kommen in die Fabrik

Der Zeitplan für den Einsatz des humanoiden Roboters Atlas in der Produktion steht. 2028 soll der Roboter erste Aufgaben in der Teilelogistik im neuen Hyundai-Werk in Georgia (USA) übernehmen. Bis 2030 plant das Unternehmen, Atlas für die vollständige Montage von Komponenten einzusetzen.

Die Investition ist Teil einer umfassenden "Physical-AI"-Strategie. Die interne Kalkulation: Sollte die Produktion auf 50.000 Einheiten hochgefahren werden, könnte der Stückpreis von derzeit geschätzten 130.000 Euro auf rund 30.000 Euro fallen. Schon jetzt setzt Hyundai auf mobile Robotik: Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 übernimmt der Roboterhund Spot im Elektroauto-Werk in Ulsan Inspektionsaufgaben – von der Branderkennung bis zur Gaslecksuche.

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Gewerkschaften laufen Sturm

Die rasche Automatisierung stößt bei den Beschäftigten auf harten Widerstand. Vom 13. bis 15. Juli 2026 legten Hyundai-Arbeiter in Ulsan die Arbeit nieder – sie beendeten ihre Schichten zwei Stunden früher aus Protest gegen den Atlas-Einsatz. Weitere vierstündige Arbeitsniederlegungen sind für den 20. bis 22. Juli angekündigt.

Die Gewerkschaft befürchtet, dass die geplanten über 25.000 Atlas-Roboter bis 2028 massenhaft Arbeitsplätze vernichten werden. Ihre Forderungen: Schutz vor Roboterverdrängung, Anhebung des Renteneintrittsalters von 60 auf 65 Jahre sowie feste Gehaltsstrukturen für die Produktion. Die aktuellen Streiks könnten die Produktion um 5.000 Fahrzeuge drücken – ein Umsatzverlust von umgerechnet über 140 Millionen Euro.

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