Borreliose-Impfstoff: Pfizer reduziert Erkrankungen um 75 Prozent
10.06.2026 - 03:41:15 | boerse-global.de
Experten beobachten eine intensivere Vermehrung – und warnen vor heftigeren Hautreaktionen.
Grund sind nicht nur die milden Wintermonate. Auch invasive Arten wie die asiatische Tigermücke breiten sich aus. Das erhöht die medizinische Bedeutung von Insektenstichen und ihren Komplikationen.
Wenn der Stich zur Gefahr wird
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Hautreaktionen fallen zunehmend heftiger aus. Während Schwellungen und Juckreiz üblich sind, warnen Mediziner vor Sekundärinfektionen. Ein entzündeter Stich kann zu einem Erysipel führen – einer flächenhaften Hautentzündung. Im Extremfall droht eine Sepsis (Blutvergiftung).
Besonders gefährdet: ältere Menschen und Diabetiker. Warnsignale, die sofort zum Arzt führen sollten, sind Rötungen von über 15 Zentimetern Durchmesser. Auch Fieber oder Schüttelfrost sind Alarmsignale.
Zur Erstbehandlung empfehlen Experten Kühlung, Antihistaminika und bei Bedarf kortisonhaltige Cremes. Vorbeugend helfen Repellents mit DEET oder Icaridin.
Stichheiler wirken – Ultraschall-Geräte nicht
Elektronische Stichheiler haben sich als wirksam erwiesen – aber nur bei sofortiger Anwendung. Die Geräte arbeiten mit Wärme von etwa 50 Grad Celsius oder elektrischen Impulsen. Eine Studie der Charité mit 1.750 Teilnehmern zeigte: Die Wärme denaturiert Eiweiße im Insektenspeichel und reduziert die Histaminausschüttung.
Von Unterdruck-Geräten raten Ärzte dagegen ab. Und wer auf Ultraschall-Mückenschutz setzt, verschwendet Geld. Mücken nehmen Frequenzen nur bis etwa 2.000 Hertz wahr. Geräte, die im Ultraschallbereich ab 20.000 Hertz arbeiten, haben keinerlei nachweisbare Wirkung.
Fortschritte bei Borreliose-Impfung
Es gibt gute Nachrichten im Kampf gegen Borreliose. Ein neuer Impfstoffkandidat von Pfizer zeigt in Studien eine Reduktion der Erkrankungsfälle um 75 Prozent. Das Nebenwirkungsprofil gilt als gut. Ein Zulassungsantrag steht allerdings noch aus.
Zum Vergleich: In Deutschland werden jährlich zwischen 28.000 und über 100.000 Borreliose-Fälle verzeichnet.
Tigermücke und Nosferatu-Spinne auf dem Vormarsch
Die klimatischen Veränderungen begünstigen die Etablierung neuer Arten. Die asiatische Tigermücke ist in Sachsen bereits fest etabliert. Anders als heimische Mücken ist sie tagaktiv. Eine Krankheitsübertragung wurde hierzulande zwar noch nicht nachgewiesen – das Risiko steigt aber mit der Erderwärmung.
Auch die Nosferatu-Spinne breitet sich rasant aus. Seit ihrem Erstnachweis 2005 hat sie sich bundesweit verbreitet. In den ersten fünf Monaten 2026 gab es so viele Sichtungen wie nie zuvor. Ihr Biss ist schmerzhaft, vergleichbar mit einem Wespenstich – für Menschen aber in der Regel ungefährlich.
Vorsicht vor Blasenkäfern
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Dermatologische Probleme können auch durch Blasenkäfer entstehen. Deren Toxin Pederin verursacht Entzündungen, die oft mit einer Gürtelrose verwechselt werden. Fachleute raten: Die Käfer keinesfalls auf der Haut zerdrücken. Stattdessen die betroffenen Stellen sofort gründlich mit Wasser und Seife reinigen.
Hautgesundheit: Jeder Zweite betroffen
Die Relevanz des Themas unterstreichen europäische Erhebungen. Knapp 48 Prozent der Bevölkerung entwickeln innerhalb eines Jahres mindestens eine dermatologische Auffälligkeit. Besonders alarmierend: Die Zahl schwerer Hauterkrankungen steigt. In Norddeutschland haben sich die stationären Behandlungen von Hautkrebs innerhalb von zwei Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Hauptursachen: die alternde Gesellschaft und die kumulative UV-Belastung.
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