Bombendrohungen-Welle, Indien

Bombendrohungen-Welle: Indien und Philippinen fahren Sicherheit massiv hoch

05.07.2026 - 21:17:27 | boerse-global.de

Indien und die Philippinen verzeichnen eine Serie von Bombendrohungen gegen Behörden. Die Sicherheitskräfte reagieren mit verschärften Maßnahmen und Festnahmen.

Indien & Philippinen: Welle falscher Bombendrohungen löst Alarm aus
Bombendrohungen-Welle - Ein Cybersicherheitsexperte prüft digitale Bedrohungen auf mehreren Bildschirmen, mit Datenflüssen und unscharfem Stadt-Hintergrund. 05.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Sicherheitsbehörden haben ihre Maßnahmen massiv verschärft, mehrere Verdächtige wurden bereits festgenommen.

Geheimdienste und Verteidigung im Visier

Die indische Polizei konnte in Delhi und Bengaluru mehrere Tatverdächtige identifizieren. Ein 36-jähriger Mann aus Ghaziabad wurde festgenommen, nachdem er Ende Juni Drohungen an die National Investigation Agency (NIA), die indische Weltraumorganisation ISRO und die Verteidigungsforschungsbehörde DRDO geschickt hatte. Auch die Atomenergiebehörde NPCIL und das Luftfahrtministerium waren betroffen.

In einem zweiten Fall ermittelte die Polizei in Bengaluru gegen einen weiteren Mann aus Ghaziabad. Er soll Anfang Juli eine fingierte Bombendrohung an das ISRO-Hauptquartier gesendet haben. Nach Angaben der Ermittler befanden sich beide Verdächtigen in psychiatrischer Behandlung. Durchsuchungen der Wohnungen und der betroffenen Einrichtungen verliefen ergebnislos.

Gerichte und Bahnverkehr betroffen

Das Bezirksgericht in Udupi (Karnataka) hat seine Sicherheitsvorkehrungen drastisch erhöht. Hintergrund sind vier Bombendrohungen per E-Mail innerhalb einer Woche. Die Behörden schlossen Nebeneingänge und verstärkten die Kontrollen. Polizeichef Hariram Shankar sieht ein Muster: „Die Täter versuchen offenbar systematisch, ihre digitale Identität zu verschleiern."

Auch der Bahnverkehr blieb nicht verschont. Der Duronto-Express von Howrah nach Bengaluru musste am Sonntag am Bahnhof Bangarapet gestoppt werden. Ein Fahrgast hatte eine verdächtige Meldung gemacht. Die Sicherheitskräfte durchsuchten den Zug – ohne Fund.

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Philippinen reagieren mit Härte

Auf den Philippinen hat die Welle falscher Alarmmeldungen ebenfalls neue Dimensionen erreicht. In Cebu City durchsuchte die Polizei frühmorgens ein Hochhaus, nachdem eine Bombendrohung eingegangen war. Die Entwarnung kam nach zwei Stunden. Bereits Tage zuvor hatte ein ähnlicher Vorfall in einem Einkaufszentrum zur Evakuierung geführt. Die Stadtverwaltung kündigte Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen an.

Das Bildungsministerium der Philippinen verschärfte die Gangart: Bombendrohungen und die Verbreitung von Falschmeldungen gelten künftig als schweres Vergehen. Die möglichen Strafen reichen bis zum Ausschluss von Bildungseinrichtungen.

Massive Sicherheitsvorkehrungen für Großereignisse

Die Behörden reagieren auch präventiv. In Belagavi (Indien) wurde für die Dauer eines hochrangigen Besuchs eine Flugverbotszone eingerichtet. Drohnen und unbemannte Fluggeräte sind im Umkreis von zwei Kilometern verboten. Auf den Philippinen kündigte die Polizei der Hauptstadtregion an, über 6.000 Beamte für die Sicherheit einer anstehenden Amtsenthebungsverhandlung im Senat abzustellen.

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