BMW, Serienproduktion

BMW i3: Serienproduktion in München startet mit 345 kW

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 06:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BMW beginnt in München mit der Fertigung des vollelektrischen i3 der Neuen Klasse. Der Standort wird bis 2027 zum reinen E-Auto-Werk umgebaut.

BMW startet Serienproduktion des Elektro-i3 in München
Automatisierte Fertigungsstraße in einem modernen BMW-Werk mit dem Rohbau eines Elektrofahrzeugs. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Automobilhersteller BMW hat im August 2026 einen entscheidenden Schritt bei der Transformation seines Produktionsnetzwerks vollzogen. Mit dem Start der Serienproduktion des vollelektrischen BMW i3 am Standort München treibt das Unternehmen die Einführung seiner „Neuen Klasse“ voran. Der i3 ist nach dem iX3 das zweite Modell auf dieser neuen Fahrzeugarchitektur und markiert den Übergang des Münchener Stammwerks in eine rein elektrische Zukunft. Die ersten Auslieferungen des Fahrzeugs sind für den kommenden Herbst geplant.

Strategische Neuausrichtung und Kosteneffizienz

Der Produktionsstart in München ist Teil einer umfassenden industriellen Strategie. BMW verfolgt das Ziel, die Produktionskosten für die neuen Modelle um 10 % zu senken. Erreicht wird dies maßgeblich durch die konsequente Anwendung des „local for local“-Prinzips, bei dem Zulieferketten und Produktionsschritte räumlich enger verzahnt werden.

Die Transformation des Standorts München ist dabei bereits weit fortgeschritten. Ab dem Jahr 2027 sollen in diesem Werk ausschließlich Elektroautos gefertigt werden. Damit setzt das Unternehmen ein deutliches Signal für den Abschied von Verbrennungsmotoren an seinem traditionsreichsten Standort. Marktforscher beobachten in diesem Zusammenhang eine hohe Dynamik, da die Nachfrage nach den neuen Modellen die ursprünglichen Erwartungen übertreffe, was zu einer steilen Hochlaufkurve in der Fertigung führe.

Technische Leistungsmerkmale der Neuen Klasse

Der BMW i3 basiert auf einer 800-Volt-Architektur, die erhebliche Fortschritte bei der Effizienz und den Ladezeiten ermöglicht. In der Variante i3 50 xDrive verfügt das Fahrzeug über eine Leistung von 345 kW und ein Drehmoment von 645 Nm. Ein wesentlicher technologischer Sprung wird durch die Verwendung von Gen6-Batteriezellen erzielt. Diese bieten eine um 20 % höhere Energiedichte und ermöglichen eine Steigerung der Reichweite um bis zu 30 %.

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Für das Modell i3 50 xDrive wird eine WLTP-Reichweite zwischen 758 und 912 Kilometern angegeben, wobei der Energieverbrauch zwischen 13,4 und 16,1 kWh pro 100 Kilometer liegt. Die Ladeinfrastruktur des Fahrzeugs unterstützt eine Ladeleistung von 350 kW. Damit können unter optimalen Bedingungen innerhalb von weniger als 10 Minuten genug Energie für eine Strecke von 300 Kilometern geladen werden; andere Leistungswerte stellen sogar 400 Kilometer Reichweite nach einer Ladezeit von 10 Minuten in Aussicht.

Regionale Wertschöpfung und Nachhaltigkeit

Die Produktion des i3 ist eng in ein regionales Netzwerk von Komponentenwerken eingebunden. Die Hochvoltbatterien für die Fertigung in München werden aus Irlbach-Straßkirchen zugeliefert. Die Elektromotoren stammen aus dem BMW-Werk im österreichischen Steyr, während das Gehäuse für den Elektroantrieb im Werk Landshut gefertigt wird.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Nachhaltigkeit der Antriebstechnik. Die im i3 verbauten Elektromotoren kommen ohne den Einsatz von seltenen Erden aus. Diese Strategie soll die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen verringern und die Umweltbilanz der Fahrzeuge verbessern.

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Markteinführung und Produktionsvolumen

Der Hochlauf des i3 erfolgt vor dem Hintergrund solider Absatzzahlen des ersten Modells der Neuen Klasse. Für den iX3 liegen bereits über 50.000 Bestellungen vor, und eine entsprechende Anzahl von Einheiten wurde bereits produziert. Mit dem nun gestarteten i3 will BMW diese Dynamik im Volumensegment der Mittelklasse-Limousinen fortsetzen. Die Auslieferungen an Kunden sollen noch im Laufe der zweiten Jahreshälfte beginnen.

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