Blutzucker-Stabilität, Herzinfarktrisiko

Blutzucker-Stabilität: 42% weniger Herzinfarktrisiko bei Prädiabetes

Veröffentlicht am: 28.06.2026 um 12:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studie belegt 42 Prozent weniger Herzrisiko durch stabile Blutzuckerwerte. Politik plant gestaffelte Zuckersteuer für 2028.

Zuckerdebatte: Neue Studien und Zuckersteuer ab 2028
Eine Nahaufnahme von Händen, die ein Glas Wasser und ein Stück Obst halten, mit einem verschwommenen Hintergrund einer Küche. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Neue Studien, Warnungen vor Zusatzstoffen und die geplante Zuckersteuer verändern die Perspektive.

Die richtige Kombination macht den Unterschied

Ernährungsmediziner raten: Süßes nie allein essen. Die Kombination mit Proteinen, Fetten oder Ballaststoffen verzögert die Zuckeraufnahme ins Blut und mildert die Insulinausschüttung. Dr. Alexandra Dalu betont diesen Effekt als einfache, aber wirksame Strategie gegen Blutzuckerspitzen.

Dazu kommen alternative Ernährungsformen. Low-Carb-Rezepte wie Blumenkohl-Burger reduzieren Kohlenhydrate. Und Tee aus getrockneten Guavenblättern? Ihm werden regulierende Effekte auf den Blutzucker zugeschrieben – dank Flavonoiden und Tanninen, die auch die Fettaufnahme hemmen sollen.

42 Prozent weniger Herzrisiko

Eine Studie vom Juni 2026 zeigt die dramatischen Effekte stabiler Glukosewerte. Bei Prädiabetes senkt die Stabilisierung das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall um 42 Prozent. Das allgemeine kardiovaskuläre Risiko sinkt sogar um 58 Prozent. Auch eine moderate Reduktion des Viszeralfetts verringert das Diabetesrisiko signifikant.

Doch Vorsicht vor Extremen: Eine Untersuchung des Dasman Diabetes Institute, vorgestellt auf dem Kongress ENDO 2026, zeigt, dass totaler Zuckerverzicht bei fettarmer Ernährung die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen kann. Die Folge: Entzündungen in Darm und Leber sowie Anzeichen von Insulinresistenz. Auch zu wenig Zucker kann den Stoffwechsel negativ beeinflussen.

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Warnung vor Slush-Ice-Getränken

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt im Juni 2026 vor Glycerin (E 422) in Slush-Ice-Getränken. Schon weniger als 200 Milliliter können bei Kindern die therapeutisch wirksame Dosis überschreiten. Kopfschmerzen, Übelkeit und Benommenheit sind mögliche Folgen. Die EFSA hatte bereits im März 2026 eine akute Referenzdosis festgelegt.

Auch bei Abnehm-Medikamenten gibt es neue Erkenntnisse. Eine Analyse von über 438.000 Patienten in JAMA Otolaryngology zeigt: GLP-1-Präparate erhöhen das Risiko für Geruchs- und Geschmacksstörungen um 38 Prozent – bei insgesamt geringem absolutem Risiko. Gleichzeitig wird diesen Mitteln und SGLT2-Inhibitoren ein Potenzial zur Senkung des Alzheimer-Risikos zugeschrieben.

Zuckersteuer kommt 2028

Die Politik zieht Konsequenzen: Eine gestaffelte Zuckersteuer auf gesüßte Getränke ist für 2028 geplant. Ab fünf Gramm Zucker pro 100 Millilitern soll die Abgabe greifen. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) befürwortet den Schritt als notwendige Verhältnisprävention. Kritiker sprechen von Bevormundung.

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Die Stiftung Warentest zeigt zudem qualitative Unterschiede im Getränkemarkt. Während Discounter-Produkte und einige Marken-Limonaden gut abschnitten, fielen andere durch Schadstoffbelastungen wie Chlorat auf. Transparente Kennzeichnung bleibt gefordert – für fundierte Entscheidungen im Sinne der Stoffwechselgesundheit.

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