Blutsenkung: iSED-Technologie verlängert Probenzeit von 4 auf 28 Stunden
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 06:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine neue, von Fachkollegen begutachtete wissenschaftliche Untersuchung bestätigt, dass die sogenannte iSED-Technologie des Medizintechnikunternehmens ALCOR Scientific die traditionelle Frist für die Bestimmung der Blutsenkungsgeschwindigkeit überwindet.
Wie das Unternehmen in einer Mitteilung vom 17. September 2026 bekannt gab, adressieren die Ergebnisse eine langjährige logistische Herausforderung in der klinischen Labordiagnostik. Bislang galt für Blutproben bei herkömmlichen Verfahren ein enges Zeitfenster von maximal vier Stunden, bevor Qualitätsverluste verlässliche Messwerte erschwerten.
Die im Fachjournal Diagnostics (2026;16(16):2648) veröffentlichte Arbeit stammt von den Autoren Koshy, Lamazares, Evans und Jortani. Die Untersuchung wurde an zwei Krankenhausstandorten durchgeführt und verfügte über entsprechende Genehmigungen der zuständigen institutionellen Prüfungskommissionen (IRB). Finanziert wurde das wissenschaftliche Projekt von ALCOR Scientific selbst.
Deutlich erweitertes Zeitfenster für Laborabläufe
Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Stabilität von Blutproben, die zur Messung der Blutsenkungsgeschwindigkeit (ESR) vorgesehen sind. Die Messdaten belegen, dass entsprechende Proben auf den iSED-Analysegeräten bei Raumtemperatur über einen Zeitraum von bis zu 28 Stunden stabil bleiben. Wird die Probe gekühlt gelagert, verlängert sich diese Stabilitätsdauer sogar auf bis zu 48 Stunden.
Im Vergleich zur klassischen Westergren-Methode, die als Referenzverfahren eine Stabilitätsgrenze von vier Stunden bei Raumtemperatur vorschreibt, bedeutet dies eine wesentliche Erleichterung: Die ermittelte Stabilitätsdauer bei Raumtemperatur ist siebenmal länger als die der Westergren-Vorgabe.
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Dieser Zeitgewinn bietet insbesondere für dezentrale Entnahmestellen und Transportwege in Großlabore deutliche logistische Spielräume, da der Druck zur sofortigen Weiterverarbeitung sinkt.
Schnelle Resultate in der klinischen Praxis
Neben der längeren Haltbarkeit der Proben hebt die Publikation auch das Tempo des Verfahrens hervor. Laut den Studienergebnissen liegt das finale Messergebnis auf den iSED-Systemen in unter 20 Sekunden vor. Damit verkürzt sich die Wartezeit auf Entzündungsparameter im Vergleich zu konventionellen Methoden, bei denen die Sedimentation der Erythrozyten oft bis zu einer Stunde in Anspruch nimmt, erheblich.
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Die Kombination aus verlängerter Probenhaltbarkeit und schneller Messung könnte den Workflow in Notaufnahmen und Zentrallaboren spürbar entzerren. Fehlmessungen oder Wiederholungsentnahmen aufgrund überschrittener Transportfristen ließen sich damit nach Angaben der Studienautoren wirksam verringern.
