Blut-Biomarker bei Alzheimer: %p-tau217 zeigt verlässliche Zusammenhänge
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 00:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, ist weltweit nicht gleichmäßig verteilt. Um die regionalen Unterschiede und zugrundeliegenden Einflussfaktoren systematisch zu erforschen, hat die University of Michigan School of Public Health eine Förderung in Höhe von 3,2 Millionen US-Dollar vom National Institute on Aging erhalten, wie aus einem Bericht vom 13. Oktober 2026 hervorgeht. Das internationale Forschungsprojekt widmet sich der Harmonisierung von Gedächtnis- und Denktests älterer Erwachsener aus 20 Ländern.
Im Zentrum der Untersuchungen steht die Frage, wie sich Faktoren wie Bildung, Herzgesundheit, soziale Isolation und Depression auf den kognitiven Abbau auswirken.
Fünfjährige Förderperiode für harmonisierte Testverfahren
Die finanzielle Zuwendung sichert eine neue fünfjährige Förderperiode der University of Michigan School of Public Health, die von April 2026 bis März 2031 läuft. Bereits Anfang 2026 war die erste fünfjährige Projektphase abgeschlossen worden.
Methodisch stützt sich die Initiative auf das vom National Institute on Aging etablierte Harmonized Cognitive Assessment Protocol, das darauf abzielt, kognitive Testergebnisse über unterschiedliche Sprachräume, Kulturen und Gesundheitssysteme hinweg international vergleichbar zu machen.
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Verlässlichkeit von Blut-Biomarkern über ethnische Gruppen hinweg
Parallel zu populationsbasierten Erhebungen gewinnt die präzise biologische Diagnostik an Bedeutung. Eine Untersuchung der USC Keck School of Medicine, die im Fachjournal JAMA Neurology publiziert und am 13. Oktober 2026 öffentlich aufgegriffen wurde, liefert hierzu umfassende Daten.
Die Wissenschaftler analysierten Daten von 15.612 kognitiv unbeeinträchtigten Erwachsenen im Alter von 55 bis 80 Jahren an 106 Standorten in Asien, Australien, Europa und Nordamerika. Die Probanden wurden im Rahmen des Screenings für die AHEAD 3-45-Studie untersucht, in der der Wirkstoff Lecanemab getestet wird.
Die Ergebnisse bestätigen die Zuverlässigkeit von Blut-Biomarkern über diverse ethnische Gruppen hinweg. Zwar lagen die gemessenen Werte des Biomarkers %p-tau217 bei asiatischen und schwarzen Probanden niedriger als bei weißen Teilnehmenden sowie bei hispanischen Probanden niedriger als bei nicht-hispanischen Erwachsenen, doch blieb der biologische Zusammenhang stabil.
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Höhere %p-tau217-Werte gingen über alle untersuchten Gruppen hinweg konsistent mit einem höheren Nachweis von Hirnamyloid in PET-Scans einher. Zudem wiesen Träger des Risikogens APOE-?4 durchgehend höhere %p-tau217-Werte auf, unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit.
Teilnehmende des Screenings, die sich nicht für die AHEAD 3-45-Studie qualifizierten, werden im Rahmen der sogenannten APEX-Studie weiter beobachtet. Finanziert wurden die Arbeiten der USC Keck School of Medicine unter anderem durch Fördermittel der National Institutes of Health (R01 AG095009 und R01 AG061848), das NIA-Projekt U24 AG057437 sowie Zuwendungen des Pharmaunternehmens Eisai, der Alzheimer's Association und der GHR Foundation.
