Bitcoin, Transaktion

Bitcoin: Erste quantenresistente Transaktion auf Mainnet gelungen

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 04:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

StarkWare zeigt mit 3,1 BTC eine quantenresistente Bitcoin-Übertragung ohne Fork, doch hohe Gebühren bremsen die Nutzung im Alltag.

StarkWare demonstriert quantensichere Bitcoin-Transaktion im Mainnet
Modernes Rechenzentrum mit dunklen Serverracks und blauer LED-Beleuchtung als Symbol für kryptografische Sicherheit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Kryptografie-Spezialist StarkWare hat einen Meilenstein in der Sicherung digitaler Vermögenswerte gegen künftige Bedrohungen durch Quantencomputer vermeldet.

Am 26. August 2026 gelang es dem Forscher Avihu Levy, die erste quantenresistente Bitcoin-Transaktion auf dem Mainnet durchzuführen. Die Übertragung wurde unter Anwendung der sogenannten QSB-Methode (Quantum-Safe Bitcoin) realisiert und im Block 964,199 über den Mining-Dienst MARA Slipstream erfolgreich abgebaut.

Technischer Durchbruch durch Signature Grinding

Bei der am 26. August 2026 durchgeführten Transaktion wurden insgesamt 3,1 BTC transferiert. Das Besondere an der QSB-Methode ist der Einsatz von „Signature Grinding“. Dabei werden Millionen von Signaturkandidaten generiert, um sicherzustellen, dass gefährdete Schlüsselmaterialien nicht im öffentlichen Mempool sichtbar werden.

Zusätzlich führt das Verfahren eine neue Form der Hash-Autorisierung ein. Diese soll verhindern, dass unbefugte Übertragungen stattfinden, selbst wenn Angreifer bereits in den Besitz der privaten Schlüssel gelangt sind.

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Wie aus Berichten der Starknet Foundation vom 27. August 2026 hervorgeht, schützt dieser Mechanismus Coins durch die Verwendung versteckter öffentlicher Schlüssel. Dies ist besonders relevant für die Sicherheit des Netzwerks, da Schätzungen zufolge derzeit rund 7 Millionen BTC als exponiert und damit potenziell anfällig für künftige Quanten-Angriffe gelten.

Sicherheit unter bestehenden Netzwerkregeln

Ein zentraler Aspekt der QSB-Methode ist ihre Kompatibilität mit dem aktuellen Bitcoin-Protokoll. Die Forscher von StarkWare konnten nachweisen, dass quantensichere Ausgaben möglich sind, ohne dass ein sogenannter Fork – eine Aufspaltung oder grundlegende Änderung der Netzwerkregeln – erforderlich ist. Das Hauptziel der Entwicklung bestand darin, das Risiko einer Lähmung verwundbarer Bestände zu minimieren.

Trotz des Erfolgs wies die Führungsebene von StarkWare darauf hin, dass die Methode derzeit noch keine Standardlösung darstellt. Die Kosten für eine solche Transaktion liegen mit 75–150 USD deutlich über den üblichen Gebühren, was eine breite Anwendung im Alltag erschwert.

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Der CEO von StarkWare erklärte hierzu, die Transaktion belege zwar die Machbarkeit von Quantensicherheit ohne Fork, betonte jedoch gleichzeitig, dass eine langfristige Protokoll-Lösung in Form eines Soft Forks weiterhin notwendig sei, um den Schutz im gesamten Netzwerk zu standardisieren.

Marktreaktion und wirtschaftliche Einordnung

Die Ankündigung der erfolgreichen Transaktion stieß am Markt auf Interesse. In der Folge stieg der Kurs des STRK-Tokens um rund 4,5 % auf einen Wert von 0,027 USD.

Obwohl die technologische Demonstration zeigt, dass individuelle Nutzer ihre Bestände bereits heute gegen künftige kryptografische Bedrohungen absichern könnten, bleibt die Skalierbarkeit der QSB-Methode aufgrund der hohen Kosten und der manuellen Komplexität begrenzt.

Die Branche blickt nun verstärkt auf die Weiterentwicklung des Bitcoin-Protokolls, um die von StarkWare gezeigten Sicherheitsvorteile kosteneffizienter für alle Teilnehmer zugänglich zu machen.

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