Biotech-Börsengänge, Kandidaten

Biotech-Börsengänge 2026: Zwei neue Kandidaten für Alterserkrankungen

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 08:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Retension und TRex Bio reichen SEC-Unterlagen für Nasdaq-Pläne ein. Ihre Wirkstoffprogramme befinden sich noch in klinischer Entwicklung.

Retension und TRex Bio beantragen US-Börsengänge
Ein modernes, steriles Labor für biotechnologische Forschung mit wissenschaftlichen Glasgeräten auf einer Arbeitsfläche. Illustration mit AI erstellt.

Retension Pharmaceuticals und TRex Bio haben ihre Unterlagen für Börsengänge in den USA bei der Börsenaufsicht SEC eingereicht, wie Reuters in einem Bericht vom 18. September 2026 meldete.

Die beiden Unternehmen stehen für unterschiedliche Ansätze in der Arzneimittelentwicklung, verbindet sie aber der Weg an die Nasdaq zu einem Zeitpunkt, an dem Biotech-Börsengänge nach Einschätzung von Marktbeobachtern widerstandsfähiger gegenüber makroökonomischen Störfaktoren erscheinen als andere Sektoren.

Retension Pharmaceuticals setzt auf Bluthochdruck-Kandidaten

Retension Pharmaceuticals, mit Sitz in Falls Church, Virginia, und 2023 gegründet, hat laut einem Bericht von Marketwatch vom 18. September 2026 einen Antrag für ein Nasdaq-Listing unter dem Ticker RTSN gestellt. Angaben zu Aktienzahl oder Preisspanne fehlen bislang. Nach Informationen von Renaissance Capital vom selben Tag beziffert das Unternehmen das angestrebte Emissionsvolumen auf bis zu 58 Millionen US-Dollar.

Im Zentrum der Pipeline steht der Wirkstoffkandidat RTN-001, der sich in einer Phase-2b-Studie zur Behandlung von Bluthochdruck befindet. Ergebnisse werden laut Marketwatch in der ersten Hälfte des Jahres 2027 erwartet.

Finanziell weist Retension für die erste Hälfte des Jahres 2026 einen Nettoverlust von 7,5 Millionen US-Dollar aus, nach 1,9 Millionen US-Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum – ein Anstieg, der auf die fortschreitenden klinischen Aktivitäten zurückzuführen sein dürfte. Als Bookrunner des Börsengangs fungieren laut Renaissance Capital die Investmentbanken Leerink, Guggenheim und Oppenheimer.

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TRex Bio verfolgt Immuntherapien mit Lilly als Partner

TRex Bio mit Sitz in South San Francisco, gegründet 2018, hat ebenfalls einen SEC-Antrag eingereicht und peilt ein Listing unter dem Ticker TRXB an. Auch hier liegen laut Marketwatch noch keine Angaben zu Preis oder Aktienzahl vor. Renaissance Capital beziffert das angestrebte Emissionsvolumen auf bis zu 100 Millionen US-Dollar – deutlich mehr als bei Retension.

Die Pipeline von TRex Bio umfasst zwei Kandidaten: TRB-061, ein TNFR2-Agonist, befindet sich in einer Phase-1b-Studie zur Behandlung von atopischer Dermatitis, wobei Daten laut Renaissance Capital Mitte 2027 erwartet werden.

Der zweite Kandidat, TRB-071, richtet sich gegen CD30 und soll für die Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (IBD) in der ersten Hälfte des Jahres 2027 in eine Phase-1-Studie gehen. Der Nettoverlust des Unternehmens für die erste Jahreshälfte 2026 lag laut Marketwatch bei 11,6 Millionen US-Dollar, umgerechnet 6,23 US-Dollar je Aktie.

Bemerkenswert ist die Beteiligung von Eli Lilly, das laut Renaissance Capital sowohl als Investor als auch als Partner von TRex Bio auftritt. Für den Börsengang zeichnen J.P. Morgan und Evercore ISI als Bookrunner verantwortlich.

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Marktumfeld für Biotech-IPOs

Laut Matt Kennedy von Renaissance Capital, zitiert in dem Reuters-Bericht vom 18. September 2026, zeigen sich Biotech-Börsengänge widerstandsfähiger gegenüber makroökonomischen Belastungsfaktoren wie dem Iran-Krieg oder Störungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz als andere Branchensegmente.

Die parallele Einreichung von Retension Pharmaceuticals und TRex Bio deutet darauf hin, dass Investoren trotz unsicherer gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen weiterhin bereit sind, in klinische Entwicklungsprogramme mit noch offenem Ausgang zu investieren – sei es im Bereich kardiovaskulärer Erkrankungen wie bei Retension oder bei entzündlichen Immunerkrankungen wie im Fall von TRex Bio.

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