Biosimilar-Produktion: Sandoz eröffnet Anlage mit mehr als 300 Beschäftigten
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 10:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sandoz hat in Lendava, Slowenien, ein hochvolumiges Biosimilar-Wirkstoffzentrum eröffnet, das mehr als 300 Beschäftigte umfasst. Die neue Anlage soll nach Angaben des Unternehmens die europäische Produktionsbasis stärken und die Versorgungssicherheit mit Biosimilars auf dem Kontinent verbessern.
Ergänzung zum bestehenden Produktionsnetzwerk
Der neue Standort in Lendava fügt sich in ein bereits bestehendes Produktionsnetzwerk von Sandoz ein. Die Anlage ergänzt demnach die kontinuierliche Produktion am Standort Toulouse sowie geplante Fed-Batch-Kapazitäten, die in Ljubljana aufgebaut werden sollen. Damit verteilt Sandoz seine Biosimilar-Herstellung auf mehrere europäische Standorte mit unterschiedlichen Produktionsverfahren.
Wie Sandoz mitteilte, soll die Hochvolumenanlage in Lendava die eigene Produktionskapazität und die Flexibilität im europäischen Netzwerk erhöhen. Damit reagiert das Unternehmen auf den wachsenden Bedarf an Biosimilars, die als kostengünstigere Alternativen zu biologischen Originalpräparaten gelten und zunehmend eine Rolle in der Versorgung chronisch kranker und älterer Patienten spielen.
Teil einer langfristigen Wachstumsstrategie
Die Eröffnung des Werks in Lendava ist Teil des sogenannten Bio100-Ziels von Sandoz. Bis zum Jahr 2040 will das Unternehmen sein Portfolio auf mehr als 100 Biosimilar-Wirkstoffe ausbauen. Wie aus einem Bericht hervorgeht, hatte Sandoz sein Bio100-Vorhaben zuvor bereits an einem Capital Markets Day vorgestellt; zum damaligen Zeitpunkt umfasste das vermarktete Portfolio des Unternehmens 13 Biosimilars.
Die Strategie setzt laut diesem Bericht auf eine Kombination aus interner Entwicklung, Partnerschaften mit externen Firmen sowie der Erschließung komplexerer beziehungsweise nächster Generationen von Biologika.
Zugleich wird darauf hingewiesen, dass Umsetzung und Markterfolg eines solchen Vorhabens mit Investitions-, Zulassungs- und Wettbewerbsrisiken verbunden sind – Faktoren, die bei einem derart langfristigen Ausbauziel naturgemäß eine Rolle spielen.
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Einblicke vor Ort geplant
Interessierte sollen sich künftig ein genaueres Bild von den Investitionen machen können: Sandoz plant für den 9. und 10. November 2026 einen Site Visit in Slowenien, bei dem die neuen Kapazitäten vor Ort besichtigt werden können.
Einordnung in den Biosimilar-Markt
Die Investition in Lendava reiht sich in eine Reihe von Entwicklungen ein, die zeigen, dass Hersteller von Biosimilars ihre Produktionskapazitäten in Europa derzeit ausbauen.
Da Biosimilars als preisgünstigere Alternativen zu biologischen Arzneimitteln gelten, die etwa in der Onkologie oder bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen eingesetzt werden, wirkt sich eine gesicherte und flexible Produktionsbasis unmittelbar auf die Verfügbarkeit dieser Präparate für Patientinnen und Patienten aus.
Biologika-Originalpräparate belasten die europäischen Gesundheitssysteme, während Biosimilars als preisgünstigere Alternativen an Bedeutung gewinnen. Der Ausbau europäischer Fertigungskapazitäten soll die Versorgungssicherheit stärken — dieser kostenlose Report zeigt, welche Standorte und Verfahren relevant sind und wie sich Lieferkettenrisiken für Investoren einordnen lassen. Report zur Versorgungssicherheit sichern
Gerade für ältere Menschen, die häufiger auf eine kontinuierliche Versorgung mit biologischen Therapien angewiesen sind, kann eine stabilere europäische Lieferkette langfristig von Bedeutung sein.
Mit dem neuen Standort in Lendava positioniert sich Sandoz als einer der Akteure, die ihre Fertigungskapazitäten in Europa gezielt ausbauen, um dem angekündigten Wachstumsziel bis 2040 eine industrielle Grundlage zu geben.
