Bioökonomie und Tropenwälder: Jan Börner zeigt Zielkonflikte globaler Lieferketten
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 05:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Rahmen der Internationalen Bioeconomy Economics Conference an der Universität Passau befassten sich Experten Ende September 2026 mit den ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Wirtschaftsweise.
Die von Dr. Terese Venus organisierte Veranstaltung in der Innstraße 27 widmete sich der Analyse von Chancen, die sich durch den Übergang zu einem bio-basierten Wirtschaftssystem ergeben, sowie den damit verbundenen transformativen Prozessen.
Klimaschutz und globale Ressourcen im Fokus der Forschung
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Bioökonomie umfasst verschiedene ökologische und ökonomische Dimensionen. Am 28. September 2026 eröffnete die Universität Passau die Konferenz für ein breites Publikum.
Im Zentrum der ersten Fachvorträge stand die Rolle der Bioökonomie als Instrument für den Klimaschutz. Prof. Daniela Thrän erläuterte in ihrem Beitrag, inwiefern bio-basierte Ansätze als Wegbereiter für die Minderung von Treibhausgasemissionen dienen können.
Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz lag auf der globalen Perspektive der Ressourcennutzung. Am Vormittag des 29. September 2026 thematisierte Prof. Jan Börner das Spannungsfeld zwischen der Bioökonomie und dem Erhalt tropischer Wälder. Die Forschungsergebnisse verdeutlichten die Komplexität internationaler Lieferketten und die Notwendigkeit, nachhaltige Wirtschaftsformen mit dem Schutz kritischer Ökosysteme in Einklang zu bringen.
Transformation von Innovationssystemen und ökonomische Strukturen
Die strukturelle Veränderung von Wirtschaftsbereichen wurde am 30. September 2026 theoretisch eingeordnet. Prof. Nicolas Befort befasste sich in seinem Fachvortrag mit der Transformation von Innovationsökosystemen. Dabei wurde dargelegt, wie sich bestehende Netzwerke aus Forschung, Industrie und Politik wandeln müssen, um bio-basierte Innovationen erfolgreich in den Markt zu integrieren. Die Analyse zielte darauf ab, die Dynamiken zu verstehen, die eine umfassende wirtschaftliche Umstellung ermöglichen oder hemmen.
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Dialog zwischen Politik, Praxis und Forschung
Neben der rein akademischen Betrachtung bot die Konferenz eine Plattform für den Austausch zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren. Am Nachmittag des 29. September 2026 fand eine Podiumsdiskussion statt, die unterschiedliche Perspektiven auf die Bioökonomie zusammenführte. Teilnehmer der Runde waren Vertreter des Bayerischen Wirtschaftsministeriums sowie Mitglieder des Sachverständigenrats Bioökonomie Bayern.
Die Diskussion beleuchtete auch die praktischen Herausforderungen für Unternehmen und die Einbindung der jüngeren Generation. So brachten Vertreter von Rottal Hanf sowie ein EU Bioeconomy Youth Ambassador ihre Erfahrungen in die Debatte ein.
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Im Fokus standen dabei die regulatorischen Rahmenbedingungen in Bayern und der Europäischen Union sowie die Anforderungen an die landwirtschaftliche Produktion und Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe.
Die Veranstaltung verdeutlichte, dass für eine erfolgreiche Bioökonomie eine enge Verzahnung von politischer Steuerung, unternehmerischer Initiative und wissenschaftlicher Begleitung erforderlich ist.
