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Billige Smartphones: Gefälschte Geräte können Schadsoftware ab Werk enthalten

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 19:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Jet-CSIRT-Analyst Jantschew nennt verdächtige Kontobewegungen und Phishing-Links; Roskatschestwo warnt vor Schadsoftware in gefälschten Smartphones.
Ein minimalistisch eingerichteter, leerer Schreibtisch in einem dunklen Raum bei Dämmerung mit abstraktem Stadtlicht im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt.

Unbekannte Anwendungen auf dem Bildschirm, verdächtige Anmeldeversuche bei Nutzerkonten oder Aktionen, die ohne Zutun des Eigentümers ablaufen: Solche Auffälligkeiten gelten als deutliche Hinweise darauf, dass ein Smartphone erfolgreich gehackt wurde.

Wie das russische Medium 360.ru in einem Bericht vom 28. Oktober 2026 darlegte, wies Stanislaw Jantschew, Analyst beim Dienst Jet CSIRT des Unternehmens Infosysteme Jet, auf diese zentralen Anzeichen mobiler Sicherheitsvorfälle hin.

Jantschew ordnete zudem verbreitete Hardware-Probleme ein. Eine rasche Entladung des Akkus, spürbare Verlangsamungen im Betrieb oder eine starke Überhitzung seien keineswegs zwingend Belege für Schadsoftware.

Häufig lägen die Ursachen schlicht in natürlichem Verschleiß oder in anspruchsvollen, ressourcenintensiven Programmen. Sollten diese Leistungsprobleme jedoch plötzlich und gemeinsam mit weiteren verdächtigen Symptomen auftreten, sei eine gründliche Überprüfung des Mobilgeräts ratsam.

Verdächtige Datenströme und manipulierte Einstellungen

Ergänzend zu diesen Beobachtungen erläuterte Jantschew im Rahmen seiner Funktion beim Dienst für proaktive Überwachung externer digitaler Bedrohungen weitere typische Verhaltensmuster kompromittierter Geräte. Laut Berichten von news.ru und smi2.ru vom 28. Oktober 2026 gehören hierzu ein anormal hoher Datenverbrauch sowie unbefugte Logins in Online-Konten.

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Ebenso zählten unbemerkte Aktionen des Geräts, der ungewollte Versand von Mitteilungen oder eigenmächtige Modifikationen an den Sicherheitseinstellungen zu den Alarmzeichen. Nutzer sollten zudem aufmerksam werden, wenn unvermittelt Pop-up-Werbung auf dem Display erscheint oder Kamera und Mikrofon verdächtige Hintergrundaktivitäten aufweisen.

Als primäre Ursache für derartige Sicherheitsvorfälle auf Mobilgeräten nannte Jantschew bei Jet CSIRT manipulierte Phishing-Links, die Nutzer über Nachrichten oder E-Mails erreichen.

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Um den unbefugten Zugriff auf Konten wirksam abzuwehren, empfahl der Sicherheitsexperte die konsequente Einrichtung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung. Nach Angaben aus Spezialistenberichten blockiere dieses Verfahren über 99 % automatisierter unbefugter Zugriffsversuche auf persönliche Accounts ab.

Risiken durch günstige Plagiate

Gefahren für mobile Endgeräte gehen jedoch nicht ausschließlich von nachträglich installierter Software aus. Georgij Tara?ev, stellvertretender Leiter des Zentrums für digitale Expertise bei der Organisation Roskatschestwo, wies laut einem Bericht von news.ru vom 28. Oktober 2026 darauf hin, dass auch die Hardware selbst Risiken bergen könne.

Demnach besteht bei gefälschten, billigen chinesischen Smartphones die Gefahr, dass diese bereits ab Werk Schadsoftware enthalten, die gezielt persönliche Daten sammelt. Verbraucher sollten daher sowohl bei der Wahl ihrer Geräte als auch bei verdächtigen Systemaktivitäten Vorsicht walten lassen.

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