Bettwäsche, Grad

Bettwäsche waschen: 40 Grad reichen meist, 60 Grad bei Allergien und Milben

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 11:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Alltagsrisiko durch Keime auf Kleidung gilt für gesunde Menschen als gering; bei Betttextilien zählen passende Waschtemperaturen und Intervalle.

Alltagskleidung und Bettwäsche: Was über Keime und Hygiene bekannt ist
Frisch gewaschene, ordentlich zusammengelegte weiße Bettwäsche auf einer hölzernen Oberfläche im hellen Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

In vielen Haushalten stellt sich die Frage, welches gesundheitliche Risiko von getragener Alltagskleidung ausgeht. Wie aus einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) vom 26. September 2026 hervorgeht, fehlen bislang verlässliche wissenschaftliche Untersuchungen darüber, ob und wie häufig Krankheitserreger tatsächlich über Strassenkleidung übertragen werden.

Zwar bieten Textilien mikrobiologischen Organismen durchaus Raum: Bakterien und Pilze können sich auf Geweben vermehren, während Viren an den Fasern anhaften und unter Umständen tagelang infektiös bleiben können.

Geringe Gefahr für Menschen mit intaktem Immunsystem

Trotz des theoretischen Nachweises von Erregern auf Textilfasern ist das reale Ansteckungsrisiko im Alltag begrenzt. Der Mikrobiologe Markus Egert erläuterte in diesem Kontext, dass eine Übertragung von Keimen über die Strassenkleidung auf das Bett zwar theoretisch möglich sei.

Für gesunde Personen mit einem intakten Abwehrsystem stellen die allermeisten dieser Mikroorganismen jedoch keine Gefahr dar. Damit Krankheitserreger überhaupt eine Infektion auslösen können, müssen sie in der Regel über offene Wunden oder über die Schleimhäute des Mundes in den Organismus gelangen.

Besondere Vorsichtsregeln gelten allerdings für spezifische Berufsgruppen. Laut dem NZZ-Bericht ist erhöhte Aufmerksamkeit bei der Arbeitskleidung von medizinischem Personal sowie von Landwirten geboten.

Auch bei Strassenschuhen ist Zurückhaltung ratsam, insbesondere dann, wenn Kleinkinder im Wohnraum auf dem Boden spielen. Als wirksamste Schutzmassnahme hebt der Bericht dabei nicht den häufigen Kleiderwechsel hervor, sondern das regelmässige und gründliche Händewaschen.

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Waschtemperaturen und Intervalle bei Heimtextilien

Neben der getragenen Kleidung stehen regelmässig auch Textilien im Schlafbereich im Fokus von Hygieneabwägungen. Nach Angaben des Fachportals wohnwandel.ch vom 25. September 2026 reichen für Standardbettwäsche aus Baumwolle oder Mischgewebe üblicherweise Waschtemperaturen von 40 Grad Celsius aus.

Eine Erhöhung auf 60 Grad Celsius sei vor allem bei vorliegenden Allergien, Milbenbefall oder bestimmten Krankheitserregern angezeigt – vorausgesetzt, das jeweilige Textilpflegeetikett lässt diese Temperatur zu.

Empfindliche Materialien wie Seide sollten in der Regel lediglich bei 30 Grad Celsius gewaschen werden, da Seide, Satin und Mikrofaser durch übermässige Hitze Schaden nehmen können. Beim Wechselintervall wird ein Turnus von einer bis zwei Wochen empfohlen.

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Dieser Rhythmus deckt sich mit Hinweisen des Portals express.de, das in einem Bericht vom 25. September 2026 ebenfalls einen Wechsel alle ein bis zwei Wochen empfiehlt. Für Personen mit einer Hausstaubmilbenallergie wird dort zu einem wöchentlichen Bezugswechsel und – sofern das Pflegeetikett dies erlaubt – zu einer Wäsche bei 60 Grad Celsius geraten.

Pflege von Kissen, Decken und Matratzen

Über die Bettwäsche hinaus erfordern auch andere Elemente der Schlafumgebung eine periodische Reinigung. Wie express.de unter Berufung auf den Allergieinformationsdienst berichtet, sollten waschbare Kissen und Bettdecken im Falle einer Allergie rund alle drei Monate bei 60 Grad Celsius gereinigt werden. Das Umweltbundesamt rät generell dazu, solche Textilien mehrmals pro Jahr zu waschen.

Für abnehmbare Matratzenbezüge empfiehlt sich als Faustregel die einmal jährliche Wäsche unter strikter Beachtung der jeweiligen Herstellerhinweise. Die Oberfläche der Matratze kann bei Bedarf etwa einmal im Monat trocken abgesaugt werden.

Um Materialschäden zu vermeiden, darf der Matratzenkern nicht durchnässt werden. Nach einem Zeitraum von etwa acht bis zehn Jahren sollte eine Matratze, abhängig von ihrem Gesamtzustand, vollständig ersetzt werden.

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