Betrugswelle, Feiertag

Betrugswelle vor dem Feiertag: Behörden warnen vor immer raffinierteren Maschen

15.05.2026 - 06:23:04 | boerse-global.de

Kriminelle nutzen KI für täuschend echte Identitätsdiebstähle und Malware-Angriffe. Unternehmen erhöhen ihre IT-Sicherheitsbudgets als Reaktion.

Betrugswelle vor dem Feiertag: Behörden warnen vor immer raffinierteren Maschen - Foto: über boerse-global.de
Betrugswelle vor dem Feiertag: Behörden warnen vor immer raffinierteren Maschen - Foto: über boerse-global.de

Immer mehr Bürger und Unternehmen geraten ins Visier von Kriminellen – die Methoden werden professioneller, die Schäden größer.

Polizei, Verbraucherschützer und IT-Sicherheitsfirmen schlagen Alarm: Kurz vor dem Memorial-Day-Wochenende in den USA häufen sich Betrugsversuche in einem besorgniserregenden Ausmaß. Die Täter setzen zunehmend auf künstliche Intelligenz, um ihre Opfer täuschend echt zu imitieren – ob als angebliche Gerichtsvollzieher, Gemeindebedienstete oder vermeintliche Support-Mitarbeiter.

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Behörden-Identitätsdiebstahl: Wenn der „Richter" per Mail droht

In Northumberland County, Pennsylvania, sorgt eine perfide Masche für Aufsehen. Kriminelle verschicken gefälschte Vorladungen per E-Mail und drohen mit sofortiger Verhaftung, sollte der Empfänger nicht an einer angeblichen Telefonkonferenz teilnehmen. Am Ende steht stets die Forderung nach Geld. „Gerichte fordern niemals Zahlungen telefonisch oder per Mail an", stellt Richterin Paige Rosini klar. Ähnliche Fälle gibt es in Lanesboro, Minnesota, wo der Name des Stadtverwalters für gefälschte Rechnungen missbraucht wird.

Besonders dreist: Im Gem County, Idaho, ermittelt das FBI gegen eine landesweite Bande, die mit gefälschten Baugenehmigungen operiert. Die Täter geben sich als Mitarbeiter der Bauaufsicht aus und verlangen Überweisungen für angebliche Genehmigungen. Dabei gilt: Offizielle Zahlungen werden nur persönlich oder per Post angenommen.

Malware-Alarm: Wenn das Handy zum Spion wird

Die technische Seite der Bedrohung ist nicht weniger alarmierend. Sicherheitsexperten von Sophos haben eine gefährliche Schadsoftware für Apple-Computer identifiziert: den „Atomic macOS Stealer" (AMOS). Verantwortlich für rund 40 Prozent aller macOS-Schutzupdates im Jahr 2025, stiehlt das Programm Passwörter, Kryptogeld-Wallets und sensible Schlüsseldaten aus der Apple-eigenen Keychain.

Noch perfider sind die neuen Android-Bedrohungen. Vier neu entdeckte Banking-Trojaner – RecruitRat, SaferRat, Astrinox und Massiv – zielen auf über 800 Finanz- und Social-Media-Apps ab. Sie verstecken sich nach der Installation und übertragen in Echtzeit den Bildschirminhalt des Opfers. Ein gefälschter Starlink-Download verbreitet zudem die BeatBanker-Malware, die sich inzwischen zur Fernsteuerungssoftware gewandelt hat und mit kaum hörbaren Audiodateien auf dem Gerät überlebt.

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Unternehmen rüsten auf – doch die Lücke bleibt

Die Wirtschaft reagiert. Eine Studie von RSM zeigt: 81 Prozent der Konsumgüterhersteller planen höhere IT-Sicherheitsbudgets. Der Anteil der Firmen, die 16 bis 20 Prozent ihres IT-Etats für Sicherheit ausgeben, hat sich mehr als verdreifacht.

Google hat am 12. Mai mit „Android Intrusion Logging" ein neues Werkzeug für den erweiterten Schutzmodus vorgestellt. Entwickelt mit Amnesty International und Reporter ohne Grenzen, zeichnet es Sicherheitsereignisse auf und erkennt Spionage-Software. Die Daten bleiben verschlüsselt und unter alleiniger Kontrolle des Nutzers.

Für Normalverbraucher bleibt die Zwei-Faktor-Authentifizierung der wichtigste Schutz. Die US-Sicherheitsbehörde CISA empfiehlt zudem Passphrasen statt einfacher Passwörter und spezielle Passwort-Manager. Das Sicherheitsunternehmen KnowBe4 hat am 14. Mai eine kostenlose Plattform namens CAPY gestartet, die über Phishing und Deepfakes aufklärt.

Die Demografie des Betrugs: Wer verliert wie viel?

Die Zahlen zeigen ein klares Muster: Ältere Menschen sind die Hauptziele von Betrug mit hohen Schadenssummen. In Kanada verloren 2024 Menschen ab 60 Jahren durchschnittlich 21.000 kanadische Dollar pro Fall – insgesamt über 179 Millionen Dollar. Investitionsbetrug und Liebesbetrug machen den Großteil aus.

Doch auch Studenten geraten zunehmend ins Visier. Hyper-personalisierte Phishing-Angriffe nutzen gestohlene Zugangsdaten – allein 2025 wurden 3,3 Milliarden solcher Datensätze erbeutet. Die Diskussion über KI-gestützte Cyberangriffe ist in den letzten Monaten um 1.500 Prozent gestiegen.

Ausblick: Der Wettlauf zwischen Schutz und Angriff

Das Jahr 2026 wird geprägt sein vom Wettrüsten zwischen KI-gestützten Angreifern und verbesserten Abwehrsystemen. Während Unternehmen ihre Budgets aufstocken, bleibt die individuelle Vorsicht entscheidend. Das Better Business Bureau rät vor dem Feiertag: Buchungen nur auf offiziellen Seiten, Zahlungen mit Kreditkarte und bei jeder unerwarteten Geldforderung: erst prüfen, dann zahlen.

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