Betrugswelle, Thüringen

Betrugswelle in Thüringen: Seniorin verliert 25.000 Euro

28.06.2026 - 14:48:48 | boerse-global.de

Polizei und Verbraucherschützer warnen vor Schockanrufen, gefälschten Buchungsportalen und Phishing-Mails mit hohen Schäden.

Betrugswelle in Thüringen: Seniorin verliert 25.000 Euro
Betrugswelle - Ein Smartphone zeigt eine betrügerische Webseite, im Hintergrund sind unscharf Hände und Bargeld zu sehen, was Betrug darstellt. 28.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Falsche Mediziner, manipulierte Buchungsportale und Phishing-Mails: Die Polizei Thüringen und Verbraucherschützer schlagen Alarm. Gleich mehrere Betrugsmethoden sorgen derzeit für hohe Schäden.

Seniorin verliert 25.000 Euro durch falsche Klinikmitarbeiter

Ein besonders schwerer Fall ereignete sich am vergangenen Wochenende in Weimar. Eine 83-jährige Frau erhielt einen Anruf von angeblichen Klinikmitarbeitern. Die Täter täuschten einen medizinischen Notfall eines nahen Angehörigen vor und setzten die Seniorin massiv unter Druck. Sie forderten Geld für eine vermeintlich notwendige Behandlung.

Das Opfer übergab den Betrügern 25.000 Euro. Die Polizei warnt erneut vor solchen Schockanrufen. Ihr Rat: Bei Geldforderungen von angeblichen Behörden oder Krankenhäusern stets misstrauisch sein. Besser über offizielle Nummern Rücksprache mit den Angehörigen halten.

Gefälschte Hotelportale: Datenklau beim Buchen

Eine weitere Masche zielt auf Reisende ab. In Steinbach-Hallenberg (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) suchte eine Frau auf einer scheinbar offiziellen Hotelbuchungs-Seite nach einer Stornierungsnummer. Doch die Seite war manipuliert.

Sie folgte einem Link – und schon gelang es Kriminellen, unberechtigt Geld von ihrem PayPal-Konto abzubuchen. Der Schaden liegt bei mehreren hundert Euro. Die Ermittler raten: Vorsicht bei Links in Buchungskontexten. Zusätzliche Sicherheitsfaktoren bei Zahlungsdienstleistern schützen.

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Phishing-Welle: Falsche Steuererstattung lockt mit 2.000 Euro

Parallel zu den Telefon- und Web-Maschen warnt die Verbraucherzentrale vor einer aktuellen Phishing-Welle. Kriminelle versenden E-Mails mit dem Betreff einer angeblichen Steuererstattung für 2026. Den Empfängern werden fast 2.000 Euro versprochen.

Ein Link in der Mail führt jedoch nicht zum offiziellen ELSTER-Portal. Stattdessen landen Nutzer auf einer täuschend echten Kopie der Anmeldeseite. Verbraucherschützer betonen: Steuerbehörden versenden niemals direkte Links zu Erstattungsformularen. Betroffene sollten solche Mails ungelesen in den Spam-Ordner verschieben.

Die Masche ist kein Einzelfall

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Die aktuellen Fälle reihen sich in eine Serie ähnlicher Betrugsdelikte ein. Bereits im Frühjahr gab es etwa im Kreis Paderborn vergleichbare Taten. Dort verlor eine Seniorin einen vierstelligen Betrag an einen angeblichen Sohn. Ein weiterer Versuch, 65.000 Euro zu erbeuten, scheiterte nur, weil echte Familienangehörige auftauchten.

Auch international gehen Behörden gegen solche Netzwerke vor. In Florida deckten Ermittler jüngst ein Netzwerk auf, das Senioren um mehr als 3,5 Millionen Dollar betrogen haben soll. Die Täter gaben sich als falsche Beamte aus. Eine Kurierin wurde zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Die Ermittlungen gegen weitere Hintermänner laufen.

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