Betrugswelle, Wochenende

Betrugswelle am Wochenende: Falsche Handwerker bestehlen Senioren

15.06.2026 - 11:03:02 | boerse-global.de

Kriminelle erbeuten Bargeld und Schmuck durch falsche Polizisten und Handwerker. Gericht entscheidet über Millionenklage gegen Sparkasse.

Betrugswelle: Falsche Handwerker und Polizisten bestehlen Senioren
Betrugswelle - Eine ältere Frau wirkt verunsichert, während sie an ihrer offenen Wohnungstür mit zwei verschwommenen Gestalten spricht. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Täter gaben sich als Handwerker oder Polizisten aus.

Falsche Handwerker in Haan-Gruiten

In Haan-Gruiten traf es eine 93-jährige Frau. Am Samstagnachmittag klingelten zwei Männer an ihrer Wohnung am Marktweg und gaben vor, Handwerker zu sein. Während des Besuchs stahlen sie Bargeld aus der Wohnung.

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Die Täter flüchteten unerkannt. Beide werden als etwa 1,80 Meter groß und athletisch beschrieben, mit kurzen dunklen Haaren. Die Polizei Mettmann bittet um Hinweise unter 02129 9328-6480.

Kommode gestohlen – Täter als Polizisten verkleidet

Fast zeitgleich schlugen Betrüger in Nürnberg zu. In der Heroldstraße gaben sich eine etwa 30-jährige Frau und ein circa 20-jähriger Mann als Polizeibeamte aus. Sie verschafften sich Zugang zur Wohnung einer Seniorin.

Besonders dreist: Die Täter trugen eine komplette Kommode aus der Wohnung. Darin befand sich Gold- und Silberschmuck im Wert von mehreren tausend Euro. Der männliche Tatverdächtige trug ein weißes T-Shirt mit schwarzen Streifen. Die Polizei Nürnberg sucht Zeugen unter 0911 2112-3333.

Sicherheitslücken bei Banken belasten Kunden

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Doch nicht nur falsche Polizisten und Handwerker sind eine Gefahr. Auch Sicherheitslücken bei Finanzinstituten beschäftigen die Justiz.

In Gelsenkirchen fordert eine Sparkassen-Kundin Schadensersatz in Höhe von 391.000 Euro. Nach einem Einbruch in mehrere tausend Schließfächer Ende 2025 verlor sie ihre Vermögenswerte. Die Sparkasse lehnt eine vollständige Entschädigung ab – mit Verweis auf die Verantwortung gegenüber Anteilseignern. Am 9. Juli 2026 entscheidet ein Gericht über die Zulassung der Klage.

Die aktuellen Fälle zeigen: Bei unangekündigten Besuchen von Handwerkern oder Amtspersonen ist Skepsis angebracht. Die Polizei rät, im Zweifel Rücksprache mit der entsprechenden Institution zu halten.

de | wissenschaft | 69543125 |