Betrugsring in Malaysia: 31 Ausländer bei Investmentbetrug festgenommen
Veröffentlicht: 27.06.2026 um 03:48 Uhr, Redaktion boerse-global.de
000 Ringgit verurteilt worden, weil sie ihr Bankkonto für eine betrügerische Kreditvergabe über soziale Medien zur Verfügung stellte.
Priscilla Peter bekannte sich vor dem Magistratsgericht in Kuching schuldig, ihr Konto für illegale Transaktionen genutzt zu haben. Die Anklage lautete auf Verstoß gegen Paragraph 424C(1) des malaysischen Strafgesetzbuchs. Laut Gerichtsakten flossen über ihr Konto insgesamt 13.300 Ringgit – aufgeteilt auf zwei Überweisungen am 12. und 20. Januar 2026.
Das Opfer, ein 38-Jähriger, hatte über eine Social-Media-Anzeige einen Privatkredit gesucht. Nachdem er Geld auf mehrere Konten überwiesen hatte, wurde er von den Tätern bedroht. Kann die Verurteilte die Geldstrafe nicht zahlen, drohen ihr zwei Monate Haft.
Weitere Urteile wegen Kontomissbrauchs in Ostmalaysia
Nur zwei Tage zuvor, am 25. Juni, verhängte das Sessionsgericht in Kota Kinabalu eine ähnliche Strafe: Der 57-jährige Tham Yoo Tead muss ebenfalls 10.000 Ringgit zahlen, weil er sein Konto für unerlaubte Transaktionen in Höhe von 300 Ringgit zur Verfügung stellte – zwischen dem 2. und 15. September 2025.
Das Opfer in diesem Fall hatte 6.500 Ringgit bei nicht lizenzierten Geldverleihern aufgenommen. Trotz Rückzahlungen von 5.140 Ringgit wurde es weiterhin bedrängt – diesmal wegen zusätzlicher 9.160 Ringgit. Tham wurde nach Paragraph 424B des Strafgesetzbuchs angeklagt. Zahlt er nicht, droht ein Jahr Gefängnis.
In Ranau wurden am Freitag drei Personen vor dem Magistratsgericht angeklagt. Zwei Männern wird vorgeworfen, zwischen 2025 und Anfang 2026 Opfer mit nicht existierenden Wohnungsbauprojekten getäuscht zu haben – die Anklage lautet auf Betrug nach Paragraph 403.
Rekord-Schäden durch betrügerische Aktivitäten zeigen, warum immer mehr Unternehmen jetzt auf gezielte Awareness-Kampagnen zur Hacker-Abwehr setzen. Experten erklären im kostenlosen Anti-Phishing-Paket, wie Sie Ihre Organisation wirksam vor kriminellen Manipulationstaktiken schützen können. Kostenloses Anti-Phishing-Paket jetzt herunterladen
Großrazzia gegen Investmentbetrug
Die jüngsten Urteile fallen in eine Zeit verstärkter Polizeiaktionen gegen Anlagebetrug. Am 25. Juni nahmen Ermittler in Melaka 31 Ausländer fest – darunter 30 chinesische Männer und eine Südkoreanerin. Sie sollen ein gefälschtes Aktieninvestment-Syndikat betrieben haben.
Die Gruppe habe ihre Opfer in Südkorea und China über Telegram-Anzeigen und eine App namens Hanhua angeworben. Bei der Razzia beschlagnahmte die Polizei 26 Computer und 50 Mobiltelefone. Der Betrug soll etwa zwei Monate lang gelaufen sein.
Am selben Tag gab es weitere Razzien im Klang Valley:
- In Wangsa Maju wurden neun Chinesen und ein Malaysier in einem Luxusapartment festgenommen – sie sollen einen Devisenhandels-Betrug betrieben haben, der seit Mai 2026 aktiv war.
- In KL Eco City wurden drei Männer und drei Frauen festgenommen, die mit einem Parfüm-Investment-Schema einheimische Opfer köderten.
Da immer mehr Firmen Opfer von Cyberangriffen und Betrugsmaschen werden, hilft eine strukturierte Checkliste dabei, Sicherheitslücken proaktiv zu schließen. In diesem kostenlosen E-Book erfahren Sie, wie Sie Ihr Unternehmen langfristig schützen und aktuelle Bedrohungen abwenden. Experten-Ratgeber zur Cyber-Security gratis anfordern
Strengere Regeln für Banken
Die malaysische Notenbank Bank Negara schreibt inzwischen vor, dass Finanzinstitute Kontoinhaber schriftlich benachrichtigen müssen, wenn sie Konten nach dem Geldwäschegesetz (AMLA) schließen. Die Kündigung muss die Gründe nennen und ein Einspruchsverfahren ermöglichen. Darauf hatte Vize-Finanzministerin Lim Hui Ying Ende 2025 hingewiesen. Seit Juli 2024 gilt zudem ein Branchenprotokoll zur einheitlichen Behandlung von Verdachtsfällen auf Mule-Konten.
Am 25. Juni wurde zudem Fakhrudin Abd Karim, ein 57-jähriger Funktionär der Organisation IKRAM, vor dem Sessionsgericht in Shah Alam angeklagt. Ihm werden 17 Fälle von Geldwäsche vorgeworfen – mit einer Gesamtsumme von über 17,9 Millionen Ringgit, die zwischen Anfang 2021 und April 2025 gewaschen worden sein sollen. Der Angeklagte soll damit ein Bungalow, Luxusautos und Kreditkartenrechnungen bezahlt haben. Er plädierte auf nicht schuldig. Das Gericht setzte die Kaution auf 500.000 Ringgit fest.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
