Betrugsring, Fake-Regierungsaufträge

Betrugsring: Fake-Regierungsaufträge kosten Elektriker 33.000 Euro

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 10:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein 68-jähriger Elektroinstallateur aus Malaysia wird Opfer eines aufwendigen Betrugsrings mit gefälschten Regierungsaufträgen und verliert umgerechnet 33.000 Euro.

Malaysischer Elektriker verliert 33.000 Euro durch Solar-Betrug
Ein Smartphone zeigt verdächtige digitale Vertragsdokumente und E-Mail-Benachrichtigungen auf einem professionellen Schreibtisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein 68-jähriger Elektroinstallateur aus Malaysia ist Opfer eines ausgeklügelten Betrugsrings geworden. Die Täter gaben sich als Regierungsbeamte aus und lockten den Mann mit einem gefälschten Solarprojekt. Der Schaden: umgerechnet rund 33.000 Euro.

Die Masche im Detail

Der Betrug begann am 14. Juli mit einer harmlosen E-Mail. Ein angeblicher Mitarbeiter des Wohnungs- und Kommunalministeriums bot dem Elektriker einen Auftrag zur Installation von Solarleuchten in Kampung Tanjung Baharu an. Der Name des mutmaßlichen Täters: Nik Sharil – mal mit, mal ohne „r“ in der Schreibweise.

Was folgte, war ein perfides Spiel. Über WhatsApp forderte der Unbekannte zunächst Firmendaten an. Dann kam die vermeintlich gute Nachricht: Der Auftrag sei erteilt – allerdings für drei Generatoren in Putrajaya, nicht für die ursprüngliche Solaranlage. Die erste Überweisung von 50.850 Ringgit floss am 22. Juli.

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Die Falle schnappt zu

Einen Tag später schlug der Betrüger erneut zu. Weitere 101.700 Ringgit forderte er für sechs zusätzliche Generatoren. Die Versprechung: satte 252.000 Ringgit Gewinn innerhalb von nur sechs Tagen. Der Elektriker überwies – auf zwei verschiedene Firmenkonten.

Erst als ein Wirtschaftsprüfer die Unterlagen unter die Lupe nahm, flog der Schwindel auf. Der Auftrag existierte nie. Die Polizei ermittelt nun wegen Betrugs nach Paragraf 420 des malaysischen Strafgesetzbuchs.

Kein Einzelfall

Der Fall reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Vorfälle. Erst kürzlich verlor ein 46-jähriger Bauunternehmer 122.552 Ringgit bei einem angeblichen Lieferauftrag für eine Fachhochschule. Auch hier täuschten die Betrüger mit gefälschten Angebotsschreiben und schalteten einen dritten „Lieferanten“ ein.

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Die Masche ist immer ähnlich: offiziell wirkende Dokumente, angebliche Ministeriumsmitarbeiter und das Versprechen schneller, hoher Gewinne. Die Polizei warnt: Wer unvermittelt Regierungsaufträge angeboten bekommt, sollte misstrauisch werden – besonders wenn Vorkasse verlangt wird.

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