Betrug in Ohio: Kriminelle erpressen Tausende über Apple Pay
09.06.2026 - 21:26:21 | boerse-global.de
In Ohio treiben Kriminelle mit einer perfiden Masche ihr Unwesen: Sie geben sich als Polizisten oder Gerichtsmitarbeiter aus und fordern von verunsicherten Bürgern sofortige Kautionen für angebliche Festnahmen.
Die Betrugswelle erreichte am heutigen Dienstag einen neuen Höhepunkt. Mehrere Strafverfolgungsbehörden und Rechtsanwaltskanzleien im US-Bundesstaat Ohio schlugen Alarm. Die Täter nutzen dabei eine besonders hinterhältige Taktik: Sie geben vor, dass ein Familienmitglied des Opfers verhaftet wurde und nur gegen sofortige Zahlung freikomme.
So erkennen Sie die Masche
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Die Kriminellen geben sich als ranghohe Polizeibeamte oder Gerichtsbedienstete aus. Sie setzen ihre Opfer massiv unter Druck und fordern Zahlungen über digitale Bezahldienste wie Zelle, Venmo oder Apple Pay. Auch Kryptowährungen wie Bitcoin oder vorausbezahlte Geschenkkarten dienen als Zahlungsmittel.
Die Staatsanwaltschaft betont: Keine legitime Polizeibehörde oder Gerichtsinstanz würde jemals Kautionen über mobile Zahlungs-Apps oder Kryptowährungen verlangen. Dennoch haben Betroffene bereits Tausende Dollar verloren.
Besonders perfide: Opfer mit echten Inhaftierten
Das Sheriff-Büro im Hancock County warnte vor einer besonders dreisten Variante: Die Täter recherchieren gezielt nach Personen, deren Angehörige tatsächlich in Haft sitzen. Sie geben sich dann als namentlich bekannte Offiziere aus – etwa als Lieutenant oder Sergeant – und machen die falsche Kaution so besonders glaubwürdig.
„Die Anrufer bestehen darauf, dass ein Freund oder Familienmitglied festgehalten wird und sofortige finanzielle Hilfe für die Freilassung benötigt“, erklärte ein Sprecher der Behörde. Die Polizei rät: Geben Sie niemals persönliche Daten preis und überweisen Sie kein Geld bei unaufgeforderten Anrufen.
Weitere Betrugsmaschen im Umlauf
Die Betrugswelle beschränkt sich nicht auf falsche Kautionen. In St. Paris, Ohio, warnten Behörden am heutigen Dienstag vor einem saisonalen Anstieg von Haustürgeschäften mit Handwerkern. Betrüger nutzen die Frühjahrs- und Sommermonate für unangekündigte Besuche, setzen Hausbesitzer unter Druck und verlangen Barzahlung oder Vorauskasse.
Schutzmaßnahmen: So wehren Sie sich
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Die Behörden empfehlen ein mehrstufiges Vorgehen:
- Unabhängig überprüfen: Legen Sie bei Anrufen angeblicher Behörden auf und rufen Sie die offizielle Stelle unter einer bekannten Nummer zurück.
- Warnsignale erkennen: Jede Forderung nach Zahlung über Geschenkkarten, Überweisungen oder Kryptowährungen ist ein sicheres Zeichen für Betrug.
- Daten schützen: Geben Sie niemals Finanz- oder persönliche Informationen am Telefon preis.
- Melden: Betroffene oder Anvisierte sollten den Vorfall der US-Verbraucherschutzbehörde FTC oder der Verbraucherschutzabteilung des Ohio Attorney General melden.
Rechtsexperten raten: Wer unter Druck gesetzt wird, eine Kaution zu zahlen, sollte vor jeder Überweisung einen Anwalt konsultieren. Nur so lässt sich die Echtheit der Forderung zweifelsfrei klären.
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