Betrug in Bielefeld: Schockanrufer setzen erstmals Kinder als Abholer ein
02.07.2026 - 15:10:42 | boerse-global.de
Die Polizei Koblenz sowie Dienststellen in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg schlagen Alarm: Betrüger nutzen derzeit vermehrt perfide Maschen, um vor allem Senioren um ihren Schmuck und ihr Erspartes zu bringen. Im Fokus steht der sogenannte Kettentrick.
So läuft der Kettentrick ab
Die Täter sind äußerst geschickt. Sie sprechen ihre Opfer meist auf offener Straße an und bitten unter einem Vorwand um Hilfe oder Informationen. Während des Gesprächs versuchen sie, den Betroffenen Modeschmuck als vermeintliches Dankeschön um den Hals zu legen.
Genau in diesem Moment der Ablenkung tauschen die Diebe den echten, hochwertigen Schmuck der Opfer unbemerkt gegen die wertlosen Imitate aus. Besonders Senioren stehen im Visier der Tätergruppen.
Die Polizei rät: Wertvollen Schmuck nur bedacht in der Öffentlichkeit tragen. Bei aufdringlichen Personen distanziert bleiben. Im Zweifelsfall sofort den Notruf 110 wählen.
Falsche Handwerker in Bottrop, Gladbeck und Cottbus
Neben dem Kettentrick häufen sich die Fälle von Betrügern, die sich als Handwerker ausgeben. In Bottrop gab sich am 30. Juni ein Unbekannter als Wasserwerker aus. Er verschaffte sich Zutritt zu einer Wohnung an der Prosperstraße und entwendete eine Schmuckschatulle.
In Bielefeld schickten Betrüger einen zehnjährigen Jungen als Abholer zu einer Seniorin. Mit dem kostenlosen Sicherheits-Check wissen Ihre Eltern, worauf sie achten müssen. Keine medizinische Diagnose. Sicherheits-Check per E-Mail anfordern
Der Täter ist etwa 30 bis 35 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß und wiegt rund 80 Kilogramm. Er trug eine orangefarbene Warnweste und sprach mit Akzent.
Einen Tag später in Gladbeck-Mitte: Ein angeblicher Klempner durchsuchte die Schränke eines älteren Ehepaars. Bereits am 30. Juni traf es eine 95-jährige Frau in Cottbus. Falsche Fensterputzer stahlen ihre Bankkarten und Sparbücher. Der Schaden liegt laut Polizei bei über 10.000 Euro.
Neue Masche bei Schockanrufen in Bielefeld
In Bielefeld registrierte die Polizei am 1. Juli eine besonders perfide Variante der Schockanrufe. Eine Seniorin erhielt einen Anruf, ihre Tochter sei in einen schweren Unfall verwickelt. Zur Deckung angeblicher Kosten schickten die Betrüger einen etwa zehnjährigen Jungen zu der Frau, um deren Schmuck abzuholen.
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Die Polizei betont: Der Einsatz eines Kindes als Abholer wurde in dieser Form in Bielefeld bislang nicht verzeichnet.
Die Ermittler aller betroffenen Regionen raten dringend: Lassen Sie keine unbekannten Handwerker oder Dienstleister unangemeldet in die Wohnung. Informationen zu Verdächtigen nehmen die zuständigen Dienststellen unter den veröffentlichten Rufnummern oder dem Notruf 110 entgegen.
