Berufsorientierung: 40.000 Schüler lernen KI und IoT praktisch
19.06.2026 - 22:49:45 | boerse-global.de
Im Fokus: Konzentrationsfähigkeit, soziale Teilhabe und digitale Kompetenzen.
Forschungsinstitut für gesellschaftsrelevante Bildung gegründet
Am 17. Juni startete in Hannover das „Research Institute für gesellschaftsrelevante Bildung“ (REGE). Die IU Internationale Hochschule hat es ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Okka Zimmermann und Prof. Dr. Stefanie Kessler untersucht das Institut Demokratieförderung, soziale Ungleichheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ziel: Wissenschaftliche Erkenntnisse, die direkt die Teilhabe in Bildungsprozessen fördern.
Bereits im April startete das Verbundprojekt „IvO – Inklusion vor Ort“. Beteiligt sind die Universitäten Paderborn, Jena und Rostock. Das bis März 2029 laufende Vorhaben erhält rund 790.000 Euro vom Bundesfamilienministerium. Im Fokus stehen inklusive Bildungsansätze an Berufskollegs – besonders in der Ausbildungsvorbereitung und Kompetenzfeststellung.
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Deep Work gegen die digitale Ablenkung
Immer mehr Schulen setzen auf „Deep Work“-Strategien. Die Methode zielt auf hochkonzentriertes Arbeiten ab – trotz ständiger digitaler Ablenkung. Workshops an berufsbildenden Schulen vermitteln Schülern Techniken zur Zeitplanung, Reduzierung von Social-Media-Interaktionen und Aufbau produktiver Lerngewohnheiten.
Ergänzend bietet das Programm „JobReady“ digitale Unterstützung. Eine Kooperation mit dem Wadhwani Skilling Network umfasst 75 Mikro-Module und einen KI-gestützten Assistenten für Bewerbungssimulationen. Seit Anfang 2026 läuft das Angebot. Das Ziel: Beschäftigungsfähigkeit durch gezielte Kompetenzentwicklung und KI-Einsatz stärken.
Nicht-medikamentöse Ansätze bei Aufmerksamkeitsdefiziten
Der Umgang mit Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität bleibt ein zentrales Thema. Das Projekt „Fokus“ der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) aus dem Jahr 2016 belegt die Wirksamkeit nicht-medikamentöser Maßnahmen. Raumgestaltung, klare Rituale und strukturierte Handlungspläne reduzierten die Unaufmerksamkeit bei Schülern signifikant.
Fachpublikationen wie „Achtsamkeit in der Schule“ empfehlen zudem Entspannungs- und Konzentrationsübungen – etwa aus dem QiGong. Die Ansätze verbessern Resilienz und Emotionsregulation der Lernenden. Ein positives Klassenklima entsteht.
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Digitale Kompetenzen und technologische Orientierung
Am 18. Juni besuchte Hessens Kultusminister Armin Schwarz das Format „Deine Zukunft#real:digital“ in Fulda. Das Berufsorientierungsprojekt erreichte bereits über 40.000 Teilnehmer. Workshops vermitteln Wissen über Schlüsseltechnologien wie das Internet of Things (IoT) und künstliche Intelligenz. Neue Stationen befassen sich mit Datenstrom-Analyse und digitalen Avataren.
Auch praktische Kooperationsmodelle entstehen. Im Juni absolvierten Lehrkräfte und Schüler aus dem Kulinarik-Bereich Barista-Schulungen bei spezialisierten Partnern. Ziel: Die Kluft zwischen Lehrplan und industrieller Praxis verringern. In Weleri eröffnete zudem ein spezialisiertes Schulungszentrum für Zweiradtechnik – der 31. Standort dieser Art. Schüler lernen dort praxisnahe Wartungsarbeiten unter industrieller Supervision.
