Berlin, Schulen

Berlin Schulen: 350 Lehrkräfte fallen durch Langzeiterkrankungen aus

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 20:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Berlin meldet über 350 Lehrkräfte mit Langzeiterkrankungen. Grundschulen und Marzahn-Hellersdorf sind besonders betroffen, was den Schulalltag zusätzlich belastet.

Berliner Schulbetrieb: Über 350 Lehrkräfte seit über einem Jahr krankgeschrieben
Ein leerer Schreibtisch in einem modernen, sonnendurchfluteten Klassenzimmer als Symbol für den Lehrermangel. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die angespannte Personallage an Berliner Schulen wird durch aktuelle Daten der Senatsverwaltung weiter verdeutlicht. Eine Analyse der vorliegenden Zahlen zeigt, dass das Bildungssystem der Hauptstadt mit einer erheblichen Anzahl an Langzeiterkrankungen konfrontiert ist. Insgesamt fallen derzeit mehr als 350 Lehrkräfte dauerhaft aus, was die personellen Engpässe in der Unterrichtsversorgung verschärft.

Langzeiterkrankungen belasten den Schulbetrieb

Die statistische Auswertung der Personaldaten gibt Aufschluss über die Tiefe der gesundheitlichen Belastung innerhalb der Lehrerschaft. Demnach sind aktuell 225 verbeamtete Lehrkräfte sowie 155 angestellte Lehrerinnen und Lehrer seit mindestens einem Jahr krankgemeldet. Dieser Zeitraum markiert eine kritische Schwelle im betrieblichen Gesundheitsmanagement, da Abwesenheiten von über zwölf Monaten häufig komplexe Wiedereingliederungsprozesse erfordern oder auf eine dauerhafte Dienstunfähigkeit hindeuten können.

Die Differenzierung zwischen Beamten und Angestellten verdeutlicht zudem, dass die Problematik über alle Beschäftigungsverhältnisse hinweg besteht. Während die Gruppe der verbeamteten Lehrkräfte mit 225 Fällen den größeren Teil der Langzeitkranken stellt, zeigt die Zahl von 155 betroffenen Angestellten, dass auch in diesem Segment erhebliche gesundheitliche Risiken bestehen.

Grundschulen und Marzahn-Hellersdorf als Schwerpunkte

Ein genauerer Blick auf die Verteilung der Krankheitsfälle innerhalb der Berliner Schullandschaft offenbart spezifische Belastungsschwerpunkte. Den vorliegenden Informationen zufolge sind Lehrkräfte an Grundschulen am häufigsten von dauerhaften Erkrankungen betroffen. Diese Schulform steht bereits seit längerer Zeit im Fokus der Debatte um Arbeitsverdichtung und hohe pädagogische Anforderungen im Primarbereich.

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Regional betrachtet weist die Statistik ebenfalls deutliche Unterschiede auf. Der Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf stellt dabei den am stärksten betroffenen Bereich dar. Im Vergleich zu anderen Bezirken der Hauptstadt verzeichnet dieser Standort die höchste Anzahl an Lehrkräften, die dem Schulbetrieb bereits über ein Jahr oder länger fernbleiben müssen. Diese regionale Konzentration könnte Auswirkungen auf die lokale Unterrichtsqualität und die Arbeitslast der verbleibenden Kollegien in den betroffenen Stadtteilen haben.

Parlamentarische Aufarbeitung der Personalnot

Die Veröffentlichung dieser Daten geht auf eine parlamentarische Anfrage zurück. Alexander King, Abgeordneter für das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), hatte die Senatsverwaltung um Auskunft über die aktuelle Situation der Langzeitkranken im Bildungssektor gebeten. Die Antwort des Senats liefert nun die Grundlage für eine detaillierte Bewertung der Arbeitsbedingungen an Berliner Schulen.

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Die Zahlen unterstreichen den Handlungsbedarf im Bereich der Prävention und des Gesundheitsmanagements. Angesichts des ohnehin bestehenden Lehrermangels stellen über 350 langfristig ausfallende Fachkräfte eine zusätzliche Belastung für die Organisation des Schulalltags dar. Experten und politische Akteure nutzen solche Auswertungen regelmäßig, um auf die Notwendigkeit von Entlastungsmaßnahmen und verbesserten Rahmenbedingungen für das pädagogische Personal hinzuweisen. Die Konzentration der Fälle auf Grundschulen und spezifische Bezirke wie Marzahn-Hellersdorf bietet dabei Ansatzpunkte für gezielte Unterstützungsangebote.

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