BEPPO-Projekt, Millionen

BEPPO-Projekt: 7,3 Millionen Euro für Bewegung bei krebskranken Kindern

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 01:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Auszeichnungen und öffentliche Mittel unterstützen betriebliche Prävention, medizinische Forschung und digitale Entwicklungen in der Gesundheitswirtschaft.

Gesundheitswirtschaft: Förderpreise und Millionenhilfen für digitale Projekte
Ein heller, minimalistischer Innenraum mit natürlichem Tageslicht, der eine Atmosphäre von Wohlbefinden und moderner Gesundheitsfürsorge vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Aktuelle Initiativen und Wettbewerbe fördern innovative Projekte in der Gesundheitswirtschaft mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Prävention und digitalen Lösungen.

Sowohl Krankenkassen als auch Bundes- und Landesministerien sowie Branchenverbände setzen finanzielle Anreize, um neuartige Konzepte aus der Praxis und Forschung in die Anwendung zu überführen. Die Vorhaben reichen von technologiegestütztem betrieblichem Gesundheitsmanagement über regionale Präventionsplattformen bis hin zu klinischen Innovationsprojekten.

Betriebliche Gesundheit und künstliche Intelligenz im Fokus

Ein zentraler Baustein der aktuellen Förderlandschaft ist die betriebliche Gesundheitsförderung. Die DAK-Gesundheit vergab am 29. September 2026 in Köln beim Kongress „Betriebliches GesundheitsManagement“ den 11. Deutschen BGM-Förderpreis unter dem Motto „Neue Wege zur gesunden Arbeit – digital, gesund, menschlich, zukunftsfähig“. Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis wurde von einer Jury unter dem Vorsitz von Vorstandsmitglied Dr. Ute Wiedemann verliehen.

Den mit 30.000 Euro für BGM-Maßnahmen dotierten ersten Platz belegte der Klinikverbund MZG-Westfalen aus Bad Lippspringe für das Projekt „Sicher arbeiten im MZG“. Der zweite Platz und 20.000 Euro gingen an das Studentenwerk Schleswig-Holstein für das Vorhaben „Meno-360°“.

Den dritten Rang, dotiert mit 10.000 Euro, erreichte die Kindeswohl-Berlin gGmbH. Der Träger der freien Jugendhilfe in Berlin und Brandenburg beschäftigt rund 230 Mitarbeitende und plant ein KI-gestütztes System namens „Beziehungskompass“, das Belastungstrends über einen monatlichen anonymen Gesundheitskompass analysiert.

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Regionale Plattformen und technologieorientierte Wettbewerbe

Neben Preisgeldern im betrieblichen Umfeld entstehen auf Landesebene digitale Strukturen zur Bündelung bestehender Maßnahmen. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit startete im Auftrag des bayerischen Gesundheitsministeriums den Digitalen Präventionspool Bayern.

Dieses Portal führt nichtkommerzielle Angebote zur Gesundheitsförderung von über 200 Anbietern aus dem Non-Profit-Bereich zusammen. Gesundheitsministerin Judith Gerlach rief weitere Organisationen zur Beteiligung auf, nachdem zuvor der mehr als 250 Maßnahmen umfassende „Masterplan Prävention“ vorgestellt worden war.

Auch Hochschul- und Gründerwettbewerbe zeichnen verstärkt medizinische Neuentwicklungen aus. Beim hessischen Gründungswettbewerb „Hessen Ideen“ sicherte sich die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) zwei Auszeichnungen.

Der mit 10.000 Euro dotierte erste Preis ging an das Projekt „Hemodynamix“ von Felix Glocker, Dr. Nils Kremer und Prof. Dr. Khodr Tello, das auf 15 Jahren klinischer Forschung an der Universität basiert und eine Software zur genaueren Analyse der Herzfunktion aus Routine-Druckkurven ohne Spezialkatheter entwickelt hat.

Ein neu geschaffener KI-Sonderpreis über 5.000 Euro ging an das Team „PRISM“ für die KI-gestützte Werkstoffentwicklung. Insgesamt hatten sich 32 Teams aus 14 Hochschulen beworben, von denen elf das Finale erreichten.

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Öffentliche Fördergelder für Versorgung und Entwicklung

Parallel dazu stellen öffentliche Träger umfangreiche Mittel bereit, um digitale und präventive Ansätze wissenschaftlich zu begleiten oder marktreif zu machen. Der Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss fördert das Projekt „BEPPO“ mit rund 7,3 Millionen Euro über eine Laufzeit von 3,5 Jahren.

Unter der Konsortialführung des Universitätsklinikums Essen und in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Köln sowie mehreren gesetzlichen Krankenkassen wird an 13 kinderonkologischen Zentren untersucht, wie Sport- und Bewegungstherapien bei 346 krebskranken Kindern und Jugendlichen umgesetzt werden können. Die Intervention kombiniert stationäre, ambulante und digitale Angebote für zu Hause.

Auf technologischer Ebene unterstützt das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) über das Programm „Digital-Tech-to-Product“ Entwicklungen bis zur vorkommerziellen Marktreife.

Vorhaben in Bereichen wie künstlicher Intelligenz, Cloud-Systemen oder Datenökosystemen können dabei mit bis zu 5 Millionen Euro bei einer maximalen Projektlaufzeit von 24 Monaten gefördert werden, wobei der Fokus auf kleinen und mittleren Unternehmen sowie jungen Start-ups liegt.

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