Beauty, Nahrungsergänzungsmittel

Beauty von innen: Wie Nahrungsergänzungsmittel Haut und Haare revolutionieren

05.05.2026 - 07:27:20 | boerse-global.de

Nahrungsergänzungsmittel für Haut und Gesundheit boomen, doch Experten warnen vor Risiken durch unkritische Einnahme.

Beauty von innen: Wie Nahrungsergänzungsmittel Haut und Haare revolutionieren - Foto: über boerse-global.de
Beauty von innen: Wie Nahrungsergänzungsmittel Haut und Haare revolutionieren - Foto: über boerse-global.de

erobern den deutschen Markt. Der Trend „Beauty-from-within“ verbindet Gesundheit mit Ästhetik – und sorgt für immer spezialisiertere Präparate. Doch was steckt wirklich hinter den Versprechen der Industrie?

Kollagen-Peptide: Die neuen Stars der Nutrikosmetik

Kollagen ist das wichtigste Strukturprotein der Haut. Es sorgt für Festigkeit und Elastizität. Das Problem: Die körpereigene Produktion lässt bereits ab 25 Jahren nach. UV-Strahlung beschleunigt den Abbau zusätzlich.

Hersteller setzen daher auf systemische Ansätze. Statt Cremes gibt es Trinkampullen oder Shakes. Der Fokus liegt auf Kollagen-Peptiden, die als Signalstoffe wirken sollen. Studien deuten auf positive Effekte für Hautfeuchtigkeit und Elastizität hin – auch wenn die Datenlage nicht einheitlich ist.

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Anbieter wie Doppelherz oder Orthomol kombinieren die Peptide mit weiteren Mikronährstoffen. Typische Trinkfläschchen enthalten 2,5 Gramm Kollagen-Peptide, ergänzt um Vitamin C, Biotin, Zink und Vitamin A. Auch Hyaluronsäure kommt zunehmend zum Einsatz.

Ein Hersteller kündigte für Mitte Mai 2026 sogar spezielle Shakes an. Sie enthalten neben 29 Gramm Protein auch hydrolysierte Kollagen-Peptide und 24 Vitamine – für Sättigung und Hautgesundheit zugleich.

Magnesium und Eisen: Wenn mehr nicht besser ist

Die Forschung zeigt: Nahrungsergänzungsmittel wirken komplexer als gedacht. Eine Studie der Vanderbilt University mit 240 Teilnehmern untersuchte Magnesiumglycinat über zwölf Wochen. Ergebnis: Die Supplementierung förderte bestimmte Darmbakterien, die lokal Vitamin D produzieren.

Doch Experten warnen vor unkritischer Einnahme. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) betont: Ein Magnesiummangel ist bei normaler Ernährung selten. Risikogruppen sind Menschen mit chronischen Darmerkrankungen oder solche, die Diuretika einnehmen. Ab etwa 300 Milligramm pro Tag drohen Magen-Darm-Beschwerden.

Ähnlich heikel ist Eisen. Während ein Mangel zu Müdigkeit führt, birgt Selbstmedikation Risiken durch falsche Dosierung. Vitamin C verbessert die Aufnahme, Koffein und Milchprodukte verschlechtern sie. Bei Kindern kann eine Überdosierung ernsthafte Vergiftungen auslösen.

Der Markt wird persönlicher

Die Industrie differenziert zunehmend nach Zielgruppen. Für Kinder gibt es Multivitamin-Gummies mit Omega-3 oder Zink – vegan oder zuckerfrei. Bei Sportlern bleibt Kreatin das am häufigsten genutzte Supplement. Allerdings sprechen 20 bis 30 Prozent der Anwender gar nicht darauf an.

Auch die Ernährung verändert die Nachfrage. Ein Bericht des Bundesernährungsministeriums von Anfang Mai 2026 zeigt: Ein Drittel bis die Hälfte der Deutschen definiert sich als Flexitarier. Veganer bleiben stabil bei ein bis zwei Prozent. Sie müssen besonders auf kritische Nährstoffe achten – und treiben die Nachfrage nach gezielten Supplementen.

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Wer zahlt? Und wer nicht?

Die rechtliche Einordnung bleibt für Verbraucher zentral. Laut Barmer werden Nahrungsergänzungsmittel in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Sie gelten rechtlich als Lebensmittel. Ausnahmen sind verschreibungspflichtige Arzneimittel gegen Mangelerscheinungen.

Politisch wird derweil gestritten. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin kritisierte im Frühjahr 2026 Kabinettsbeschlüsse zur Zuckersteuer. Innerhalb der Fachverwaltung beklagen Stimmen einen Stillstand in der Ernährungspolitik. Kritikpunkt: eine einseitige Proteinstrategie mit Fokus auf tierische Erzeugnisse – obwohl die Selbstversorgung bei Fleisch weit über dem Bedarf liegt.

Forschung blickt ins Mikrobiom

Wissenschaftler des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) identifizierten wichtige Regulatoren im Stoffwechsel von Darmbakterien. Diese Erkenntnisse könnten langfristig mikrobiota-basierte Therapien ermöglichen – weit über heutige Nahrungsergänzung hinaus.

Auch die Diagnostik entwickelt sich weiter. Auf Fachkonferenzen im Frühjahr 2026 wurde die Bedeutung digitaler Anwendungen hervorgehoben. Sie sollen Patienten zu Lebensstiländerungen motivieren. Nahrungsergänzungsmittel werden zunehmend als Teil eines ganzheitlichen Präventionsansatzes verstanden.

Der Markt wird sich weiter differenzieren. Personalisierte Nutrikosmetik, zugeschnitten auf Alter und Ernährungsstil, dürfte sich festigen. Entscheidend bleibt die wissenschaftliche Absicherung der Versprechen – und die fundierte Beratung durch Fachpersonal, um Überdosierungen und Wechselwirkungen zu vermeiden.

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