Beats Studio Buds: Mikrofon-Lücke CVE-2025-20701 geschlossen
17.06.2026 - 12:36:18 | boerse-global.de
Der Konzern veröffentlichte am heutigen Mittwoch ein dringendes Firmware-Update für die Beats Studio Buds aus dem Jahr 2021.
Ein veraltetes Smartphone ist für Hacker oft wie eine offene Haustür, da Sicherheitslücken in der Software gezielt für Angriffe ausgenutzt werden. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Android-Gerät durch die richtigen Updates effektiv vor Malware und Datenverlust schützen. 5 einfache Schritte für ein sichereres Smartphone entdecken
Hörer als Wanzen
Die Sicherheitslücke CVE-2025-20701 steckt im Bluetooth-SDK des Herstellers Airoha. Dieses quelloffene Toolkit nutzen die Kopfhörer für ihre Audio-Funktionen. Entdeckt haben das Problem die Sicherheitsforscher Dennis Heinze und Frieder Steinmetz von der Heidelberger ERNW GmbH.
Ihre Erkenntnis: Angreifer in Bluetooth-Reichweite konnten auf das Mikrofon zugreifen. Voraussetzung war, dass die Kopfhörer noch nicht mit einem Gerät gekoppelt waren oder sich im Suchmodus befanden. Mit speziellen Anfragen ließ sich der Audiostrom abgreifen – unbemerkt vom Nutzer.
Automatischer Schutz
Apple schließt die Lücke mit der Firmware-Version 1B211. Das Update verteilt sich automatisch, sobald die Kopfhörer mit einem iPhone, iPad oder Mac verbunden sind. Manuell auslösen lässt sich die Installation nicht.
Wer den Prozess beschleunigen will: Kopfhörer ins Ladecase legen, schließen und ans Stromnetz anschließen. Ein gekoppeltes Apple-Gerät sollte in Reichweite sein.
Nicht nur Hardware-Lücken, auch unsichtbare Spionage-Programme bedrohen täglich die Privatsphäre von Computernutzern. Sichern Sie sich jetzt das kostenlose Anti-Virus-Paket, mit dem PC-Experten zeigen, wie Sie Schnüfflern wirksam die Tür vor der Nase zuschlagen. Kostenlosen Experten-Report zur PC-Sicherheit herunterladen
Zeitgleiche Updates für AirPods
Parallel veröffentlichte Apple die Firmware 8B41 für die AirPods Pro der zweiten und dritten Generation. Für die AirPods gibt es allerdings keine Details zu den Änderungen – anders als bei den Beats-Kopfhörern, wo die Bluetooth-Lücke explizit als Grund genannt wird.
Der Vorfall zeigt einmal mehr die Tücken moderner Lieferketten. Ein Fehler in einem Drittanbieter-SDK kann Millionen Geräte verwundbar machen. Nutzer der Beats Studio Buds sollten in den Systemeinstellungen prüfen, ob die Firmware 1B211 bereits installiert ist.
