Batterien, Müll

Batterien im Müll: 17 Millionen landen jährlich falsch

06.06.2026 - 23:50:38 | boerse-global.de

Österreichs Klimaforschung leidet unter drastischen Budgetkürzungen von 70 Prozent beim ACRP. Experten warnen vor verfehlten Klimazielen.

Budgetkürzungen gefährden Österreichs Klimaforschung und ACRP
Batterien - Abstrakte Darstellung von Umweltforschungsdaten und politischen Entscheidungen mit überlappenden holografischen Projektionen über einer Stadtlandschaft. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Climate Change Centre Austria (CCCA) kritisierte im Juni deutliche Einschnitte der Bundesregierung. Besonders hart trifft es das Austrian Climate Research Programme (ACRP) – dessen Mittel wurden um 70 Prozent gekürzt. Fachleute und der grüne Politiker Lukas Hammer warnen vor Milliarden-Strafzahlungen, sollten Klimaziele wegen fehlender Datengrundlagen verfehlt werden.

Wirtschaftspolitik und regionale Förderung

Der Ökonom Jeffrey Sachs forderte Bundeskanzler Merz in einem offenen Brief auf, diplomatische Lösungen für den Ukraine-Krieg zu priorisieren. Sachs warnt vor einer fortschreitenden Deindustrialisierung Deutschlands durch hohe Energiekosten für Flüssiggas. Sein Vorschlag: Rüstungsausgaben in zukunftsorientierte Sektoren wie Halbleiterdesign, Künstliche Intelligenz und erneuerbare Energien umschichten.

Auf regionaler Ebene zeigt sich ein differenziertes Bild. Thüringen erhielt Anfang Juni 1,6 Millionen Euro für das Projekt BEEKOMM. Es unterstützt Kommunen bis 2030 beim Ausbau von Windenergie und Photovoltaik. Auch der Wetteraukreis startete ein integriertes Klimaschutzkonzept – mit Bundesmitteln in Höhe von rund 170.000 Euro.

Anzeige

Die fortschreitende Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Wirtschaft erfordern klare Leitplanken. Welche rechtlichen Pflichten die neue EU-KI-Verordnung für Ihr Unternehmen bereithält, erfahren Sie in diesem kostenlosen Praxis-Leitfaden. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt

Durchbruch in der Batterieforschung

Forscher der RWTH Aachen berichten über das Potenzial von Natrium-Ionen-Batterien der ersten Generation. Sie halten über 20 Jahre und mehr als 10.000 Ladezyklen durch. Die Energiedichte liegt mit etwa 110 Wh/kg zwar unter der von Lithium-Ionen-Zellen – doch die Lebensdauer überzeugt.

Für die Steuerung komplexer Energiesysteme entwickelten Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) das Werkzeug „SHAPformer“. Es macht KI-basierte Vorhersagen für Strompreise und Verbräuche nachvollziehbar und erfüllt damit Anforderungen des EU AI Act.

Kreislaufwirtschaft: Dringender Handlungsbedarf

Ein Forschungsvorhaben identifizierte im Mai zentrale Stellschrauben für Mehrwegsysteme in Deutschland. Die Wissenschaftler betonen: Standardisierte Formate und klare Regulatorik sind notwendig. Dass Handlungsbedarf besteht, zeigt eine Studie der Montanuniversität Leoben von 2025. Die Zahl falsch entsorgter Lithiumbatterien im Restmüll hat sich innerhalb eines Jahrzehnts vervierfacht. In Österreich landen jährlich etwa 17 Millionen Batterien im Hausmüll – allein 2025 führte das zu 36 Großbränden in Abfallbetrieben.

Anzeige

Moderne Technologien wie KI-gesteuerte Energiesysteme unterliegen strengen neuen Dokumentationspflichten durch den Gesetzgeber. Sichern Sie sich diesen kostenlosen Report, um zu erfahren, welche Systeme als Hochrisiko gelten und was Unternehmen jetzt konkret tun müssen. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act sichern

Umstrittene Infrastrukturprojekte

Trotz Klimaschutzzielen starteten im Juni neue Großprojekte. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein begannen die Bauarbeiten für Abschnitte der Autobahn A20. Das Projekt durchquert Moorböden und kostet geschätzt über 5 Milliarden Euro. Kritiker verweisen auf die Freisetzung von CO2 und ein steigendes Verkehrsaufkommen.

Knapp vier Jahre nach der Umweltkatastrophe an der Oder erholen sich die Fischbestände. Doch der Salzgehalt bleibt laut Leibniz-Institut für Gewässerökologie weiterhin zu hoch. Eine ETH-Studie vom Mai belegt zudem: Menschliche Zink-Emissionen aus fossilen Brennstoffen erreichen selbst entlegene Gebiete des Südpazifiks.

Neue Regeln für Emissionsmanagement

Der Bundestag verabschiedete am 30. Januar Gesetze zur Offshore-Speicherung von CO2 (CCS). Industrien wie Zement- und Aluminiumhersteller können damit unvermeidbare Restemissionen unter dem Meeresboden lagern.

Aktuelle Daten vom März zeigen: Die Treibhausgasemissionen in Deutschland lagen 2025 unter der gesetzlichen Jahresemissionsmenge. Dennoch bleibt die Belastung in Ballungsräumen hoch. Messungen am Mariendorfer Damm in Berlin und am Arnulf-Klett-Platz in Stuttgart im Mai zeigten Feinstaubwerte, die WHO-Richtlinien überschreiten und teils nahe an künftigen EU-Grenzwerten liegen.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) startet im Juni eine Veranstaltungsreihe zu geopolitischen und klimabezogenen Veränderungen. Ziel ist die wissenschaftliche Einordnung der wirtschaftlichen Resilienz in diesem Transformationsprozess.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69494336 |