Basislager Bad Aibling: Neue Außenanlage bietet zwölf inklusive Kletterrouten
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 16:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die barrierefreie und inklusive Sportinfrastruktur gewinnt im Klettersport weiter an Bedeutung. Mit der Eröffnung einer neuen Freianlage erweitert das inklusive Kletterzentrum Basislager in Bad Aibling seine Kapazitäten für Kletterbegeisterte mit und ohne Behinderung.
Am Samstag, 10. Oktober 2026, wurde das Außengelände im Rahmen eines Eröffnungsfestes offiziell in Betrieb genommen. Die oberbayerische Einrichtung gilt als die erste inklusive Kletterhalle in Deutschland und vergrößert mit diesem Schritt ihr therapeutisches und sportliches Betätigungsfeld.
Neue Routen und Finanzierung der Außenanlage
Die neu geschaffene Freianlage ergänzt den bisherigen Hallenbetrieb um zusätzliche Klettermöglichkeiten unter freiem Himmel. An der Außenwand stehen Sportlerinnen und Sportlern zwölf Kletterrouten zur Verfügung, die verschiedene Schwierigkeitsgrade abdecken. Die Bandbreite reicht dabei von UIAA-Grad fünf bis neun minus, womit sowohl fortgeschrittene Kletterer als auch ambitionierte Einsteiger passende Anforderungen vorfinden.
Die Errichtung der Außenkletterwand erforderte Gesamtinvestitionen in Höhe von 180.000 Euro. Zur Deckung der Kosten trugen mehrere Träger bei: Neben einem Zuschuss aus Mitteln der Europäischen Union beteiligte sich der Deutsche Alpenverein an der Realisierung. Ein weiterer Teil der Summe wurde durch eine anonyme Großspende aufgebracht.
Entwicklung des inklusiven Kletterzentrums
Das Basislager in Bad Aibling wurde vor über drei Jahren von Achim Haug, Natascha Haug und Katja Müller ins Leben gerufen, um ein dauerhaftes Sportangebot für Menschen mit körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen zu schaffen.
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Der Gebäudekomplex umfasst eine Haupthalle mit einer Kletterfläche von 1.300 Quadratmetern. Ergänzt wird diese durch einen separaten Boulderbereich sowie eine speziell eingerichtete Kurshalle, die für das therapeutische Klettern genutzt wird.
Der organisierte Betrieb im Basislager verzeichnet eine kontinuierliche Nachfrage im Breiten- und Gesundheitssport. Nach Angaben der Einrichtung finden dort wöchentlich 18 inklusive Gruppen statt.
Insgesamt nehmen 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den betreuten Angeboten teil, unterstützt und angeleitet von 15 Trainerinnen und Trainern. Das Konzept zielt darauf ab, Menschen unterschiedlicher Leistungsstufen im gemeinsamen Sport zusammenzubringen.
Energetisches Konzept der Sportstätte
Neben dem barrierefreien und integrativen Betrieb setzt das Kletterzentrum auf ein nachhaltiges Gebäudemanagement. Um den laufenden Betrieb klimaschonend zu gestalten, greift die Einrichtung auf regenerative Energiesysteme zurück.
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Für die Beheizung und Warmwasserbereitung kommen Solarthermie sowie eine Luftwärmepumpe zum Einsatz. Den benötigten Strom liefert eine auf dem Gelände installierte Photovoltaikanlage, wodurch der externe Energiebedarf der Sporthalle reduziert wird.
