Barfußschuhe: Fußmuskulatur stärker gefordert, aber nicht für alle
08.06.2026 - 11:52:02 | boerse-global.de
Barfußschuhe versprechen ein natürlicheres Laufgefühl. Doch was steckt wirklich hinter dem minimalistischen Schuhwerk?
Die Besonderheit liegt in der Konstruktion. Anders als herkömmliche Schuhe haben Barfußschuhe eine extrem dünne und flexible Sohle. Dazu kommt eine ausgeprägte Zehenfreiheit. Der wichtigste Unterschied: Es gibt keine Sprengung. Ferse und Vorfuß liegen auf einer Höhe.
Was die Medizin dazu sagt
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Das Ziel ist klar: Die natürliche Bewegung des Fußes soll gefördert werden. Die Fußmuskulatur wird aktiver beansprucht. „Durch die minimalistische Bauweise wird die Muskulatur stärker gefordert als in gedämpften Schuhen", erklärt Mellany Galla, Fachärztin für Orthopädie.
Doch die Expertin schränkt ein: Einen generellen wissenschaftlichen Vorteil für alle Anwender gibt es nicht. In manchen Fällen ist sogar Vorsicht geboten. Menschen mit Diabetes und Polyneuropathie sollten Barfußschuhe nur nach ärztlicher Absprache tragen. Auch bei ausgeprägten Fehlstellungen wie Knick-Senkfuß oder fortgeschrittener Arthrose kann die fehlende Stützung die Beschwerden verstärken.
So gelingt der Umstieg
Wer umsteigen will, sollte Geduld mitbringen. Fachleute empfehlen einen schrittweisen Einstieg, um Überlastungen zu vermeiden. Starte mit 30 bis 60 Minuten täglich. Steigere die Tragezeit langsam – aber nur, wenn keine Schmerzen auftreten. Treten Beschwerden auf? Dann ab zum Orthopäden.
Wildling Shoes: Vom Boom zur Neustrukturierung
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Wie dynamisch der Markt ist, zeigt das Beispiel Wildling Shoes. Das Unternehmen aus Engelskirchen erlebte während der Corona-Pandemie ein rasantes Wachstum. Dann kamen die wirtschaftlichen Herausforderungen.
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Ein Erfolgsmodell bleibt der Tanuki. Der Schuh besteht zu 75 Prozent aus Washi-Papier und wurde bisher rund 500.000 Mal verkauft. Um Kosten zu senken, läuft die Produktion teilweise in Vietnam.
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