Banking-Trojaner, Ousaban

Banking-Trojaner Ousaban: Schadsoftware versteckt sich in Bildern

02.07.2026 - 19:19:26 | boerse-global.de

Outbank 4.0 mit deutscher Server-Infrastruktur, ID Austria-Ausbau und PFOF-Verbot prägen die aktuellen Entwicklungen im Finanzsektor.

Outbank 4.0, ID Austria & PFOF-Verbot: Neues aus der Finanzbranche
Banking-Trojaner - Schloss-Symbol über Österreichkarte für sicheres Online-Banking und digitale Identitätsprüfung. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Sicherheit und digitale Identität stehen im Fokus der heimischen Finanzbranche. Neue Regeln und raffinierte Betrugsmethoden zwingen Banken und Kunden zum Umdenken.

Outbank 4.0 setzt auf deutsche Server

Der Softwareanbieter Outbank hat diese Woche sein Banking-Tool in Version 4.0 veröffentlicht. Die wichtigste Neuerung: Secure Sync 2.0 ermöglicht erstmals eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte Synchronisation zwischen iOS, macOS und Android.

Ein entscheidender Schritt ist der Umzug der Server-Infrastruktur von Amazon AWS nach Deutschland. Die Entwickler haben den Code komplett neu geschrieben und für native Performance optimiert. Die Verschlüsselung bleibt weiterhin lokal auf dem Gerät des Nutzers – das neue Protokoll soll Privatsphäre und plattformübergreifende Nutzung gleichermaßen gewährleisten.

ID Austria: 200 Unternehmen als Ziel

Die Kärntner Wirtschaftskammer lud kürzlich zum „Digitalisierungstag" – mit dabei: Digitalisierungslandesrat Alexander Pröll. Das erklärte Ziel: Mindestens 200 weitere Unternehmen sollen bis Jahresende die ID Austria einführen.

Die staatliche Plattform fungiert als qualifizierte digitale Identität. Unternehmen können damit Kunden sicher identifizieren und rechtsgültige Unterschriften leisten. Der Vorstoß ist Teil einer größeren Strategie: Weg von zersplitterten Verfahren, hin zu einem einheitlichen nationalen Standard.

Neue Börsenregeln und Verbraucherklagen

Seit dem 1. Juli 2026 gilt in Österreich das Verbot von Zahlungen für Orderflüsse (PFOF). Broker wie Trade Republic haben ihre Modelle umgestellt – auf eine automatisierte Bestpreis-Ausführung über Börsen wie Xetra, Nasdaq und Euronext. Dazu kommt ein neues Web-Terminal für aktive Anleger.

Parallel dazu kämpft der Verein für Konsumenteninformation (VKI) für mehr Transparenz. Eine Sammelklage richtet sich gegen BAWAG, Easybank und Hello bank! – es geht um nicht offengelegte Provisionen bis Ende 2017. Der VKI hat die Anmeldung für betroffene Kunden geöffnet. BAWAG zeigt sich bislang gesprächsbereit? Fehlanzeige: Die Bank verweigert Verhandlungen über Vergleiche.

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Sparkasse warnt vor perfiden Betrugsmaschen

Die Sparkasse hat ihre Kunden vor raffinierten Phishing-Kampagnen gewarnt. Die Täter nutzen täuschend echte Betreffzeilen zu elektronischen Postfächern, um Opfer auf gefälschte Seiten zu locken. Noch dreister: In manchen Regionen geben sich Betrüger als Bankmitarbeiter aus und versuchen, unter dem Vorwand des Betrugsschutzes an Bankkarten oder PINs zu gelangen.

Trojaner versteckt sich in Bilddateien

International schlagen Sicherheitsforscher Alarm: Der Banking-Trojaner Ousaban ist aktiv – und zielt auf Windows-Nutzer in Spanien und Portugal. Die Schadsoftware nutzt Steganografie: Sie versteckt ihren bösartigen Code in Bilddateien. Dazu kommen täglich wechselnde Kommando-Server, die eine Entdeckung erschweren.

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Analysten von Axis Communications raten Banken zu einer konvergenten Sicherheitsstrategie: Physische und digitale Sicherheit müssen zusammenwachsen. Empfohlen werden „Secure-by-Design"-Technologien und Zero-Trust-Architekturen – denn auch Zugangskontrollen und Sensoren können als Einfallstore missbraucht werden.

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