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Banking-Malware: Meta löscht 39 Anzeigen mit pornografischem Köder

Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 05:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Meta löschte nach Behördenwarnungen und Reuters-Recherchen betrügerische Anzeigen, die über getarnte Apps Bankdaten und Zugangscodes abgreifen sollten.

Meta entfernt 39 weitere Malware-Anzeigen von Facebook und Instagram
Ein ausgeschaltetes Smartphone auf einem dunklen Schreibtisch in einer minimalistischen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der US-Technologiekonzern Meta hat eine Vielzahl von Werbeanzeigen auf seinen Plattformen Facebook und Instagram gelöscht, die pornografische Inhalte als Köder für Cyberkriminalität nutzten. Die Kampagnen dienten dazu, Nutzer zum Download von Schadsoftware zu verleiten und in der Folge sensible Finanzdaten zu entwenden.

Jüngste Untersuchungen von Reuters führten zur Identifizierung und Entfernung von 39 weiteren betrügerischen Anzeigen, nachdem das Medienunternehmen eine entsprechende Anfrage an den Konzern gestellt hatte.

Der Löschwelle vorausgegangen war eine offizielle Warnung der indischen Regierung sowie der nationalen Sicherheitsbehörde NCTAU. Die Behörden wiesen darauf hin, dass die Anzeigen gezielt für Banking-Malware-Apps warben, die sich hinter einer pornografischen Fassade tarnten. Sobald Nutzer auf die Werbemittel klickten und die beworbenen Anwendungen installierten, gerieten sie ins Visier von Finanzbetrügern.

Mechanismen und betroffene Anwendungen

Die indische NCTAU identifizierte in diesem Zusammenhang mehrere spezifische Apps, die über Facebook und Instagram verbreitet wurden. Genannt wurden Anwendungen mit den Namen Night Play, Reloop, Kyss, Vimo, Rivo, Nexo und Vixa.

Diese Programme fungieren als Banking-Malware und nutzen eine raffinierte Methode, um Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen. Nach der Installation richten die Apps ein Virtual Private Network (VPN) ein und fordern den Nutzer auf, weitreichende Bedienungshilfen-Rechte (Accessibility-Rechte) zu gewähren.

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Durch diese Berechtigungen erlangen die Hintermänner die Kontrolle über kritische Funktionen des Mobilgeräts. Die betrügerischen Anwendungen sind darauf ausgelegt, Zugangsdaten, Einmalpasswörter (OTPs) und Bank-PINs auszuspähen. Damit wird den Angreifern der Zugriff auf Bankkonten ermöglicht, was unmittelbar zu finanziellem Diebstahl führen kann.

Meta handelte nach dem Bekanntwerden dieser Warnungen und entfernte die entsprechenden Werbeformate, die als Einstiegspunkt für die Infektionen dienten.

Wirtschaftliches Ausmaß des Anzeigenbetrugs

Die Problematik der betrügerischen Werbung stellt für soziale Netzwerke eine erhebliche Herausforderung dar. Schätzungen von Meta aus dem Jahr 2024 zufolge machten betrügerische Anzeigen etwa 10 % des gesamten Umsatzes aus, was einem Gegenwert von zirka 16 Mrd. USD entsprach. Dies verdeutlicht, dass kriminelle Akteure signifikante Summen in die Platzierung solcher Kampagnen investieren, um ihre Schadsoftware zu verbreiten.

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Besonders in Indien ist der Schaden durch Cyberkriminalität immens. Im Jahr 2025 verzeichnete das Land Verluste durch Cyberbetrug in einer Gesamthöhe von fast 2,4 Mrd. USD.

Die aktuellen Maßnahmen von Meta unterstreichen den wachsenden Druck auf Plattformbetreiber, ihre Werbesysteme effektiver gegen Missbrauch zu schützen, insbesondere wenn staatliche Stellen Sicherheitsrisiken für die Bevölkerung identifizieren.

Ob die Entfernung der gemeldeten Anzeigen ausreicht, um die Verbreitung dieser spezifischen Malware-Familien dauerhaft zu unterbinden, bleibt Gegenstand der Marktbeobachtung.

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