Banking-Malware, Finanz-Apps

Banking-Malware: 1.200 Finanz-Apps weltweit im Visier

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 20:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zimperium warnt vor Rekordbedrohung: 1.243 Bank-Apps in 90 Ländern betroffen. Drei Malware-Familien verursachen 60% der Angriffe.

Zimperium-Report: 1.200 Finanz-Apps von Banking-Malware bedroht
Nahaufnahme einer Hand, die ein Smartphone in einem modernen Büro hält, als Symbol für die Bedrohung durch Banking-Malware. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Sicherheitsunternehmen Zimperium hat in seinem aktuellen „2026 Banking Heist Report“ eine deutliche Warnung vor der weltweiten Ausbreitung spezialisierter Banking-Malware veröffentlicht. Den Untersuchungen zufolge stehen derzeit über 1.200 Finanz-Apps im Visier von Cyberkriminellen.

Die Analyse zeigt eine erhebliche Professionalisierung der Angriffe auf mobile Endgeräte, wobei die Zahl der betroffenen Institutionen und die Komplexität der eingesetzten Schadsoftware ein neues Rekordniveau erreicht haben.

Globale Ausbreitung erreicht über 1.200 Finanzinstitute

Der Bericht dokumentiert eine weitreichende Bedrohungslage, die sich über den gesamten Globus erstreckt. Insgesamt identifizierten die Sicherheitsexperten 34 aktive Malware-Familien, die gezielt darauf programmiert wurden, Finanztransaktionen zu manipulieren oder sensible Zugangsdaten abzugreifen.

Diese Schadprogramme richten sich gegen 1.243 Finanzinstitute in 90 verschiedenen Ländern. Damit ist die Bedrohung längst kein regionales Phänomen mehr, sondern eine globale Herausforderung für die IT-Sicherheit im Finanzsektor.

Besonders deutlich wird die Zunahme der Angriffe am Beispiel der Vereinigten Staaten. Dort wurden laut den Daten des Berichts 162 Bank-Apps angegriffen. Dies stellt eine signifikante Steigerung im Vergleich zum Jahr 2023 dar, als noch 109 Anwendungen von solchen Attacken betroffen waren.

Die Ausweitung der Angriffsziele deutet darauf hin, dass Kriminelle ihre Infrastruktur massiv ausbauen, um eine größere Breite an Finanzdienstleistern abzudecken.

Starkes Wachstum bei Android-basierten Angriffen

Ein zentraler Befund der Untersuchung betrifft die Entwicklung der Malware-Transaktionen auf dem Android-Betriebssystem. Im Jahr 2025 verzeichnete Zimperium in diesem Bereich einen Anstieg von 67 % im Vergleich zum Vorjahr.

Anzeige

Da immer mehr Transaktionen direkt über das Smartphone abgewickelt werden, ist ein effektiver Schutz vor mobiler Schadsoftware unerlässlich. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen in fünf einfachen Schritten, wie Sie Ihr Gerät gegen Hacker und Datenmissbrauch absichern. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Smartphones als primäres Ziel für Finanzbetrug. Cyberkriminelle nutzen zunehmend Schwachstellen in mobilen Ökosystemen aus, um Transaktionen unbemerkt im Hintergrund auszuführen oder abzufangen.

Die technologische Dominanz bestimmter Schadsoftware-Stämme ist dabei auffällig. Den Analysen zufolge decken lediglich drei Malware-Familien – TsarBot, CopyBara und Hook – bereits über 60 % aller registrierten Angriffe ab.

Anzeige

Wer sich mit der Sicherheit seines Android-Geräts befasst, sollte den Schutz vor gefährlichen Apps und Viren nicht dem Zufall überlassen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen PDF-Report, wie Sie Sicherheitslücken schließen und Malware dauerhaft verhindern. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen

Diese Konzentration auf wenige, aber hochwirksame Werkzeuge zeigt, dass spezialisierte Entwicklergruppen den Markt für mobile Banking-Malware beherrschen und ihre Schadsoftware kontinuierlich an neue Sicherheitsvorkehrungen anpassen.

Neue Bedrohungsqualität durch Ransomware-Funktionen

Über den reinen Diebstahl von Zugangsdaten hinaus beobachtet Zimperium eine gefährliche Evolution der Schadsoftware-Funktionen. Fast 50 % der untersuchten Malware-Familien verfügen mittlerweile über Erpressungs- beziehungsweise Ransomware-Fähigkeiten. Dies bedeutet, dass die Angreifer nicht mehr nur darauf abzielen, Konten leerzuräumen, sondern die mobilen Geräte der Nutzer auch sperren oder sensible Daten verschlüsseln können, um Lösegelder zu fordern.

Diese Kombination aus Finanzdiebstahl und Erpressung erhöht den Druck auf die betroffenen Verbraucher und Institutionen erheblich. Die Experten des Unternehmens betonen in ihrem Bericht, dass die Integration solcher Funktionen eine neue Eskalationsstufe in der mobilen Bedrohungslandschaft darstellt.

Finanzinstitute seien daher gefordert, ihre Sicherheitsstrategien über den klassischen Identitätsschutz hinaus zu erweitern, um der hybriden Natur dieser modernen Angriffsmuster wirksam begegnen zu können.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69956032 |