Banking-Chaos, Asien

Banking-Chaos in Asien: HSBC und BPI melden massive Ausfälle

15.06.2026 - 18:32:17 | boerse-global.de

HSBC Hongkong und BPI auf den Philippinen melden Ausfälle bei Apps und Online-Banking. Europäische Institute setzen derweil auf neue Sicherheitslösungen.

Asiatische Großbanken mit IT-Pannen: HSCO und BPI betroffen
Banking-Chaos - A glowing circuit board with digital lock icons, symbolizing banking technology, security, and potential disruptions in an Asian city. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Gleich mehrere Großbanken in Asien melden massive Störungen ihrer digitalen Dienste – während europäische Institute auf neue Sicherheitstechnologien setzen.

HSBC Hongkong: App-Ausfall legt Banking lahm

Am heutigen Montag bestätigte die HSBC Hongkong, dass ihre mobile Banking-App nicht erreichbar ist. Kunden der Haupt-App sowie der HSBC Easy Invest-Anwendung erhielten Fehlermeldungen beim Login-Versuch. Die Bank arbeitet nach eigenen Angaben an der Behebung der Störung.

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Die technischen Probleme haben Folgen: Auch die Aufladefunktion für den Bezahldienst PayMe wurde vorübergehend deaktiviert. Wann die Dienste wieder vollständig laufen, ist unklar.

Philippinen: BPI meldet Großstörung

Parallel dazu kämpft die Bank of the Philippine Islands (BPI) mit einem schwerwiegenden Ausfall. Seit dem späten Abend des 14. Juni sind die Mobile-App, das Online-Banking und E-Commerce-Transaktionen gestört.

Zumindest Geldautomaten und Kartenzahlungen in Geschäften funktionieren noch. Die Bank bestätigte am Morgen des 15. Juni, dass die Wiederherstellungsarbeiten noch andauern.

Singapur: Geplante Wartungsarbeiten

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Anders gelagert ist der Fall in Singapur: Dort hat die HSBC vorsorglich Wartungsfenster angesetzt. Nach einem Update am 14. Juni, das Mobile Banking und Echtzeit-Zahlungssysteme wie PayNow und FAST betraf, steht der nächste Eingriff für den 21. Juni an.

Dann sollen für drei Stunden ab Mitternacht Überweisungen pausieren. Ein geplanter Stillstand – aber einer, der Kunden vorher informiert.

Sparkasse und Google: Neue Identitätslösung für Europa

Auf der Money20/20-Konferenz präsentierten Google und die Sparkasse eine gemeinsame Innovation: den ID Pass für Google Wallet. Die Lösung kommt zunächst in Italien, Frankreich, Irland und Spanien auf den Markt.

Die Sparkasse ist damit die erste europäische Bank, die diese Technologie einsetzt. Sie nutzt NFC und biometrische Verfahren – darunter Video-Selfies – zur Identitätsprüfung. Ein Schritt, der vor dem Hintergrund rasant steigender Cyberkriminalität kommt.

Deepfakes: 280 Prozent mehr Identitätsdiebstahl

Die Warnungen werden lauter. Das indische Cyber Crime Coordination Centre (I4C) schlug am 12. Juni Alarm: Die Zahl KI-gestützter Identitätsdiebstähle sei explosionsartig gestiegen. Allein im ersten Quartal 2024 verzeichnete Indien einen Anstieg um 280 Prozent bei Deepfake-Vorfällen.

In Deutschland warnt die Sparkassen-Finanzgruppe ihre Kunden vor gezielten Phishing-Kampagnen. Die Angreifer versuchen, Online-Banking-Zugänge und Transaktionsnummern (TANs) zu stehlen. Das Computer-Notfallteam der Sparkassen berichtet von anschließenden Betrugsanrufen, bei denen Kunden zu Überweisungen gedrängt werden.

Parallel dazu verhandelt das Landgericht Essen seit Juni 2026 über Zivilklagen im Zusammenhang mit einem Sicherheitsvorfall bei einer Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen-Buer aus dem Spätherbst 2025.

Infrastruktur-Upgrades und ablaufende Zertifikate

Nicht nur Banken, auch öffentliche Einrichtungen modernisieren ihre Systeme. Die TU Dresden plant zwischen dem 22. und 26. Juni 2026 ein Netzwerk-Update. Dabei werden Switches ausgetauscht, was zu temporären Ausfällen von LAN, WLAN und Voice-over-IP in mehreren IT-Räumen des HÜL-Gebäudes führen wird.

Und eine Frist läuft ab: Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) erinnert daran, dass bestimmte elektronische Heilberufsausweise (eHBA) am 30. Juni 2026 deaktiviert werden. Betroffen sind Karten, die vor Anfang 2025 von bestimmten Anbietern ausgestellt wurden. Ohne Ersatz verlieren Zahnärzte die Möglichkeit, elektronische Signaturen für E-Rezepte und Gesundheitsdaten zu leisten. Ein Problem, das zeigt: Digitale Zertifikate müssen regelmäßig erneuert werden – sonst droht der Stillstand.

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