Banken-Sicherheit: EZB setzt Frist bis Oktober für KI-Cyberattacken-Pläne
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 20:35 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Sparkasse Gelsenkirchen hat mit den Auszahlungen an Kunden begonnen, deren Schließfächer bei einem spektakulären Einbruch Ende 2025 geplündert wurden. Der Schaden geht in die dreistelligen Millionen.
Maximal 10.300 Euro pro Schließfach
Seit dem 7. Juli 2026 läuft das Entschädigungsverfahren. Pro Safe bietet das Geldhaus maximal 10.300 Euro. Der Coup um Weihnachten 2025 war gewaltig: Mit Spezialbohrern knackten die Täter knapp 3.100 einzelne Fächer.
Die Bank arbeitet seit Mai daran, zurückgelassene Gegenstände an die Eigentümer zurückzugeben. Rund 35 Mitarbeiter sind mit der Bergung beschäftigt. Bislang konnten 400 Übergabetermine vereinbart oder bereits abgeschlossen werden.
Rechtsstreitigkeiten eskalieren
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Die Entschädigung kommt nicht ohne Konflikte daher. Mehrere Kunden haben Zivilklagen beim Landgericht Essen eingereicht – sie fordern deutlich höhere Summen als die angebotenen 10.300 Euro.
Die Vorwürfe wiegen schwer: Die Kläger werfen der Sparkasse Sicherheitsversäumnisse vor. Der Schutz sei unzureichend gewesen, um einen derart massiven Einbruch zu verhindern. Die Sparkasse Gelsenkirchen weist alle Vorwürfe der Fahrlässigkeit zurück. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 9. Juli 2026 angesetzt.
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Sicherheitsdebatte: Physische und digitale Gefahren
Der Fall Gelsenkirchen wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage bei Geldinstituten – und zwar nicht nur bei Tresoren. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Druck auf die Banken erhöht. Bis zum 31. Oktober 2026 müssen sie Pläne vorlegen, wie sie sich gegen KI-gestützte Cyberangriffe wappnen. Im Fokus: veraltete IT-Infrastruktur und unsichere Softwarekomponenten von Drittanbietern. Das Vertrauen der Kunden steht auf dem Spiel.
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