Babynahrung-Rückruf: Danone und Nestlé ziehen Cereulid-Chargen
02.07.2026 - 19:30:53 | boerse-global.de
Von rund 20.000 untersuchten Proben beanstandeten die Behörden 16 Prozent. Besonders betroffen: Babynahrung, Slush-Eis und Mystery-Boxen aus dem Online-Handel.
Gift in der Babynahrung: Rückruf bei Danone und Nestlé
Im Dezember 2025 entdeckten Kontrolleure Verunreinigungen mit dem Giftstoff Cereulid in Säuglingsnahrung. Die Ursache lag in einer Charge Arachidonsäure-Öl aus China. Über das europäische Schnellwarnsystem RASFF wurden die Hersteller informiert – Danone und Nestlé leiteten umgehend Rückrufe ein.
Der Fall zeigt: Globale Lieferketten für Zusatzstoffe bergen erhebliche Risiken, besonders bei sensiblen Produkten für Babys.
Slush-Eis: Gefährlicher Zuckeraustauschstoff
Bei Stichproben 2024 und 2025 fielen 6 von 19 Slush-Eis-Proben durch. Der Grund: zu hoher Glycerin-Gehalt (E 422). Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor gesundheitlichen Folgen für Kinder. Glycerin kann den Hirndruck senken – mögliche Folgen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und sogar Bewusstlosigkeit.
Das Problem: Es gibt keine gesetzlichen Höchstmengen für Glycerin in Slush-Eis. Die Verbraucherzentrale Bayern rät zur Vorsicht. In Sachsen mussten 17 Betriebe zeitweise schließen.
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Mystery-Boxen: Jeder Anbieter fiel auf
Die Kontrolleure prüften auch neuere Handelsformen. Bei neun Mystery-Box-Händlern wiesen alle Angebote Mängel auf. In zwei Fällen leiteten die Behörden Anhörungsverfahren ein. Ministerin Petra Köpping lobte trotz der hohen Beanstandungsquote die Arbeit der Lebensmittelüberwachung.
Rattenbefall in Göttingen
Auch die Gastronomie bleibt im Fokus. Im April 2026 dokumentierten Kontrolleure in einem Göttinger Betrieb massiven Rattenbefall und Schimmelbildung. Bis Mai 2026 konnten die Mängel behoben werden.
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Metallteile in Frikadellen
Aktuell warnt die Pommernland Fleisch- und Wurstwaren GmbH vor einer Charge „Bratklopse Hausmacher Art“. Grund: Metallteile im Produkt. Betroffen sind Berlin, Brandenburg und Sachsen.
PFAS: Fische aus der Irschinger Ach belastet
In Bayern bleibt die PFAS-Belastung ein Thema. Das Landesamt für Gesundheit bestätigt eine anhaltende Kontamination bei Fischen aus der Irschinger Ach. Erwachsenen wird empfohlen, den Verzehr stark einzuschränken. Als Ursache gilt PFAS-haltiger Löschschaum eines nahegelegenen Flugplatzes.
