AWS, Ex-Copilot-CTO

AWS holt Ex-Copilot-CTO: Pedram Rezaei soll KI-Agenten voranbringen

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 20:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Pedram Rezaei soll bei AWS Produktivitätsplattformen und Werkzeuge für Softwareentwicklung voranbringen; Kiro und Quick gewinnen Nutzer.

Amazon AWS holt Ex-Microsoft-Manager für KI-Agenten und Produktivität
Ein minimalistischer, modern gestalteter Serverraum mit dunklen Metall-Serverracks in einer weitläufigen, industriellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der Cloud-Konzern Amazon Web Services (AWS) hat Pedram Rezaei als neuen Distinguished Engineer eingestellt. Rezaei, der zuvor als Chief Technology Officer für Microsoft Copilot tätig war, soll bei AWS die Entwicklung der Plattformen für Unternehmensproduktivität sowie für Softwareentwicklungs-Agenten leiten.

Wie Geekwire berichtete, schließt sich Rezaei der internen Organisation AWS Agentic AI and Emerging Technologies an. In seiner neuen Rolle soll er sich zunächst auf das Programmierwerkzeug Kiro sowie auf den digitalen Arbeitsassistenten Quick konzentrieren.

Der Ingenieur blickt auf eine fast zwanzigjährige Laufbahn bei Microsoft zurück. Zuletzt fungierte er dort als Corporate Vice President im Microsoft-Superintelligence-Team, in dessen Rahmen er sich mit dem Training von Basismodellen befasste.

Personelle Verstärkung und steigende Nutzerzahlen

Die Personalie wurde im Rahmen eines internen Schreibens von AWS-Vizepräsident Swami Sivasubramanian bekannt. Darin vermeldete Sivasubramanian zudem die Rückkehr zweier früherer AWS-Ingenieure: Marvin Theimer und Reto Kramer kehren zum Cloud-Anbieter zurück, um die Bereiche neurosymbolische künstliche Intelligenz und automatisiertes Schließen voranzutreiben. AWS hatte seine spezialisierte Agenten-Organisation bereits im Juli um den Bereich zukunftsweisender Technologien erweitert.

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Dem Memo zufolge verzeichnen die bestehenden KI-Lösungen des Unternehmens einen deutlichen Zuspruch. Die Nutzerzahl des Programmierwerkzeugs Kiro habe sich vom ersten auf das zweite Quartal 2026 verdoppelt. Beim Arbeitsassistenten Quick hätten sich die monatlich aktiven KI-Nutzer im selben Zeitraum vervierfacht. Im September hatte AWS zudem die Anwendung Quick Desktop allgemein verfügbar gemacht.

Angaben zu Rezaeis Vergütung oder zu konkreten finanziellen Vorgaben veröffentlichte Amazon nicht.

Wachsender Wettbewerb im Markt für KI-Assistenten

Die Verpflichtung unterstreicht den intensiven Wettbewerb im Markt für generative Assistenten und automatisierte Softwareentwicklung. Microsoft hatte im September 2026 eine eigene Copilot-App vorgestellt, die Funktionen für Chat, Programmierung und KI-Agenten bündelt.

AWS verzeichnete zuletzt ein starkes Wachstum in seinen zukunftsträchtigen Sparten. Nach Unternehmensangaben legte der Umsatz von AWS im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 36,7 % zu. Wie Amazon-CEO Andy Jassy erklärte, erreichten die annualisierten Umsatzraten sowohl des KI-Geschäfts als auch der Chip-Sparte jeweils einen Wert von über 25 Mrd. US-Dollar.

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Weitere Details zu den Entwicklungsplänen könnten zum Jahresende folgen: Die jährliche Kundenkonferenz AWS re:Invent ist für den Zeitraum vom 30. November bis zum 4. Dezember 2026 angesetzt. Das Fachportal CTOL spekulierte in diesem Kontext, dass AWS dort Demonstrationen zur Validierung mehrstufiger Agentenpläne präsentieren könnte.

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