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Autonome Taxis: Dubai startet kostenlosen Service mit 100 Fahrzeugen

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 11:40 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Kostenlose Robo-Taxis in Dubai, Waymo und Tesla expandieren in den USA. Die Branche verlässt die Pilotphase und startet den kommerziellen Betrieb.

Autonome Taxis starten in Dubai und US-Städten in den Regelbetrieb
Ein autonomes Taxi, elegant und modern, fährt in der Abenddämmerung durch eine Stadt, digitale Schnittstellen auf den Fenstern sichtbar. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Vom kostenlosen Taxi-Service in Dubai bis zur Expansion fahrerloser Netze in den USA – die Industrie verlässt die Pilotphase und startet in den urbanen Regelbetrieb.

Dubai setzt auf kostenlose Robo-Taxis

Die Straßen- und Verkehrsbehörde Dubais (RTA) hat am heutigen Mittwoch den öffentlichen Betrieb eines kostenlosen autonomen Taxidienstes in den Stadtteilen Umm Suqeim und Jumeirah aufgenommen. Die erste Phase umfasst 100 fahrerlose Fahrzeuge, die in Partnerschaft mit Apollo Go und WeRide betrieben werden. Passagiere buchen ihre Fahrten über die Apps von Uber und Apollo Go – ein bedeutender Schritt in der „Dubai Self-Driving Transport Strategy".

Das Nachbaremirat Abu Dhabi hat ebenfalls nachgelegt. Bereits am Dienstag führte Abu Dhabi Mobility spezielle Kennzeichen für autonome Fahrzeuge ein: Blaue Schilder mit der Aufschrift „Auto Drive" für kommerzielle Einheiten und „Test" für Versuchsfahrzeuge. Dies folgt auf die Eröffnung einer zentralen Leitstelle am 10. Juli, die den autonomen Betrieb in Echtzeit überwacht. Laut den Behörden wurden in der ersten Jahreshälfte 2026 bereits 31.075 Fahrten mit autonomen Fahrzeugen absolviert.

Waymo und Tesla erobern neue US-Märkte

In den USA haben die etablierten Anbieter ihre Servicegebiete massiv ausgeweitet. Waymo startete am 8. Juli 2026 vollständig autonome Fahrten in Las Vegas – weitere Aktivierungen in Denver, San Diego und Tampa folgen noch in diesem Jahr. Das Unternehmen, das sich kürzlich 16 Milliarden US-Dollar (rund 14,6 Milliarden Euro) bei einer Bewertung von 126 Milliarden Dollar sicherte, betreibt eine Flotte von rund 3.500 bis 4.000 Fahrzeugen. Interne Daten zeigen: Waymo-Systeme verursachen 92 Prozent weniger schwere Unfälle als menschliche Fahrer. Bis Ende 2026 will das Unternehmen eine Million bezahlte Fahrten pro Woche erreichen.

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Tesla weitete seine Robotaxi-Präsenz am 3. Juli 2026 auf Miami aus – genauer gesagt auf die Stadtteile West Miami, Doral und Sweetwater. Der Dienst nutzt die Model-Y-Plattform und ist der erste Markt außerhalb von Texas, nachdem Tesla zuvor in Austin und Houston gestartet war. Das aktuelle Servicegebiet schließt stark frequentierte Zonen wie die Innenstadt und den Flughafen noch aus. Geplante Expansionen: Orlando, Tampa und Phoenix.

Technologiewandel: Kameras statt Laserscanner

Ein grundlegender Wandel zeichnet sich bei der Technologie ab: Immer mehr Hersteller setzen auf kamerabasierte Systeme und verzichten auf hochauflösende Karten (HD-Karten). XPENG begann am 10. Juli 2026 mit internen Tests seines Robotaxis in Guangzhou. Das System VLA 2.0 arbeitet ausschließlich mit Kameras und 3.000 TOPS Rechenleistung von Turing-AI-Chips – LiDAR oder HD-Karten sind nicht mehr nötig. XPENG will als Technologielizenzgeber auftreten, nicht als Flottenbetreiber, und führt Gespräche mit Partnern in Europa und im Nahen Osten.

Auch Pony.ai meldet Fahrzeugrentabilität in Guangzhou und Shenzhen mit seiner siebten Hardware-Generation. Das Unternehmen plant, seine Flotte bis Ende 2026 auf 3.500 Fahrzeuge auszubauen. In Japan bereitet Nissan einen Level-4-Pilotversuch in Tokio vor – mit Elektrofahrzeugen und End-to-End-KI von Wayve, ebenfalls ohne HD-Karten.

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Europa holt auf

Auch in Europa wurden am heutigen Mittwoch neue Meilensteine erreicht. Die Volkswagen-Tochter Moia startete Fahrten mit selbstfahrenden Kleinbussen. Zeitgleich erteilten die finnischen Behörden Bliq.ai die Genehmigung für öffentliche Straßentests in Helsinki. Das System von Bliq.ai rüstet bestehende Fahrzeuge mit Sensor- und Computertechnik nach – für Level-2-Operationen mit Fernüberwachung.

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