Autonome Lkw: PepsiCo und Gatik starten Großflotte mit 41 Fahrzeugen
09.06.2026 - 05:15:34 | boerse-global.de
Der Softdrink- und Snackhersteller PepsiCo und das Technologieunternehmen Gatik haben eine mehrjährige strategische Partnerschaft für den kommerziellen Einsatz fahrerloser Lastwagen bekannt gegeben. Die am Montag, dem 8. Juni 2026, bestätigte Zusammenarbeit umfasst den Transport von Frito-Lay-Produkten wie Doritos und Gatorade in Texas, Arizona und Arkansas.
Ausbau der fahrerlosen Regional-Logistik
Die erweiterte Partnerschaft konzentriert sich auf die sogenannte Middle-Mile-Logistik – also den Transport zwischen Produktionsstätten, Lagern und Einzelhandelsstandorten wie Walmart und Dollar General. PepsiCo hat dafür eine Flotte von 41 autonomen Lastwagen aufgebaut: 35 Fahrzeuge in Arizona, fünf in Texas und einer in Arkansas.
Anzeige: PepsiCo setzt 41 autonome Lkw ein – mit 98% pünktlicher Lieferquote und null Unfällen. Wer jetzt die Middle-Mile-Strategie versteht, sichert sich Wettbewerbsvorteile in der Logistik 2026. Jetzt kostenlosen Middle-Mile-Report anfordern
Die 26.000 Pfund schweren Fahrzeuge (etwa 11,8 Tonnen) sind auf öffentlichen Autobahnen und Nebenstraßen unterwegs. Sie nutzen eine Kombination aus Kameras, Radar und Lidar-Sensoren. Gatik bezeichnete den Betrieb am heutigen Dienstag als das erste Unternehmen in Nordamerika, das fahrerlose Lastwagen in kommerziellem Maßstab einsetzt.
Neben den südlichen US-Bundesstaaten ist Gatik auch in Nebraska und der kanadischen Provinz Ontario aktiv. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits rund 600 Millionen US-Dollar (etwa 555 Millionen Euro) an Umsätzen durch mehrjährige Verträge gesichert. Die Flotte soll bis Jahresende von Dutzenden auf Hunderte Fahrzeuge wachsen.
Beeindruckende Sicherheitsbilanz
Die von den Partnern veröffentlichten Leistungsdaten unterstreichen die Zuverlässigkeit der autonomen Systeme. Gatik meldet eine pünktliche Lieferquote von über 98 Prozent. Ohne Verzögerungen durch extremes Wetter oder starken Verkehr erreicht die Quote sogar 99 Prozent.
Seit der Umstellung auf vollständig fahrerlosen Betrieb im Juni 2025 hat die Flotte 60.000 Lieferungen ohne einen einzigen Unfall absolviert. Die Fahrzeuge legten dabei mehr als 10.000 fahrerlose Meilen (rund 16.000 Kilometer) und 2.000 Stunden aktiven Dienst auf öffentlichen Straßen zurück. Diese beeindruckende Sicherheitsbilanz bildet die Grundlage für die mehrjährige Vereinbarung, die den weiteren Ausbau ohne menschliche Sicherheitsfahrer vorsieht.
Branche im Aufbruch: Neue Korridore in Texas und Europa
Die Ankündigung reiht sich in mehrere bedeutende Entwicklungen im Bereich des autonomen Lkw-Verkehrs ein. Erst am Montag starteten Volvo Autonomous Solutions und der Logistikdienstleister DSV einen kommerziellen autonomen Frachtkorridor in Texas. Die Strecke verbindet Dallas und Houston mit dem Volvo VNL Autonomous, der die Aurora-Driver-Technologie nutzt. Zunächst sind noch Sicherheitsfahrer an Bord, doch Volvo hat seit 2023 bereits mehr als 1,6 Millionen Kilometer in Pilotversuchen gesammelt.
Auch Aurora Innovation baut seine Aktivitäten aus. CEO Chris Urmson kündigte am Sonntag an, dass die Strecke Dallas-Houston auf einen 24/7-Betrieb umgestellt wird – für Kunden wie den Beerenproduzenten Driscoll's. Aurora bereitet zudem die zweite Hardware-Generation vor, die ohne Beobachter auskommen soll. Trotz dieser technischen Fortschritte fiel die Aurora-Aktie am Sonntag um 7,75 Prozent, nachdem Uber 67,5 Millionen Aktien des Unternehmens verkauft hatte. Aurora sicherte sich kürzlich einen neuen Vertrag mit McLane für fahrerlose Frachtdienste in Texas und strebt bis Ende 2026 mehr als 200 Lastwagen an.
Anzeige: Der Fahrermangel kostet Ihre Logistik jeden Tag Geld. Während PepsiCo und Gatik bereits 60.000 unfallfreie Lieferungen absolvieren, steigen Ihre Betriebskosten. Dieser Report zeigt, wie Sie mit autonomen Lkw gegensteuern – bevor Ihre Konkurrenz die Nase vorn hat. ROI-Checkliste fahrerlose Flotte jetzt sichern
Nachhaltige Transportlösungen in Europa
Auch in Europa schreitet die Modernisierung voran. Das schwedische Technologieunternehmen Einride gab am Montag eine Partnerschaft mit dem Fleischproduzenten Scan Sverige bekannt. Ziel ist die Elektrifizierung des Kühltransports auf einer neuen 160 Kilometer langen Strecke zwischen Linköping und Eskilstuna. Diese Route wird 25 Prozent des ausgehenden Kühlvolumens von Scan Sverige abdecken.
Die Umstellung auf elektrische Schwerlast-Lkw soll die jährlichen CO?-Emissionen um rund 860 Tonnen reduzieren. Einride bedient bereits mehr als 30 Unternehmenskunden in sieben Ländern und erwartet einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz von etwa 92 Millionen US-Dollar (rund 85 Millionen Euro).
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
