Autonome Lkw: PepsiCo und Gatik bringen 41 fahrerlose Lastwagen
13.06.2026 - 07:20:01 | boerse-global.de
Gemeinsam wollen sie die größte kommerzielle Flotte selbstfahrender Lastwagen in Nordamerika auf die Straße bringen – ein entscheidender Schritt für die Logistik der Zukunft.
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Die Zusammenarbeit, die bereits 2022 begann, konzentriert sich auf den Einsatz fahrerloser Technologie in regionalen Verteilerzentren. Ziel ist es, die Lieferketten effizienter und widerstandsfähiger zu machen.
41 autonome Lkw in drei Bundesstaaten
Wie die Unternehmen am 11. und 12. Juni bekannt gaben, sind bereits 41 autonome Isuzu-Lkw im Einsatz. Die Flotte verteilt sich auf drei US-Bundesstaaten: 35 Fahrzeuge in Arizona, fÜnf in Texas und einer in Arkansas. Die Lastwagen bewältigen komplette Lieferungen von der Abfahrt bis zur Ankunft – sie navigieren sowohl auf Autobahnen als auch durch städtische Gebiete. Möglich macht das ein System aus Kameras, Radar und Lidar-Technologie.
Die Fahrzeuge sind im regionalen Verteilerverkehr unterwegs und beliefern täglich rund 250 Einzelhandelsstandorte. Dank dynamischer Routenplanung erreicht die autonome Flotte eine Pünktlichkeitsquote von über 98 Prozent.
Warum der Schritt jetzt kommt
Hinter der Expansion stecken handfeste logistische Probleme. In vielen Regionen ist es schwierig, Fahrer für die oft eintönigen, aber wichtigen Verteilerfahrten zu finden. Gatiks Technologie erlaubt es, die Lkw in ausgewiesenen Gebieten ganz ohne Sicherheitsfahrer zu betreiben – das schafft Kapazitäten und macht die Lieferkette unabhängiger von Personalengpässen.
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Gautam Narang, CEO von Gatik, betonte, dass sein Unternehmen bereits Vertragseinnahmen von über 600 Millionen Dollar gesichert habe. Das zeige die wachsende Nachfrage nach autonomen Lösungen für die „letzte Meile“ im Güterverkehr.
Aus PepsiCo-Sicht ist der Schritt ein zentrales Element der Modernisierung. Jim Farrell, Senior Vice President für die Lieferkette, erklärte, dass das Unternehmen nicht nur auf mehr Zuverlässigkeit setze, sondern auch auf erhebliche Kostenvorteile. Allein durch optimierte Fahrweisen erwarte man Kraftstoffeinsparungen von rund einer Million Dollar.
Gewerkschaften beobachten die Entwicklung
Die Ausweitung des autonomen Fuhrparks wird von den Gewerkschaften genau verfolgt. Vertreter der Teamsters-Gewerkschaft gaben jedoch an, dass sie für Regionen wie den Nordwesten Indianas keine unmittelbaren Auswirkungen auf lokale Arbeitsplätze sehen. Der Grund: Der aktuelle Rollout konzentriert sich auf die südlichen US-Bundesstaaten.
PepsiCo setzt auch auf E-Mobilität
Parallel zur autonomen Flotte treibt PepsiCo weitere Logistikprojekte voran. Das Unternehmen testet derzeit Elektro-Lkw in Partnerschaft mit Firmen wie Maersk und DB Schenker entlang des I-10-Korridors. Weitere Projekte laufen gemeinsam mit Ikea und Microsoft.
Finanziell bleibt der Mutterkonzern ebenfalls aktiv. Aktuelle Investmentberichte zeigen, dass RM Financial Services kürzlich einen Anteil an PepsiCo im Wert von rund 741.000 Dollar erworben hat. Im ersten Quartal 2026 meldete PepsiCo einen Umsatz von 19,44 Milliarden Dollar – ein Plus von 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie lag mit 1,61 Dollar über den Erwartungen der Analysten.
