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Autonome Autos: Britische Steuer von 88p pro Meile geplant

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 13:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Tesla verlangt in Großbritannien lockerere Vorgaben für FSD, während Robotaxi-Tests laufen und mehrere EU-Staaten das System bereits genehmigten.

Tesla kritisiert britische Regeln für autonomes Fahren
Eine leere Autobahn in einer hügeligen britischen Landschaft bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Der US-Automobilhersteller Tesla hat eine formelle Kritik beim britischen Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) eingereicht. Das Unternehmen bemängelt, dass die derzeitigen Vorschriften für selbstfahrende Fahrzeuge im Vereinigten Königreich die Innovation bremsen würden.

In einem Bericht vom 13.09.2026 wird darauf hingewiesen, dass das Land technologisch zurückfalle. Nach Einschätzung von Tesla bestehe die Gefahr, dass das Vertrauen in die Marke untergraben und Investitionen am Standort Großbritannien abgeschreckt werden könnten.

Konflikt um die Bezeichnung Full Self-Driving

Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Markteinführung des Systems „Full Self-Driving“ (FSD), das im Vereinigten Königreich bislang keine Zulassung erhalten hat. Laut einer Folgenabschätzung der britischen Regierung müsste Tesla für eine Genehmigung möglicherweise sämtliche Bezüge zum Begriff des selbstfahrenden Autos aus seinem Marketing entfernen.

Diese Einschätzung der Regierungsbehörden unterstreicht die regulatorische Hürde für das Unternehmen, das seine Technologie unter diesem Namen weltweit bewirbt.

Während Tesla auf eine Lockerung der Regeln drängt, zeigen Umfragen des Instituts Ipsos erhebliche Missverständnisse in der Bevölkerung bezüglich der Leistungsfähigkeit autonomer Systeme. Demnach glauben 33 % der Befragten, man könne bereits jetzt die Hände vollständig vom Lenkrad nehmen.

Rund 18 % gaben an, sie würden während der Fahrt fernsehen. Besonders unter den 16- bis 34-Jährigen herrscht eine hohe Risikobereitschaft: 15 % dieser Altersgruppe würden in einem autonomen Fahrzeug schlafen oder Alkohol trinken.

Steuerpläne und wirtschaftliche Auswirkungen

Zusätzlich zur regulatorischen Debatte fordern Thinktanks neue fiskalische Maßnahmen. Das Centre for British Progress plädiert für die Einführung einer speziellen Steuer auf autonome Fahrzeuge, um drohende Jobverluste in der Transportbranche auszugleichen.

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Während Uber und Wayve in London den ersten Robotaxi-Dienst mit bis zu 15 genehmigten Fahrzeugen testen, prüft das KBA Teslas FSD hierzulande noch unter den geltenden EU-Verordnungen — und die Niederlande, Litauen, Estland, Dänemark und Belgien haben bereits zugelassen. Wer seine Flotte für autonome Mobilität aufstellen will, braucht den Überblick über diesen Flickenteppich, bevor die Konkurrenz ihn hat. Jetzt kostenlosen EU-Zulassungs-Report anfordern

Der Vorschlag sieht eine Abgabe von 88p pro Meile vor, um die sozialen Kosten von Staus abzufedern. Nach Berechnungen des Thinktanks könnte eine solche Steuer bis zum Jahr 2050 jährlich Einnahmen in Höhe von 46,6 Mrd. £ generieren.

Hintergrund dieser Forderung ist eine Prognose des Verkehrsministeriums, wonach bis Mitte der 2030er-Jahre etwa 40 % der Neuwagen mit Selbstfahrtechnik ausgestattet sein könnten. Dies würde zwar die Straßennutzung bis 2050 um voraussichtlich 24 % erhöhen, jedoch die Einnahmen aus der Kraftstoffsteuer, die derzeit bei etwa 27 Mrd. £ pro Jahr liegen, massiv gefährden.

In England sind derzeit rund 417.000 Taxi- und Mietwagenfahrer gemeldet, davon allein 121.000 in London. Branchenvertreter wie Sarah Gates von Wayve und Simon Rush von der Gewerkschaft GMB lehnen die vorgeschlagene Steuer jedoch ab.

Pilotprojekte und internationale Zulassungen

Trotz der regulatorischen Spannungen starteten Uber und Wayve am 03.09.2026 den ersten Robotaxi-Dienst in London. Zum Einsatz kommen Fahrzeuge des Typs Ford Mustang Mach-E, wobei aus Sicherheitsgründen und aufgrund fehlender Genehmigungen für einen vollautonomen Betrieb stets ein lizenzierter Fahrer an Bord bleibt.

Die Verkehrsbehörde Transport for London (TfL) hat für diesen einjährigen Testbetrieb bis zu 15 Fahrzeuge genehmigt. Laut Uber haben bereits über 140.000 Londoner ihr Interesse an autonomen Mobilitätsoptionen bekundet. Das Unternehmen investiert rund 10 Mrd. US-Dollar in diesen Bereich und strebt eine Präsenz in 15 Städten bis zum Jahresende an.

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Thinktanks fordern bereits eine Abgabe von 88p pro Meile auf autonome Fahrzeuge, und in England sind rund 417.000 Taxi- und Mietwagenfahrer gemeldet — allein 121.000 in London. Wer heute in Robotaxi-Flotten investiert, muss die fiskalischen und arbeitsmarktlichen Risiken kennen, bevor sie zum Kostenfaktor werden. Dieser Report zeigt Ihnen, welche Steuer- und Jobrisiken im Transportsektor auf Sie zukommen. Compliance-Checkliste autonome Flotten jetzt sichern

Im europäischen Vergleich zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Während in Deutschland das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) das Tesla-System FSD derzeit noch unter den geltenden EU-Verordnungen prüft und keine Zulassung erteilt hat, wählten andere Länder einen liberaleren Weg. Die Niederlande genehmigten FSD bereits im April 2026 als erstes EU-Land.

In den Folgemonaten Mai und Juni 2026 erteilten auch Litauen, Estland, Dänemark und Belgien entsprechende Zulassungen für die überwachte Version des Systems. Der Markt für autonome Mobilität wird vom Technologieunternehmen Wayve auf ein Gesamtvolumen von etwa 700 Mrd. £ geschätzt.

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