AusweisApp, Native

AusweisApp: Native Apple-Version verschiebt sich auf Oktober

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 18:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die AusweisApp läuft unter macOS 27 auf Apple-Rechnern weiterhin über Rosetta. Governikus erwartet die native Fassung erst Mitte Oktober 2026.

Governikus verschiebt native AusweisApp für Apple-Chips
Ein modernes Verwaltungsgebäude mit Glasfassade bei klarem Herbstwetter. Illustration mit AI erstellt.

Der Softwareentwickler Governikus strebt die Veröffentlichung der nativen Ausweis-App für Apple-Prozessoren erst für Mitte Oktober 2026 an. Durch diesen Aufschub verzögert sich die uneingeschränkte Verfügbarkeit digitaler Behördendienste auf Apple-Rechnern mit hauseigenen Chips weiter.

Seit dem Start von macOS 27 am 14. September 2026 läuft die AusweisApp des Bundes auf der Plattform nicht nativ, wodurch Betroffene zusätzliche Schritte zur Weiternutzung unternehmen müssen.

Verzögerte Veröffentlichung und Zwischenschritt im August

Der aktuelle Zeitplan weicht von früheren Zusagen des Entwicklungsunternehmens ab. Bereits am 15. Juni 2026 hatte Governikus in einer Stellungnahme auf eine App-Store-Anfrage in Aussicht gestellt, die Version 2.6.0 noch vor dem Release von macOS 27 bereitzustellen.

Dieser Plan ließ sich jedoch nicht umsetzen. Statt des erwarteten Versionssprungs veröffentlichte das Unternehmen im August 2026 lediglich die Version 2.5.5. Diese Fassung bietet noch keine direkte Unterstützung für die Prozessoren des Herstellers und bleibt stattdessen auf die Übersetzungsfunktion Rosetta angewiesen, um auf entsprechenden Geräten betrieben werden zu können.

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Eine Sprecherin von Governikus begründete die Verzögerung mit zusätzlichen technischen Anforderungen während der Absicherung des Codes. Demnach habe sich im Zuge der Qualitätssicherung die Notwendigkeit ergeben, Komponenten von Drittanbietern kurzfristig zu aktualisieren. Nach aktuellem Stand wird die native Version für macOS nun spätestens für Mitte Oktober 2026 erwartet.

Umwege bei macOS 27 und Beschwerde beim BSI

Die verspätete Bereitstellung hat unmittelbare Auswirkungen auf die Handhabung der Software im Alltag. Apple entfernt die Softwareumgebung Rosetta im Zuge der Aktualisierung auf macOS 27 zunächst vom System. Anwender müssen diese Komponente nach dem Upgrade separat nachinstallieren, damit Programme ohne native Prozessorunterstützung weiterhin lauffähig bleiben.

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Die AusweisApp dient als zentrales Element zur elektronischen Identifizierung bei digitalen Verwaltungsdiensten und behördlichen Anträgen. Die bestehenden Hürden nach dem Betriebssystemwechsel stoßen bei Nutzern auf Kritik: Ein betroffener Besitzer eines M1-iMac, der die Online-Ausweisfunktion unter anderem für Anliegen bei der Deutschen Rentenversicherung nutzt, reichte wegen der fehlenden nativen Unterstützung und der Verzögerungen Beschwerde beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein.

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